Der Apfelmus, aber das Chutney

Also in Mecklenburg heißt das „der Apfelmus“ oder besser noch „der Appelmus“. Sogar der Duden erlaubt uns das. Da steht drin, ich zitiere „das, landschaftlich auch: der Apfelmus“. Tja, und mit landschaftlich sind wir gemeint. In meiner Familie sagt jedenfalls jeder „der“. Irgendwann ist mir das aufgefallen, dass das doch eigentlich „das Apfelmus“ heißen müsste, aber man spricht wie man es gelernt hat. Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm.
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Nun ist dieses Jahr ein Apfeljahr. Schon als wir aus dem Urlaub kamen, lagen ein paar wurmstichige Bioäpfel unter unserem Baum. Da wurde dann erst einmal der Klassiker  gekocht. Da hieß es, schälen, schälen, schälen, rühren, ab in die Gläser. Ein Glück hatte ich wieder genügend Schraubgläser angesammelt. Die habe ich vor dem Befüllen immer gut sterilisiert, und zwar im Backofen. Hier wurden sie mindestens eine halbe Stunde bei 100 Grad keimfrei gemacht. Die Deckel habe ich mit kochendem Wasser übergossen.
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Neben dem normalen Apfelmus habe ich auch ein Apfel-Feigenmus und ein Apfel-Mirabellen-Holunderblütensirupmus gebraut. Für ersteres einfach 4-5 Feigen zu ca. 2 kg Äpfel geben. Das gibt einen milden Geschmack und eine wunderbar rötlich Farbe.

Da neben Äpfeln dieses Jahr auch ganz viele Pflaumen reif wurden, gab es die 3. Variante mit Mirabellen und Holunderblütensirup. 2 kg Äpfel, 1 kg Mirabellen und 200 ml Holunderblütensirup ergaben ein ganz leckeres Mus. Da brauchte man gar keinen Zucker. Den kann man übrigens bei alle 3 Varianten nach Belieben und Säuregrad der Äpfel zugeben.

Dann kam mir noch die Idee, ein Apfel-Zwiebel-Chutney zu kochen. Hier habe ich folgende Zutaten verwendet: 2 kg Äpfel, 3 große Gemüsezwiebeln, 2 TL Salz, 2 Chili, ein Sträußchen aus Thymian, Rosmarin und Lavendel, 2 Lorbeerblätter, ein daumengroßees Stück Ingwer, Essig und Zucker nach Geschmack.IMG_1512
Die Zwiebeln habe ich in 2 EL Zucker karamelisiert. Dann die geschälten Äpfel und die Gewürze dazugeben und weich kochen. Gewürze entfernen und in die sterilisierten Gläser füllen. Zu Gegrilltem und zu Camembert ein Gedicht.

Damit ich alles unterscheiden kann, bekam noch jedes Glas ein Etikett. Jeweils 3 Gläser haben gleich auch noch eine Papierhaube aus Butterbrotpapier bekommen. Hier mein stattlicher Vorrat an Apfelleckereien. Der Winter kann kommen, obwohl ich bezweifele, dass das noch lange hält. Die kleinen Freßraupen lieben Apfelmus in allen Varianten.

Wer auch noch die eine oder andere Variante kochen möchte, kann auch gleich das Etikett nutzen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass einfache Papieretiketten am besten sind. Wenn sie mit Klebestift auf den Gläsern gepappt werden, halten sie gut, lassen sich aber auch gut wieder lösen. Wer kennt nicht das leidige Problem der Aufkleber, die sich einfach nicht entfernen lassen, höchstens breit schmieren. Hier also die Etiketten, made by me.


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Heute gab es auch mal wieder den Apfel-Quarkauflauf, den ich jedes Jahr in der Erntezeit backe. Da kann man auch ordentlich viele Äpfel verarbeiten und lecker ist er allemal.

Was macht ihr aus Äpfeln, habt ihr auch Lieblingsrezepte?

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3 Gedanken zu “Der Apfelmus, aber das Chutney

  1. Wie wunderbar. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Ich liebe Apfelmus und ich liebe Chutneys aller Art. Die kann ich so mit dem Löffel einfach ohne was dazu essen, oder aufs Käsebrot oder oder oder… ♥ Yummy ♥
    Sonnige Sonntagsgrüße, hab es fein heute | Anni

    Gefällt 1 Person

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