Unter’m Hollerbusch

Für diesen Beitrag kam mir ein Lied in den Sinn. Irgendetwas mit „Unter’m Hollerbusch.“ Kurz gegoogelt und da war es:

„Ringel, Ringel, Reihe,
sind der Kinder dreie,
sitzen unterm Hollerbusch,
machen alle: Husch, husch, husch!“

Ja, das war es, was ich kannte! Schöne Erinnerungen sind damit verbunden. Kennt Ihr es auch? Holler oder wie wir eher sagen Holunder kann vielseitig verwendet werden. Egal ob die Blüten oder die Früchte, es ist immer Saison für diesen fantastischen Busch. Während ich als Kind bei Erkältung oft den aromatischen Saft der Holunderbeere zu trinken bekam, genieße ich jetzt oft den Sirup der Blüte in prickelnden Getränken. In Mineralwasser ist es ein erfrischender Durstlöscher und im Sekt schmeckt es einfach super lecker.
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Schon seit Jahren mache ich Holunderblütensirup nach diesem einfachen Rezept. Dieses Jahr waren die Blüten besonders aromatisch, da es bei uns bis letzte Woche sehr trocken war und sich dann das Aroma besonders gut entfaltet.

Hier das Rezept:
10 bis 15 Dolden Holunderblüte
1 Liter Wasser
500 g Zucker (ich nehme immer Rohrohrzucker)
2,5 g Zitronensäure
2 Limetten

Holunderblüten bei sonnigem Wetter abschneiden, so sind sie aromatischer.

Die Blüten von den Stengeln trennen und in eine Schüssel oder Eimer geben. Bitte vorher nicht waschen und nur die Käfer vorsichtig aus den Dolden schütteln. Das Wasser dazugeben und 24 h abgedeckt ziehen lassen.

Jetzt das Wasser durch ein Leinentuch von den Blüten und Schwebstoffen befreien und in einen Topf schütten. Die in Scheiben geschnittenen Limetten, den Zucker und die Zitronensäure zum Holunderblütenwasser dazu geben und aufkochen. Ein paar Minuten sprudelnd aufkochen und in mit kochendem Wasser ausgespülte Flaschen gießen. Verschließen und nach Möglichkeit auf den Kopf stellen. Jetzt braucht der Holundersirup nur abkühlen und kann genossen werden. Dieses Jahr habe ich die Menge vervierfacht, da er die letzten Jahre nicht besonders lang gehalten hat.


Für das Etikett habe ich eine handschriftliche Version eingescannt und vervielfacht. Das könnt ihr auch gern nutzen, wenn ihr noch Holunderblütensirup kochen möchtet. Noch ist Saison und es lohnt sich wirklich.

Holunderetikett

Hier nun die Ausbeute aus 2016, ohne die beiden Flaschen, die schon alle sind und es nicht mal zu einem Etikett gebracht haben:

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Egal, ob quer oder längs, das Etikett kann in jede Richtung genutzt werden.

Ich freue mich sehr über meinen stattlichen Vorrat an Holunderblütensirup. Ja, und jetzt sitze ich unter’m Hollerbusch und genieße 🙂 .

 

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Ein Gedanke zu “Unter’m Hollerbusch

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