Ich Clutch Beifall – Abi 2019

Es ist soweit, das Teenagermädchen hat ihr Abizeugnis in der Tasche. 12 Jahre Schule sind für sie vorbei. War nicht gerade Einschulung in der stickigen, völlig überfüllten Aula, wo ich schon beim ersten Lied der Zweitklässler einen Kloß im Hals hatte? Wo ich den schreienden Bruder, der bei seiner großen Schwester sitzen wollte, im Zaum halten musste. Wo ich wie alle anderen Eltern in den blauen Himmel geschaut habe, weil die frisch Eingeschulten Luftballons steigen lassen haben. War es nicht erst gestern, wo ich völlig überwältigt war von der Flut an Glückwünschen und Geschenken zur Einschulung. Wo wir bis Mitternacht auf der Terrasse getanzt haben, weil das Schulkind genauso eine Party haben wollte. Ist doch wirklich noch nicht lange her, wo ich sie das erste Mal in den Schulbus gesetzt habe und mit dem Auto hinterher gefahren bin, ob sie auch gut angekommen ist. Wo ich mir extra den Tag frei genommen habe, um sie wieder vom Hort abzuholen und sie mir entgegen rief: „Mama, ich will aber mit dem Schulbus zurückfahren!“ Wo ich halb beleidigt, aber auch stolz auf mein selbständiges Mädchen das Schulgelände ohne Kind wieder verließ. Ist es wirklich schon so lange her, dass ich sie fragte: „Na, wie war dein Diktat, denkst du, dass du alles richtig hast?“ und sie mit kindlichem Selbstbewusstsein sagte: „Das denke ich nicht nur, das weiß ich.“
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Schnelle Erdbeer-Mascarpone-Torte

Ich bewundere die Kunst des Tortenbauens sehr. Gern schaue ich mir die liebevoll geschichteten und dekorierten Meisterwerke auf Insta an und esse mit Leidenschaft die leckeren Torten meiner Mama. Mir selber fehlen die Geduld, der Ehrgeiz zu derartiger Präzisionsarbeit und auch die Kenntnisse zu Creme, Ganache und Fruchtschichten. Ich denke, dafür braucht man jahrelange Erfahrungen und genügend Zeit für das Projekt Torte. Wenn ich in einem Rezept schon Gelantine lese, bin ich raus. Talentfrei sozusagen. Ich backe lieber schnöde Kuchen und finde, ich muss nicht alles können. Da bin ich ganz entspannt.

Nun gibt es aber Anlässe, wo man nicht einen der üblichen rustikalen Kuchen servieren oder als Gastgeschenk mitbringen möchte. Dann schwinge auch ich den Rührlöffel und kreiere eine Art Torte. Mein Modell ist für Einsteiger und wer ein Rührgerät hat, dem gelingt diese Kreation mit ziemlicher Sicherheit. Na, Lust auf eine schnellen Erdbeer-Mascarpone-Torte? Die Zutaten Erdbeeren und Mascarpone klingen doch lecker, oder?
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Öko?-Logisch! Unsere Bienenwiese

Dieses Jahr haben wir beschlossen auch etwas für die Bienen zu tun. Wir haben auf unseren „Ländereien“ eine Bienenwiese gesät. Wenn wir jetzt aus dem Küchenfenster schauen, sehen wir ein Blütenmeer und ich bin sehr begeistert davon. Praktisch eine Win-Win-Situation. Die Bienen haben Nahrung und wir gute Laune, und sogar ein bisschem mehr Zeit. So eine Bienenwiese ist ziemlich pflegeleicht wie wir festgestellt haben. Erst war sie nur putzige 20 cm hoch. Nach Wärme und Regen haben wir jetzt ein hüfthohes buntes Blumenfeld. Nachhaltigkeit muss also nicht immer mit viel Mühe verbunden sein.
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Eine festliche Suzinka

Es ist wieder Kleiderzeit. Das Wetter ist herrlich und so manch festlicher Anlass im Hause der Melissengeister zwang zu einer Kleiderschrank-Revue. Natürlich hatte Frau Undiversell kein passendes Kleid zur Jugendweihe des Juniors und  so wurde das Pedal der Nähmaschine zum Glühen gebracht. Ich stöbere ja zu gern auf Insta nach Nähideen und die Suzinka von lillestoff fiel mir schon des Öfteren positiv auf. Ich habe in meinem Kleiderschrank eine ähnliche gekaufte Variante und gerade diese Raffung an der Taille hat mir gut gefallen. Also habe ich das Schnittmuster erworben und passenden Stoff gekauft. Den hat Stoff und Stil für mich bereit gehalten und so wanderte er flugs in den Warenkorb. Leider scheint er schon ausverkauft zu sein. Ich konnte ihn unter den Jerseys nicht mehr finden. Es ist ein fließender, leicht glänzender Stoff, der sich mit dem faltenreichen Kleid hervorragend kombinieren lässt. Seht selbst:
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Lunch im Glas mit Belugalinsen – vegetarisch / vegan

War das eine Hitze in der letzten Woche. Selbst der sonst so unterkühlte Norden hatte mittelmeerverdächtige Temperaturen. Am letzten Sonntag war es nur im Pool mit einer gekühlten Weißweinschorle auszuhalten. Bei solchen Temperaturen bin sogar ich geneigt auf mein warmes Mittagessen zu verzichten und auf einen köstlich frischen Salat zurück zu greifen. Abends mag ich sehr gern einen leichten Salat zu meiner Stulle, aber mittags mach ich etwas Warmes. Ist mir sonst zu kalt im Bauch. Deswegen bin ich wohl auch nicht so ein Eisesser. Bin ein Warmesser, ein Warmduscher übrigens auch.

Wie gesagt, „zwangen“ mich die Temperaturen zu einem mittäglichen Salat, der unbedingt ein paar Proteine enthalten muss. Sonst werde ich nicht satt! Auch wenn rohes Gemüse länger im Magen verweilt als gekochtes, ist Eiweiß als Ergänzung wichtig. Schließlich muss ich immer bis abends durchhalten. Ich erinnerte mich an die Idee vom Lunch im Glas, wühlte in meinen Vorräten, fand Belugalinsen und noch ein paar frische Zutaten. Genau das ist es! Aus lecker nussigen Linsen und knackigem Gemüse entstand die perfekte Kombination für eine vegetarische / vegane Köstlichkeit.Lunch_im_Glas_Salat_Linsen02
Die Teenager im Hause brauchten auch ein Mittag und fanden die Idee von einem Lunch im Glas auch gleich überzeugend. So habe ich gleich 3 Gläser vorbereitet. Ich gebe euch das Rezept für eine Person, dann kann es beliebig auf weniger oder mehr Personen angewendet werden. Macht das Rechnen einfacher.
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Zutaten für eine Portion:
ca. 40 g Belugalinsen
2 EL Mais
1-2 Tomaten
1 Stück Gurke (oder eine Minigurke)
4-5 Salatblätter
fürs Dressing:
4 EL Olivenöl
2 EL Weißweinessig
1 TL Honig (alternative Agavendicksaft für die vegane Variante)
1TL Senf
1 EL geschnittenen Dill
Pfeffer, Salz
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Zubereitung:
Grundidee vom Lunch im Glas ist die Vorbereitung des Essens am Vortag oder am Morgen, ohne dass das Ganze zu einer matschigen Pampe mutiert. Man schichtet unten die saftigen Zutaten inklusive Dressing und wird nach oben hin immer luftiger. So bleibt alles frisch und knackig für Stunden und sogar über Nacht. Selbst getestet!

  1. Du kochst die Belugalinsen ca. 25 Minuten weich. Es heißt immer, dass man Linsen nicht mit Salz kochen soll, weil sie sonst nicht weich werden. Diese Theorie wurde an anderer Stelle widerlegt und ich koche Linsen seit Neuestem mit Salz. Sie sind von Vornherein würziger und es klappt ohne Änderung der Kochzeit.
  2. Die Linsen abkühlen lassen oder auch kurz abschrecken. Aus den Zutaten fürs Dressing eine sämige Masse rühren, kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken und auch den Dill dazu geben.
  3. Die Linsen in das Glas füllen und mit dem Dressing übergießen. Jetzt Mais, Gurke und Tomate einschichten. Zum Schluß den gewaschenen Blattsalat klein rupfen und in das Glas geben. Wer jetzt noch ein paar eßbare Blüten hat, kann den Salat noch richtig aufhübschen.
  4. Den Salat im Kühlschrank aufbewahren und nächsten Tag auf einen Teller stülpen. Die Linsen liegen dann oben und das Dressing verteilt sich über dem gesamten Salat. Jetzt einfach nur genießen!

Tja, wenn jetzt noch ein Kollege fragt: „Hast du dein Schneckenterrarium mitgebracht?“, dann sieht dein Salat genauso aus wie bei mir. Er war so lecker, dass ich gleich nächsten Tag noch ein Schneckenterrarium mit auf Arbeit genommen habe. Ich mag dieses leicht süßliche Dressing, die knackigen Belugalinsen und das frische Gemüse.
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Eine fantastische Mischung, die ich mir diesen Sommer nicht zum letzten Mal gemacht habe. Zumal ich bei dem Blattsalat einfach nur vor die Tür gehen brauche und ihn frisch aus dem Garten holen kann. Die Teenager freuen sich auch schon. Muss ja auch sein, wenn Muddi kocht.

Turnbeutel mit gehäkelten Kordeln

Jetzt mal Hände hoch! Wer von euch war ein Turnbeutelvergesser? Also ich bekenne mich schuldig, allerdings war ich mit Hausschlüsseln noch fahrlässiger. Damit habe ich wohl unserer ganzes Wohngebiet versorgt. Aber das ist lange her und wenn ich damals schon so einen schönen Turnbeutel gehabt hätte, wäre dieser samt Schlüssel bestimmt nicht so oft irgendwo liegen geblieben. Ich mag ja diese seit einiger Zeit in Mode gekommenen Turnbeutel, die ganz einfach mit den Kordeln verschlossen werden und lässig auf dem Rücken hängen. Sie lassen designmäßig viel Spielraum und sind easy-peasy zusammengenäht. Sie eignen sich hervorragend als Geschenk für Kinder und Erwachsene, ob verspielt oder schlicht, hier findet jeder seinen Liebling. Ich zeige euch heute eine Mädchenvariante mit kleinen süßen Vogelkäfigen, deren Besonderheit die selbst hergestellten Kordeln sind.
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Strickkleid Daisy und die liebe Zeit

Ach, zur Zeit komme ich gar nicht hinterher mit dem Bloggen. Zig Projekte liegen auf Halde und warten auf der Festplatte auf ihren Auftritt oder sind noch nicht einmal fotografisch verarztet. Wäre bei manchen Werken wirklich schade, wenn die es nicht ins öffentliche Leben schaffen. Daher gibt es diese Woche auch mal 3 Beiträge. Nach meinem WWW-Detox bin ich frisch und ausgeruht und spame euch die Tage ein wenig zu. Dafür gibt es dann hier auch wieder ruhigere Wochen, wo nichts passiert. Versprochen! So ist eben das Leben! Mal rauf, mal runter, mal viel real life, mal viel digitale Welt, mal viele vollendete Ideen, mal viele UFOs.

Mein aktuell fertig gestelltes Strickobjekt war kein UFO, nein, nicht mal ansatzweise. Allerdings werde ich beim Stricken oft jahreszeitenversetzt fertig. Das liegt daran, dass ich oft nur zwischendurch stricke und es liegt noch mehr daran, dass ich die Ribbelkönigin schlechthin bin. Ich stricke, ich ribble, ich stricke, ich ribble und zwar solange bis mir gefällt, was ich da gestrickt habe. So auch bei diesem Projekt. Am Ende habe ich aber ein Frühlingskleid bekommen, dass mir passt und dass ich sehr sehr gern trage. Auch wenn es jetzt temperaturtechnisch schon hochsommerlich zugeht, stelle ich euch mein Frühlingskleid vor. Denn wer jetzt anfängt zu stricken, hat es garantiert zum nächsten Frühjahr fertig. So ist das mit der Zeit. Auf meiner Uhr steht: „Whatever! I’m late anyway“ und unter diesem Motto: Et voila! Strickkleid Daisy:
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Vasen, Teelichter und Wimpelketten aus Jeans – ein Hosenupcycling

Als der Teenagersohn mal wieder eine Jeans beim Pausenfußball zerschreddert hatte, drohte ich ihm an: „Wenn du Jugendweihe hast, mache ich die Deko aus all deinen kaputten Hosen.“ Tja, nun war es soweit. Letztes Wochenende wurde der „Kleine“ in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen, wie es so schön heißt. Natürlich habe ich mein Versprechen eingehalten und die Deko aus seinen alten Hosen genäht. Erstens fand ich die Idee gut zu einer Jungsparty auch etwas jungenhaftere Deko zu basteln und zweitens wurden so alte Jeans wiederverwertet, was den Nachhaltigkeitsgedanken stärkt. Wer braucht denn bitte neue Deko aus Papier oder noch schlimmer Plastik, wenn man die Zutaten bereits zu Hause hat und alte Ressourcen dafür verwenden kann.
Deko_Jeans_Vase_Teelichter_Wimpel_Upcycling01 Weiterlesen

Leg doch mal das Handy weg

Wir sind wieder da von unserem jährlichen Pfingsausflug im Ostseecamp Meschendorf. In den vergangenen Jahren berichtete ich bereits hier und hier und hier darüber. Gemeinsam grillen, lange am Strand spaziergehen, Freundschaften pflegen und einfach mal Zeit und Muse haben. Wir genossen diese Tage mit Sonne, Wind und vielen Gesprächen und gehen gestärkt in den Alltag zurück. Unsere Teenager waren für 3 Tage frei und Erziehung in jeglicher Form wurde auf zu Hause verschoben. Sie durfen zusammen mit ihren Freunden die Eiskasse plündern, zum Basketplatz, wann sie wollten und keiner bestimmte, wann sie ins Bett gehen sollten. Es war herrlich auch wenn die Meinungen zum Erholungseffekt des Wochenendes dazu auseinander gingen. Ich: „Ich habe mich lange nicht mehr so erholt.“ Das Teenagermädchen: „Ich war lange nicht mehr so kaputt.“
Rerik-Meschendorf2019_03 Weiterlesen