Maxikleid – renewed

Ich hatte mir ein Maxikleid für den Urlaub gekauft. Zuhause anprobiert, kam ich mit dem gesmokten Oberteil nicht so klar und nach dem Waschen war es auch noch etwas zu kurz geworden. Das Rockteil mochte ich aber so gern, der Stoff war weich und fließend. Ein neues Oberteil sollte die Lösung sein. Ich wollte mir eins häkeln und dass dann an den Rock annähen. Gesagt, getan. Ich wühlte das ganz Netz durch und fand nichts Passendes. Meine Vorstellungen waren wohl zu genau. So sollte es im Turnhemdstil sein und das Muster sollte nicht aus den typischen Reihen von festen Maschen oder Stäbchen bestehen. Ein Muster bei Make & Do Crew hat mir gut gefallen, perfekt für meine Zwecke. Den Schnitt habe ich nach einem Top – das mir gut passt – entwickelt.

Im Urlaub startete ich dann das Häkelprojekt. Auf der Hinreise, am Strand und in der Ferienwohnung wuchsen Vorder- und Hinterteil Stück für Stück. 61 Luftmaschen + eine Wendeluftmasche waren der Anfang, gehäkelt in Belle hellblau von Drops Design mit Häkelnadel Nr. 3,5. Für das Muster häkelt  man in die 2. Masche eine feste Masche und ein Stäbchen, dann eine LM auslassen und bis zum Ende immer in jede 2. Masche eine feste Masche + ein Stäbchen wiederholen. In die letzte Masche häkelt man nur eine feste Masche. Wichtig ist, dass man eine ungerade Anzahl an Luftmaschen aufnimmt und dann mit einer Wendeluftmasche in die nächste Runde springt. Nur dann kommt das Muster hin. In der 2. Runde nach der Wendeluftmasche immer in die feste Masche der Vorrunde eine feste Masche und ein Stäbchen häkeln. Dann das Stäbchen auslassen und das Muster wiederholen.

Für die Armausschnitte habe ich nach 20 cm Gesamthöhe des Vorder- und Rückteils je 2 x 4 Maschen und 1 x 2 Maschen abgenommen. Dabei habe ich mich immer mit Kettmaschen an die entsprechende Stelle gemogelt und ohne Steigeluftmasche das Muster gehäkelt. Dadurch wurden die Ausschnitte schön rund. Ebenso bin ich bei den Halsausschnitten vorgegangen. Hier habe ich nach 24 cm Gesamthöhe 3 x  2 Maschen auf jeder Seite abgenommen und über die restlichen 9 Maschen das Muster solange gehäkelt, bis ich insgesamt 39 cm erreicht hatte. In der Skizze (Häkeltop_Schnitt) habe ich die Zentimeterangaben und die Abnahmen hoffentlich verständlich erläutert. Natürlich kann man das Oberteil beliebig verlängern und auch solo tragen. Dann habe ich noch den Halsausschnitt und die Armausschnitte mit einer Reihe feste Maschen umhäkelt. Dann war es richtig schön gleichmäßig.

Jetzt mutig das Oberteil vom Rockteil abschneiden, mit ein bisschen Überwindung kein Problem. Die Jerseyware ribbelt auch nicht auf, daher brauchte ich keine Nähmaschine. Es folgte eine kleine Fleißarbeit: mit feinen kleinen Stichen habe ich das Rockteil an das Häkeltop genäht. Zuerst die linke Seite des Rockes an die linke Seite des Tops, so dass beide Nahtkanten genau übereinander waren. (Bild oben rechts). Dann habe ich das Rockteil nach unten geklappt und mit einem Matrizenstich die rechte Seite des Rockes mit der linken Seite des Tops knapp an der Unterkante festgenäht. Das hatte den Vorteil, dass man die beiden Kanten gut aufeinander nähen konnte und hinterher das abgeschnittene Ende des Rockes in der Naht versteckt ist. Unten im Bild ganz gut zu sehen, wie es von links aussieht.

Da ich Kleidungsstücke gern an der Frau präsentiere, (am Kleiderbügel hing besonders das Maxikleid schlaff herab) gibt es jetzt noch ein paar Bilder mit schönstem Urlaubsflair, geschossen vom Töchterchen.

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Ich finde, sie hat das toll gemacht. Was sagt Ihr? Was war euer Urlaubspojekt? Habt Ihr auch etwas gehäkelt oder gestrickt? Bin einfach neugierig!

Weil heute Dienstag ist, muss mein Urlaubsprojekt natürlich zum Creadienstag, zu Meertje,  Handmade on Tuesday und Häkelliebe.

Urlaubszeit – schönste Zeit, dieses Jahr in Poreč, Istrien

Da bin ich wieder! Erholt und noch mit viel Gelassenheit, die ich im Urlaub angesammelt habe und die ich so mag. Runterfahren, den Gedanken nachhängen, Sonne tanken, stundenlang lesen, aber auch viele neue Eindrücke sammeln, das Zusammensein mit der Familie genießen und die eine oder andere Kleinigkeit häkeln. Ein Mix aus Entspannung und Erlebnis mit meinen Lieben ist für mich immer noch der schönste Urlaub. Wenn er dann noch in einer so wunderschönen Gegend wie Istrien stattfindet, fühlt man sich wie Gott in Frankreich und die Seele baumelt kopfüber an einer der vielen Pinienhaine an der Adria.
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Über An- und Abreise werden wir mal das Mäntelchen des Schweigens decken. Was erwartet man auch, wenn man am staureichsten Wochenende der ganzen Ferien los fährt, Putin Slowenien besucht und dadurch der Karawankentunnel – besser gesagt, die ganze Autobahn – gesperrt wird und die Grenzkontrollen einen erheblichen Rückstau verursachen. Trotzdem hat sich die Anreise gelohnt und glücklich kamen wir in unserer Ferienwohnung nach knapp 20 h Autofahrt an und badeten gleich im Mittelmeer. Ab da war es Urlaubsglück pur, die Sonne – in Deutschland so schmerzlich vermisst – schien nur für uns am blitzeblauen Himmel und der Alltag war vergessen. Immerhin bin ich so durch Italien gefahren und an Udine (da haben die wohl einen Buchstaben vergessen🙂 vorbeigefahren. Beim nächsten Mal halte ich da an.
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Ganz besonders liebte ich als Frühaufsteherin in der Familie meinen sogenannten Brötchenwalk. Turnschuhe an, Rucksack auf und los zur nächsten Pekara. Dafür konnte ich am Strand vorbeiwalken und genoss es jedes Mal wieder mit Staunen. Die Morgenstimmung dort mit Blick auf Poreč war einfach zum Genießen. Spiegelglatte See, kleine Felsen, Fischerboote und die typischen Strandschirme boten mehr als ein Fotomotiv.

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Auch tagsüber war der Strand wunderschön anzusehen und so ein Kaffee in einer Strandbar ist wirklich nicht zu verachten. Hier haben wir den Entspannungsteil mehr als genossen, uns unter Pinien gelegt und in die Sonne geschaut. Die leichte Brise von der See ließ die Temperaturen in angenehmen Bereichen. Da griffen wir gern zu einem Buch oder zur Häkelnadel.

Die Stadt Poreč oder wie sie auch auf italienisch genannt wird Parenzo ist die drittgrößte Stadt Istriens und folgt damit dem Hauptzentrum Pula und Rovinj. Übrigens werden alle Orte und Straßennamen in Istrien in kroatisch und italienisch angegeben. Küstengebiete Istriens waren 400 Jahre lang unter venizianischer Herrschaft, was in den Städten unverkennbar ist und man sich ein bisschen wie in Italien fühlt.

Ein zeitlicher Sprung zum Londoner Vertrag vom 26. April 1915, wo Italien für einen Kriegseintritt Istrien versprochen wurde. Nun waren zu diesem Zeitpunkt schon die Mehrheit der Einwohner Istriens Italiener. Nach dem ersten Weltkrieg 1919 kam ganz Istrien zu Italien. Im Zuge der Neuaufteilung nach dem 2. Weltkrieg 1945 fiel Istrien wieder an das neu gegründete Jugoslawien. Auch wenn um die 300. 000 italienischen Istrianer nach 1945 durch das Tito-Regime vertrieben worden, sind die italienischen Einflüsse über die Jahrhunderte allgegenwärtig und das nicht nur bei Eis und Pizza.

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Ein Muss für Liebhaber sakraler Bauten ist der Besuch der Euphrasius-Basilika. Sie ist schon im 4. Jahrhundert entstanden und mit ihren Erweiterungen aus dem 6. Jahrhundert ohne große Veränderungen weitestgehend erhalten. Als Denkmal der frühbyzantinischer Kunst an der Adria ist die Euphrasius-Basilika seit 1997 im UNESCO-Welterbe aufgenommen. Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Die Mosaiken sind teilweise sehr gut erhalten, der Altarraum ist prachtvoll und nach einem Workout eine steile Treppe rauf auf den Glockenturm kann man auf die gesamte Halbinsel von Poreč blicken.

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Nach dieser Auffrischung des geschichtlichen Wissens tut ein istrischer Weißwein in einer Seitengasse gut. Überhaupt hat Poreč und ganz Istrien eine langjährige Kultur im Weinkeltern. Dazu kommt der Anbau von Olivenöl, dass so fruchtig und lecker ist, dass 2 große Flaschen + Mitbringsel den Weg nach Hause mitantreten durften.
IMG_0934IMG_0935IMG_0859Weinfeldern und Olivenhainen mit der charakteristischen rote Erde begleiteten uns bei jedem Ausflug durch Istrien. Der eine oder andere Granatapfelbaum zeigte auch schon seine Früchte. Dazu noch Gebäude und Mauern aus Sandstein, mediterraner geht es einfach nicht.

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Überall am Straßenrand kann man die Agrarprodukte an kleinen Ständen erwerben. Wein, Schnaps, Olivenöl, Honig, Chili, Knoblauch, Lavendel haben die Händler im Angebot. Alles kann man probieren, was immer ein besonderer Spaß ist.
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Zu guter Letzt möchte ich euch noch den Park Histria Aromatica vorstellen, der erst vor 2 Jahren von einem Naturkosmetikhersteller eröffnet wurde. Er befindet sich in der Nähe der Ortschaft Bale und ist 25 ha groß. Schon der Eingang mit seinem Zypressenweg ist sehr beeindruckend.
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Ein netter älter Mann stellte uns den Park vor. Gleich zu Beginn kommt man zu einem 130 alten Feigenbaum, der 5 m tief in einem Karsttrichter gewachsen ist und sich gen Sonne reckt. Auf Treppen kann man in die angenehm temperierte Höhle laufen und den Baum von unten bestaunen.

Ist man nur ein paar Meter weitergelaufen, befindet man sich auf einer Anhöhe und hat einen wirklich atemberaubenden Überblick über Rovinj bis zum Meer. Im Park findet man liebevoll angelegte Weinberge, Plantagen und Gärten. Hier werden über 300 Arten Aroma-, Gewürz- und Heilkräuter angebaut. Besonders beeindruckend fand ich die Rosmarinbüsche, die ein unglaubliches Aroma hatten. Ein Zweiglein musste mit und wurde am selben Abend zu Rosmarinkartoffeln verarbeitet. Im Restaurant haben wir nur etwas getrunken, es soll aber auch Spezialitäten aus der Region angeboten werden. Unsere Tischnachbarn hatten jedenfalls ein sehr gut aussehendes Mittag auf dem Teller.

So für heute will ich es gut sein lassen. Wenn ihr möchtet, stelle ich euch gern beim nächsten Mal auch Venedig vor, dass wir für einen Tag besucht haben. Ich hoffe, Ihr hattet auch einen schönen Urlaub oder habt sogar noch die schönste Zeit des Jahres noch vor euch.

Husch ins Körbchen

Tada, da bin ich schon wieder mit meinem 2. Projekt zum Thema Textilgarn. Da wo ein Windlicht oder ein Stiftebehälter steht, kann auch noch ein Körbchen oder auch Utensilo genannt daneben stehen. Wenn man Glück hat, ist es sogar die gleiche Farbkombination. Die Bodenfläche häkelt man wieder nach dem gleichen Prinzip wie die jede Kreisfläche. Magischer Ring, 6 feste Maschen und dann immer 6 Maschen pro Runde zunehmen. Manchmal passt das nicht so gut und die Fläche wölbt sich zu sehr. Dann einfach in einer Runde mehr zunehmen. Gerade bei dem dicken Textilgarn sieht man sehr schnell, ob man noch mehr zunehmen muss. Der Rand ist wie die Windlichter / Stiftebehälter gehäkelt. Hier geht es zur Erklärung. Jetzt schau dich einfach um:

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Ich mag die flachen größeren Schalen am liebsten. Welche Form gefällt dir gut?

Weil heute Dienstag ist, geht es ab damit Creadienstag, handmade on Tuesday und zu Häkelliebe!

Textilgarn – eine andere Dimension

In letzter Zeit habe ich ein paar Versuche mit Textilgarn gestartet. Meine Güte, das sind  wirklich ganz andere Dimensionen als das Baumwollgarn, dass ich sonst verwende. Die zylindrischen Textilgarndoggen wiegen das 7- bis 9-fache und das mal eben auf den Schoß legen, ist schon kaum möglich. Unterwegs häkeln fällt da komplett aus, gerade wenn man 2-3 Farben braucht. Die Häkelnadel ist finger- bis daumendick. Meine ersten Häkelarbeiten waren noch mit Nr. 8. Jetzt bin ich schon bei Nr. 12 und die Nr. 15 liegt schon parat. Normales Baumwollgarn verhäkelt frau mit Stärke 3-4.

Eins muss man diesem Mammutgarn ja lassen, wenn man erst einmal angefangen hat, ist man ruckzuck fertig. Gerade kleinere Projekte machen sich da in ein bis zwei Stunden. Trotzdem finde ich nicht, dass Textilgarn für ganz blutige Anfänger geeignet ist. Hier braucht man zum einen viel Kraft in den Armen. Die sollte man sich erst einmal bei dünnerem Garn zu legen. Zum anderen verzeiht das dicke Garn keinen Fehler. Da kann man nicht mal schnell eine Masche dazu- oder wegschummeln. Das sieht man sofort. Daher hier ein kleines Projekt, dass durchaus machbar ist und wieder etwas für die Umwelt tut. Ich habe hier wieder einmal die allseits beliebten Schraubgläser genommen und umhäkelt. Ihr könnt sie als Stiftebehälter oder auch als Windlichter benutzen. Es scheint erstaunlich viel Licht durch die groben Maschen. Ausprobiert auf dem Campingplatz in Meschendorf und für gut befunden.
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Anleitung? Bitte hier entlang: Ihr fangt mit einem magischen Ring an und häkelt 6 feste Maschen. Alle Runden mit einer Kettmasche schließen. In der nächsten Reihe dann 12, dann 18, dann 24 feste Maschen, also immer 6 Maschen pro Runde zunehmen. Je nach Größe eures Schraubglases fangt ihr jetzt mit den einzelnen Runden an. Ich bin ja Fan von diesen klassischen Runden. Bei Spiralrunden weiß ich immer nicht, wann eine Runde anfängt und endet. Ja, ich weiß, Runden- oder Maschenmarkierer is das Zauberwort. Will ich aber nicht, da bin ich ein bisschen stur. Mecklenburgischer Fischkopp eben.🙂

Damit die Runden schön werden, gibt es heute mal eine bebilderte Anleitung. Wir wollen ja nicht, dass ihr mit hängenden Mundwinkeln auf der Couch sitzt, weil das nicht klappt.

  1. Ihr beginnt die Runde mit einer Luftmasche und stecht in die selbe Masche wieder ein. Hier eine feste Masche häkeln.

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So sollte das aussehen!

2. Jetzt häkelt ihr erst einmal die Runde entspannt bis zur letzten Masche. In die erste Masche der Vorrunde keine Masche häkeln, ihr stecht in die Luftmasche (Steigmasche) der Vorrunde. Mit einer Kettmasche schließt ihr die Runde.

Hier sieht man das doch recht gut:
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Da wir hier schon einen Farbwechsel vorbereiten, habe ich den Faden abgeschnitten und durch die Masche durchgezogen.IMG_9220
3. Farbwechsel: Der Trick beim Farbwechsel ist es, schon 2 Maschen vorher die neue Farbe durch eine Masche zu ziehen. Dabei wird erst der Anfangsfaden der neuen Farbe mit ein gehäkelt und dann auch der Endfaden der alten Farbe.
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Mit diesem Kniff sieht am Ende niemand, wo der Farbwechsel eigentlich stattgefunden hat. Gerade bei meinen Lampenschirmen habe ich das bei jedem Farbwechsel so gehäkelt und dadurch sind keine klassischen Runden zu erkennen. Gut, nich? Hier könnt ihr das hoffentlich im Bild erkennen, was ich meine.

So, und wie ihr euch schon vorstellen könnt, ist es nicht bei einem Glas geblieben. So eine lange Tafel auf dem Campingplatz braucht da ein paar mehr Windlichter. Mir hat besonders gut gefallen, dass durch das dicke Textilgarn die Gläser sehr gut geschützt sind. Die überleben auch mal einen Sturz von der Bierzeltgarnitur und bestimmt auch vom Kinderschreibtisch.

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Na ja, wie die Zinnsoldaten stehen sie nicht gerade. Aber müssen sie ja auch nicht. Auf jeden Fall ist das nicht das letzte Projekt mit Textilgarn. Ich habe da schon ein paar Bollen anrollen lassen. Auch diese Pakete haben gleich eine andere Dimension als „normale“ Wollsendungen. Der Postbote hinter dem Paket war nicht zu erkennen.🙂

Da geht mir doch ein Licht auf

Wer durch den schwedischen Möbelriesen IKEA schlendert, stößt in der Lampenabteilung auf die Kvarna, eine ansich recht unscheinbare, aber praktische Tischleuchte. Ich hatte bereits einen gefilzten Überzug dafür. Der ist mir leider durchs Waschen (muss ja immer alles schön sauber sein🙂 ) total eingelaufen und sah wie ein zu kleiner Pullover an der Lampe aus. Da kam ich auf die Idee: „Man könnte doch auch einen Überzug für die Lampe häkeln.“ Gesagt, getan. Mit vielen Mustern und bunten Garnresten entstand so ein Modell nach dem anderen. Ich war ein bisschen häkelsüchtig und wollte immer noch ein Muster und eine Farbkombi ausprobieren. Leider habe ich keine Bilder während des Häkelns gemacht, ich wollte immer wissen, ob die Farben und Muster gut miteinander harmonieren. Da konnte ich mich nicht mit knipsen aufhalten🙂. Aber das Ergebnis habe ich gern abgelichtet. Weil ich so viele verschiedene Versionen gehäkelt habe, bekommen sie auch gleich noch Namen von mir. Et voilà: Hier die ersten Vertreter der Lampenkollektion „undiversell“.🙂

Darf ich vorstellen: die MEERESBRISE. In Drops Paris gehäkelt, sanfte Farben mit frischen Türkisblau, wie ein milder Tag am Meer.

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Hier unsere EISPRINZESSIN in pastelligen Sorbetfarben, gehäkelt mit dünnerem Baumwollgarn.

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Jetzt kommt unsere ZITRUSFRISCHE. Zitronengelb trifft auf Petrol, Weiß und zartes Rosé. Auch dieser Lampenschirm ist aus normalem Baumwollgarn (LL ca. 120 g/ 50 m) gehäkelt.

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Jetzt kommt unser Modell „SOMMERBLUMEN“. Ich finde die Farben erinnern an Geranien, Petunien in kräftigem Pink gemixt mit Lavendel und Männertreu.

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Farbenfroh geht es weiter mit der Lampe „Pinke Rose“. Ist das nicht perfekt für ein Mädchenzimmer in Rosarot? Wieder aus Drops Paris gehäkelt.

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Jetzt wieder etwas Maritimes. „LEINEN LOS“ für diese Lampe! Gehäkelt in Drops Paris, eines meiner Lieblingsbaumwollgarne. Da das Garn etwas dicker ist, kommt die Struktur sehr schön zur Geltung und eignet sich gerade für etwas gröbere Häkelarbeiten sehr gut.

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Grundsätzlich habe ich bei normalem Baumwollgarn 54 Maschen angeschlagen und bei Drops Paris, das etwas dicker ist, 42 Maschen.  Je nach Wollart und Häkelhaken kann das variieren. Wichtig ist, dass ihr eine durch 6 teilbare Maschenanzahl habt, da die Muster entweder durch 2 oder durch 3 teilbar sind. Hier kommt ein bisschen Mathematik ins Spiel: kleinster gemeinsamer Nenner. Na, wer kann sich noch erinnern?🙂

Der Anfang ist immer gleich. Ich habe eine Reihe halbe Stäbchen gehäkelt, dabei nach der Luftmaschenkette in die 3. LM einstechen und das erste halbe Stäbchen häkeln. Das ist das Grundmuster, dass ich immer wieder zwischen den einzelnen Mustern gehäkelt habe. Nach dem Häkeln der ersten Reihe habe ich 2  weitere LM gehäkelt und die Runde mit einer Kettmasche geschlossen. So entsteht eine kleine Öffnung für das Kabel.  Jetzt immer in Runden arbeiten und nach jeder Runde eine neue Farbe und ein neues Muster nehmen. Ganz fantastische Muster und die Anleitungen dazu habe ich auf dem Blog Schön Stricken gefunden. Laßt euch nicht vom Blognamen irritieren, es sind auch wunderschöne Häkelmuster dabei und bei dem Babydecken-CAL findet ihr so viele schöne Ideen, da könnt ihr aus dem Vollem schöpfen. Egal ob, Muschelmuster, Sternenmuster, Gittermuster, es ist erlaubt, was gefällt. Hier kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen und am besten immer löchrige Muster mit glatten Mustern abwechseln, so scheint das Licht schön durch die Lampe.

Einen Tipp: Die Runden habe ich immer mit einer Kettmasche beendet und den Faden abgeschnitten. Dann 2 Maschen vorher mit der neuen Farbe begonnen und das gewünschte Muster gehäkelt. So sieht man keinen Rundenübergang, da er für jede Reihe woanders ist. Nicht vergessen, dabei die beiden Anfangs-bzw. Endfäden miteinhäkeln. Das macht es einfacher beim Vernähen.

Am Fuß des Lampenüberzuges habe ich aus den Farben des Baumwollgarns eine Schnur geflochten und als Schlaufe festgenäht. Mit einem farblich passenden Knopf erhält man jetzt eine schicke Öffnung für das Kabel.

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Huch, ich habe mich ja noch gar nicht vorgestellt. Ich bin die FRÖHLICHE. Noch bunter als meine Kolleginnen🙂.

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Leider habe ich wieder mal einen kapitalen Fehler gemacht. Ich habe erst alle Lampenüberzüge gehäkelt und dann die Fäden vernäht. Ich saß stundenlang mit meiner Nähnadel und habe meinen Häkeleifer verflucht. Aber jetzt freue ich mich über die verschiedenen Versionen und ich hätte habe Lust noch weitere auszprobieren.

Ein Lämpchen hat seinen Besitzer schon gefunden. In das neue Mädchenzimmer meiner Nichte kommt die „EISPRINZESSIN“. Da passt die aber auch super rein.  Auch das Modell „Sommerblumen“ ist schon zu seinem neuen Besitzer unterwegs. Welche Farbkombi findet ihr schön? Welche Variationen könntet ihr euch noch vorstellen? Ein paar einfarbige werde ich auf jeden Fall noch häkeln.

Verlinkt auf dem Drops Häkelblog, Creadienstag, Handmade on Tuesday und auf Handmade Kultur.

 

 

Sommerzeit ist Tartezeit

Es ist Sommer und eine schier verschwenderische Fülle an Früchten ist reif. Egal, ob man im Supermarkt Pfirsiche, Aprikosen oder Melonen kauft oder im heimischen Garten Erdbeeren, Kirschen oder Himbeeren erntet, man weiß gar nicht, für was man sie zuerst verwerten soll. Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen von sommerlichen Tartes. Inspiriert von Jeannys bezauberenden Blog Zucker, Zimt und Liebe habe ich sowohl Samstag und Sonntag eine Tarte gebacken, die blitzschnell fertig war und dabei so lecker war, dass ich mich fragte, ich ich all die Jahre ohne eine sommerliche Tarte gemacht habe. Bei dem Rezept habe ich etwas abgewandelt, weil ein leckeres Mürbeteigrezept auf dem Blog „Backen macht glücklich“ auch gerade meinen Weg gekreuzt hat. Diese Kombi war einfach gut und daher hier mein persönliches Rezept.

Zutaten:
250 g Mehl
90 g Zucker
125 g Butter
1 Ei
1 Prise Salz
1 Prise Backpulver
50-100 g geriebene Mandeln
1 Eigelb bzw. ein Ei und Zucker zum Bestreuen
Früchte nach Belieben

Zubereitung:
Mehl, Backpulver, Salz, Zucker und klein gewürfelte Butter zu einem Mürbeteig kneten. Das Ei dazugeben und für mindestens eine halbe Stunde in Folie gewickelt in den Kühlschrank geben. Gern auch über Nacht, dann ist es nächsten Tag um so schneller fertig.
Jetzt den Teig auf einem mit Backpapier belegtem Blech ausrollen. Einfach ein Oval, Risse, offene Stellen, je rustikaler, um so besser. (Das liebe ich am meisten an diesem Rezept🙂 !). Jetzt die Mitte mit geriebenen Mandeln bestreuen, die saugen die Flüssigkeit der Früchte auf. Dann die gesäuberten Früchte, in diesem Fall halbierte Aprikosen und Johannesbeeren, verteilen und den Rand der Tarte umklappen. Diesen mit Eigelb bestreichen und mit Zucker bestreuen. Jetzt ca. 40 Minuten bei 170 Grad backen und fertig ist eine goldgelbe Tarte. Schlagsahne dazu ist ein Muß, Vanilleeis kann.

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So, das war die leckere Samstagstarte. Leider blieb nicht ein Stückchen für Sonntag übrig. Ein Sonntag zu Hause ohne Kuchen? Na, ist doch kein Problem! Dann gibt es gleich noch eine neue Variante: dieses Mal mit den leckeren Sauerkirschen, die mein Schwager früh morgens gepflückt hat. Frischer geht es nicht! Gleiches Rezept, andere Früchte. Sieht dann so aus:

Eine kleine Abwandlung gab es dann doch. Dieses Mal habe ich das Eiweiß, das übrig bleibt, mit Zucker zu Baiser geschlagen und noch oben drauf gegeben. War doch blöd, dass Eiweiß einfach so wegzukippen. Diese Variante war ausgesprochen süß und saftig, knusprig sowieso. So richtig was für meine Familie🙂.

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Ja, auch hier durfte die Schlagsahne nicht fehlen. Ein Glück hatte ich 2 Becher davon im Kühlschrank.

Welche Variante könntet ihr euch vorstellen? Lieber Kirschen oder Aprikosen und Johannesbeeren? Oder etwas ganz anderes? Wünsche euch einen guten Start in die Woche.

Ein Fußball zum Aufessen

Ich hoffe, ihr habt alle die Niederlage des deutschen Teams bei der EM 2016 verdaut. Bei uns zu Hause und im Büro herrschte schon ein bisschen gedrückte Stimmung am Freitag und das Entsetzen in Jogis Gesicht am Donnerstag Abend kurz vor Spielende war geradezu erschreckend. Gern hätten wir unsere Mannschaft beim heutigen Finale angefeuert. Aber wir sind bis zum Halbfinale gekommen und können stolz auf den EM-Kader sein. Unser Team hat uns eine wunderbare Zeit beschert, sie haben tolle Spiele abgeliefert und unser Land wieder ein bisschen näher zusammenrücken lassen. Worauf ich besonders stolz bin, sind die Reaktionen im Netz nach dem letzten Spiel. Ganz Deutschland unterstützt unser Team trotz Niederlage und bedankt sich bei unserer Nationalmannschaft für diese EM. Auch wenn ein kleines Sommermärchen zu Ende gegangen ist, bleibt viel Positives zurück. Und hey, Weltmeister sind wir immer noch!

Aber es gibt noch viele andere Fußballgeschichten zu erzählen. Besonders im Nachwuchs engagieren sich Tausende von ehrenamtlichen Trainern und Mannschaftsleitern. So auch in unserem Verein „SG Warnow Papendorf“. Das ganze Schuljahr wird bei Wind und Wetter trainiert, am Wochenende die Jungs angefeuert und auch sonst sich um alles gekümmert. Da müssen die Termine der Punktspiele, die Fahrgemeinschaften, neue Trainingsklamotten usw. usw. koordiniert werden. Das läuft alles nicht von alleine und das alles für höchstens eine winzige Aufwandsentschädigung. Da ist es doch nur recht und billig am Ende des Schuljahres „Danke“ zu sagen für so viel Engagement und investierte Zeit.

Schnell war klar, dass man mit einem schönem Essensgutschein unserem Trainer und Mannschaftsleiter eine Freude machen kann. Dann wurde ich gefragt, ob ich die nicht noch nett verpacken kann. Ja, das mach ich gern! Aber mir fehlte irgendwie die Idee. Gerade für Männer ist das ja nicht so einfach. Es sollte etwas mit Fußball zu tun haben, klar, aber dann verließ mich auch schon die Kreativität. Ich ließ es ein wenig laufen und wartete auf eine Eingebung, die ich letzten Dienstag in Sallys Blog fand. Ein Fußballbrot! Das ist es!

Da Donnerstag das Abschlußfest sein sollte, startete  Mittwoch Abend die Backaktion. Dienstag noch schnell eine backfreudige Kollegin angemorst, ob sie schwarze Lebensmittelfarbe hat. Yes! Brachte sie mir mit, den Rest der Zutaten hatte ich im Haus. Ein Würfel Hefe gehört schon fast zu meiner Grundausstattung im Kühlschrank. Die mag ich übrigens viel lieber als Trockenhefe, die ich eigentlich nie verwende.

Da ich gleich 2 Brote gebacken habe, habe ich das Rezept verdoppelt:

Zutaten für 2 Brote:
1 Würfel Hefe
2 TL Gerstenmalz (Honig wie im Originalrezept geht natürlich auch)
500 ml warmes Wasser
840 g Weizenmehl Typ 550
2 TL Salz
4 EL Sonnenblumenöl
schwarze Lebensmittelfarbe

Mohn, Chiasamen oder Schwarzkümmel
Sesam

Zubereitung:
Hefe, Wasser und Gerstenmalz in einem Messbecher verrühren. Mehl, Öl, Salz und ca. 11 g Mohnsamen in die Rührschüssel geben. Mit dem Knethaken ein paar Minuten zu einem glatten Teig verarbeiten. Falls es noch zu sehr klebt, noch ein bisschen Mehl dazugeben oder wenn er zu fest ist, ein paar Tropfen Wasser dazugeben.

Jetzt den Teig abwiegen. Bei mir waren es 1450 g. Da wir für jedes Fußballbrot 16 Kugeln formen wollen, brauchen wir für 2 Brote 32 Kugeln. D.h. die Gesamtmenge durch 32 teilen. Damit wissen wir, dass jede Kugel ungefähr 45 g wiegen wird. Wir brauchen pro Brot 10 weiße und 5 schwarze Kugeln. Ergo: 5 schwarze Kugeln x 2 Brote = 10 Kugeln a 45 g = 450 g. Genau diese 450 g färben wir jetzt schwarz ein. Natürlich habe ich für diese Rechnungen einen Taschenrechner benutzt. Kopfrechnen schwach!🙂

Nach dem Einfärben den Teig eine halbe Stunde ruhen lassen bis er schön aufgegangen ist. Wenn eure Küche dafür zu kalt ist, stellt den Backofen einfach auf 50 Grad und lasst die Backofentür offen. Die Wärme, die hochsteigt, hilft eurem Teig auf dem Herd auf die Sprünge. Bitte den Teig nicht mit zu viel Wärme vergrätzen, sonst sterben die Hefekulturen ab und euer Teig wird platt wie ’ne Flunder. Meiner sah so aus:
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So, jetzt kommt der Teil, der ein bisschen Zeit braucht. Ihr wiegt jetzt Teigstücke a 45 g ab und rollt sie zu einer Kugel. Danach die weißen Kugeln mit Wasser bestreichen und in den Sesam tunken. Die schwarzen in Mohn, Chiasamen oder Schwarzkümmel wälzen. Dann auf ein mit Backpapier ausgelegtem Blech einen gefetteten Springformring (26 cm) legen und in der Mitte eine schwarze Kugel legen. Rundherum 5 weiße. Dann in die Lücken wieder 5 schwarze und dazwischen immer eine weiße legen.

War das verständlich? Hier gleich noch einmal in einer Tarteform für das 2. Brot:

Sorgt euch nicht, wenn noch Lücken zwischen den einzelnen Kugeln sind. Ihr könnt die Kugeln aber auch gern ein bisschen platt drücken. Dafür die eine Hand für die hellen und die andere Hand für die dunklen Kugeln benutzen, sonst mischen sich die hellen und dunklen Körner. Das wollen wir ja nicht. Die Brote gehen jetzt noch einmal 30 -60 Minuten und dann sieht das schon so aus:

Und da sind die gebackenen Brote:
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Ich finde, sie sehen trotz der schwarzen Lebensmittelfarbe sehr lecker aus. Natürlich kann man die auch weglassen und schwarze Oliven, dunkles Mehl oder Blaubeeren in die dunklen Teigkugeln geben. Ich fand für dieses Projekt aber gerade den Kontrast von hell zu dunkel entscheidend, daher habe ich die E’s in Kauf genommen.

Donnerstag Morgen habe ich dann die abgekühlten Brote verpackt und das sah dann so aus:

Schildchen gebastelt und eine Ecke mit Fußballpapier beklebt. Jetzt in Folie geschlagen, den Gutschein hinten ran geklebt und die Abschlußparty konnte nachmittags starten.

So, und für heute Abend drücke ich Frankreich fest die Daumen. Ich würde mich freuen, wenn sie im eigenen Land Europameister werden. Und für wenn seid Ihr?

 

Küchengarn zweckentfremdet

Am Wochenende wollte ich ein Geschenk noch ein bisschen aufhübschen und umhäkelte erneut ein Teelicht. In buntem Baumwollgarn kennt ihr das ja schon. Ich wollte aber für diesen Fall etwas Neues ausprobieren. Mir fiel mein vielgeliebtes Küchengarn in die Hand und los ging es.

Im ersten Moment war es ein bisschen störrisch und ich musste auf eine größere Nadel wechseln, um überhaupt die Schlaufen durch zu bekommen. Mit einer 3.5 Häkelnadel ging es aber ganz gut und ruckzuck war ein Teelicht umhäkelt. Die ersten Runden sind wieder ein Kreis, den ich flach gehäkelt habe. Das bitte solange bis der Durchmesser des Teelichtes erreicht ist. Dann eine Reihe feste Maschen nur durch das hintere Maschenglied häkeln. Die Runden beende ich immer mit einer Kettmasche. Dann gab es mal wieder mein einfaches Muschelmuster -> *3 Stäbchen, 2 Maschen freilassen*, wiederholen bis die Runde fertig ist. Dann wieder eine Reihe fM und eine Abschlußkante häkeln. Dafür 5 LM und eine fM in die 3. Masche der Vorrunde, die erste LM ist als Hebmasche gedacht, dann *4 LM und in jede 3. Masche eine fM. Ab * wiederholen. Anfangs- und Endfaden vernähen und fertig ist das Teelicht.

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Weil es so Spaß gemacht hat, gleich noch ein Blümchen hinterher. Dafür 5 LM zu einem Kreis schließen. *3 LM, 3 Stäbchen, 3 LM, Kettmasche häkeln, ab * 4 Mal für die Blütenblätter wiederholen.

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Ans Geschenk gebammelt und los ging es mit Picknickkorb zum fröhlichen Räucherfisch-Essen. War echt lecker!

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Und weil heute Dienstag ist, geht es damit ab zum Creadienstag, zu Handmade on Tuesday und weil es so schön ist, gleich noch zu den Dienstagsdingen.

Fußballbegeisterung und Schühchen in Blau

Ich weiß nicht, inwieweit ihr euch für Fußball und die EM in Frankreich interessiert? Ich jedenfalls bin gestern fast gestorben vor Aufregung. Den ganzen Tag hatte ich schon ein mulmiges Gefühl vor der abendlichen Begegnung Deutschland gegen Italien. Und was für ein Krimi sich da abspielte. Ich musste zur Beruhigung häkeln und konnte gar nicht mehr hinschauen zum Fernsehen. Längst hatte ich vor Kälte und Aufregung unsere Leinwand im Carport verlassen, musste aber dann doch wissen wie es ausgeht und bibberte im Wohnzimmer weiter. Na und was für ein Glück haben wir gestern gehabt. Ich bin so froh, dass wir weiter sind. Will ich doch weiter in unserem Carport „die Mannschaft“ feiern!

Mit so viel Fußball im Kopf ist es nicht verwunderlich, dass die folgenden Bilder im heimatlichen Fußballtor aufgenommen wurden. Ich wurde gefragt, ob ich nicht auch Babyschühchen in dunkelblau und weiß häkeln kann. Na, dass mache ich doch gern! Her mit neuen Ideen, Farben und Ausführungen. So entstanden 2 Varianten an Babyschuhen. Zum einen die Slipper, die ich hier schon vorgestellt habe und zum anderen Turnschuhe, die ich schon lange mal häkeln wollte. Eine Anleitung habe ich hier gefunden. Zwar habe ich die Sohle ein bisschen anders gehäkelt, aber so grob habe ich die Anleitung eingehalten.

So und jetzt Bühne frei für den Fußballnachwuchs:

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Ich war selber ganz begeistert von dieser Farbkombi, gehäkelt in meiner geliebten Drops Merino extrafine. Und jetzt die Turnschuhe:

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Gerade ist das Spiel Frankreich gegen Islandmit 5:2 zu Ende gegangen und unser nächster Gegner sind die Franzosen. Na gegen Spieler in Blau haben wir gerade gewonnen, da werden wir es bei den auch oft in Blau spielenden Franzosen hoffentlich auch schaffen. Ein bisschen schade ist es um die „Wundertüte Island“, die bei der diesjährigen EM die Publikumslieblinge sind und mit ihrer Spielfreude alle angesteckt haben. Trotz Niederlage können sie stolz auf das Geleistete sein.

Wie steht es mit eurer Fußballbegeisterung? Könnt Ihr euch dafür auch so erwärmen oder läßt euch das eher kalt? Ich habe mich ja gerade als der totale Fan unserer Nationalmannschaft geoutet. Hatte schon immer ein Faible für internationale Wettbewerbee, egal ob Olympia, EM, WM oder Eurovision Songcontest. Ich mag es einfach, wenn in friedlichen Wettkämpfen der Beste gesucht wird.

Ist das jetzt eigentlich noch ein Häkelbeitrag?🙂 Egal, ab damit zu Häkelliebe.