3. Sildemower Sonntagsstöberei

Gestern war es nun wieder soweit. Die 3. Sildemower Sonntagsstöberei fand statt. Mit vereinten Kräften stemmten wir mit den Nachbarn unser Hofcafe, Kreativ- und Flohmarkt. Wie wir das beworben haben, konnte man auf Facebook und Instagram verfolgen. Unser Flyer war der gleiche wie vom letzten Jahr. Never change a winning team kann ich da nur sagen. Wie wir die eigene Schrift digitalisiert haben, kannst du hier nachlesen.
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Die Wettervorhersage war hervorragend und so begannen wir unsere Vorbereitungen. Das eigentliche Mammutprojekt war dieses Jahr unsere Brotbackaktion. Die letzten beiden Jahre ging unser selbstgebackenes Roggen-Dinkelbrot aus vollem Korn nur mit Sauerteig angesetzt so gut weg, dass wir dieses Jahr mehr backen wollten. Freitag Abend in jeder Werbepause schredderte ich das Korn und 12 Mal Sauerteig wurde angesetzt.

Aus 3 Abteilungen in meiner Firma organisierte ich mir Kastenbackformen und habe wahrhaftig 20 Stück zusammen bekommen. Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie toll alle mitmachen, wenn man sie nur anspricht. Meine Kollegen waren sehr interessiert an meiner Brotbackorgie und wollten alles ganz genau wissen. Ich verspreche hiermit hoch und heilig, dass ich euch auch Brote als Dankeschön backe. Ihr seid die Besten und danke für die Mithilfe. Ohne euch wäre das Projekt nicht zustande gekommen. Ein guter Freund, der einen Steinofen im Garten hat, hatte mir nämlich angeboten, dort die 20 Brote in 2 Chargen zu backen. Daher brauchte ich die vielen Backformen. Als ich dann die Brotteige fertig hatte und alles im Ofen hatte, kam der gemütliche Teil. Beim Käffchen konnte ich mit meinen Freunden stundenlang in der Sonne sitzen und quatschen. So viel Muse trotz der vielen Vorbereitungen war gold wert. Ein bisschen aufgeregt war ich schon, ob das so klappt. Aber am Ende waren alle Brote gebacken und sahen sehr gut aus. Danke Sirko für 3 Stunden Schwitzen an so einem heißen Sommertag!

Die Schätze für die Kreativecke musste auch noch sortiert werden. Leider haben wir Mäuse auf dem Boden, die sich doch den einen oder anderen Taschenwärmer mit Dinkel gefüllt, schmecken lassen haben. Der Liebste ist ihnen mit meinem Lieblingskäse schon zu Leibe gerückt. Es war trotzdem noch genug da, was an den Stand kann. Pah, wer braucht schon Taschenwärmer bei 30 Grad Sommerhitze.
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2 Neuzugänge waren auch noch dabei. Die Taschen und die Teelichter mit Reliefmaschen werde ich euch bei nächster Gelegenheit noch vorstellen. SnapPap spielt bei beiden Projekten eine Rolle.

Bevor das Hofcafe um 14:00 Uhr seine Tore öffnete, wurde am Vormittag noch Kuchen gebacken. Ich habe mich für 2 Klassiker entschieden: Quarkkuchen und Schneewittchenkuchen. Gute Wahl, denn davon war am Ende nicht ein Stück mehr übrig. Beide habe ich schon vor längerer Zeit hier vorgestellt. Beim Schneewittchenkuchen habe ich meinen Blog als Archiv genutzt und brauchte nicht mehr in meinem Ordner wühlen. Den Quarkkuchen kann ich schon auswendig. Das Schneckchen hat wieder in einer geduldigen 3-Stunden-Aktion Cakepops gebaut. Als ich morgens in die Küche kam, starrten mich 64 kleine Krümelmonster an. Ich finde die Augen wirklich toll, weiß aber nicht, ob ich da reinbeißen könnte. War auch nicht nötig, alle kleinen Monster wurden ohne mein Zutun vertilgt.

Insgesamt war unser Kuchenbuffet wieder ein „Who is who der Backkunst“. Wir hatten so feine, leckere Kuchen, aber schaut selbst. Ob Mohn- oder Erdbeertorte, feinste Käsekuchen oder sahnige Mandarinetorten. Es war wieder eine Schau!

Bewährt hatte sich wieder mal die Beschriftung der Kuchen, so dass jeder gleich wußte, was er da vor sich hat. Schaschlikspieße mit Maskingtape waren eine schnelle Variante dafür.

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Jetzt hieß es nur noch, Tische, Stühle, Wimpelketten, Blümchen und Auflagen auf dem Rasen zu verteilen, damit der Kuchen einen würdigen Rahmen findet. Ein Glück sind die Nachbarn und wir da hervorragend ausgestattet. Beim Wettbewerb „Längste Tafel im Dorf“ wären wir ganz vorn mit dabei. Teilweise mit selbstgenähten Hussen, die beim Wind nicht so rumwehen wie Tischdecken. Kathrin war unsere Blumenfee und hat aus Garten- und Wiesenblumen die tollen Tischsträuße gezaubert. Perfekt für den Anlass. Für eine Hochzeit hätte man es nicht besser machen können.

Bei Tassen sind wir ähnlich gut bestückt wie bei Tischen, aber da kann wohl jeder Haushalt eine heere Anzahl bieten, oder?
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In der Kreativecke tummelten sich alte und neue Gesichter. Yvonne Friedl war schon zum 2. Mal dabei und war wieder begeistert von der Atmosphäre in unserem kleinen Reich. Sie näht ganz fleißig und hat echt süße Sachen angeboten.
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Ein „Neuzugang“ war die Ostsee-Eule. Das Team um Alexander Wachs war so sympathisch und ihre maritimen Wohnaccessoires passten toll in unsere Stöberei. An ihrem Stand war so viel Unterschiedliches zu entdecken. Ein Mobile mit Kraken und Fischen hätte ich sofort gekauft, wenn ich eine Idee gehabt hätte, für wen. Seht ihr es ganz rechts im Bild?
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Den Ankerplatz mag ich auch sehr!

Ein weiteres neues Gesicht war Beatrice Lampe, die wunderschöne selbstgesponnene Wolle verkaufte. Bevor ich auch nur ein Teil von meinem Kreativstand verkauft hatte, war ich schon Besitzerin von 2 wunderschönen blauen Knäul feinster Merinowolle. Da werde ich mir einen schönen Loop oder Schal von stricken. Du findest ihre Produkte im Dawanda-Shop „Wolle, Garn und Fadenzauber“. Ich denke, ich habe die Farbe „Blaustern“ erworben. Die ist soooo schön, ich freue mich sehr darüber.
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IMG_0108Rucksäcke von Mona und Kathrins Bilder bereicherten unsere Kreativecke. Fröhlich bunt ging es da zu.

Ich habe ganz vergessen, den Stand von Heike mit ihren zarten Karten zu fotografieren und meinen Stand habe ich auch nicht abgelichtet. So ist das als Organisator. Man kommt zu nichts. Meine Mama hat uns – glaube ich – fotografiert. Ich werde das Bild nachreichen, wenn ihr wissen wollt, wie es bei uns aussah.

Die Brote wurde alle fein eingepackt und verkauft. So waren sie vor Wind und Sonne geschützt und konnten so wie sie waren in die Tasche gepackt werden. Ganz praktisch und ein bewährtes Verfahren in den 3 Jahren. Hier geht ein Dankeschön an Ulrike, die meine ganzen 24 Brote eingepackt hat. Das hätte ich gar nicht mehr geschafft.
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Es war wirklich schön zu sehen, wie die Leute sich begegneten. Da wurde bei Beatrice stricken gelernt, an den Ständen geschwatzt und sich über kreative Dinge unterhalten.

Im Hofcafe wurde natürlich Kuchen gegessen, der reichlich vorhanden war. Wir hatten zwischendurch schon Angst, dass wir darauf sitzen bleiben werden, aber das war unbegründet. Ich habe heute noch ein gemischtes Blech mit auf Arbeit genommen und das war es dann auch.
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Insgesamt war es wieder eine sehr gelungene Veranstaltung trotz der vielen Arbeit. Ich kann immer nur wieder davon schwärmen, wie viele freundliche und aufgeschlossene Gesichter ich in unserer Stichstraße gesehen habe. Es sind wirklich die Begegnungen mit den Menschen, die das Leben lebenswert machen (Guy de Maupassant). Ein Spruch der perfekt zu unserem Event passt.

Verlinkt mit #Sonntagsglück no. 24 und weil ich trotz der vielen Rackerei am Wochenende heute beschwingt zur Arbeit gegangen bin, schau ich auch gleich noch bei den Montagsfreuden vorbei.

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10 Gedanken zu “3. Sildemower Sonntagsstöberei

  1. Liebe Undine,

    es war ein wundervoller Nachmittag und hat irre viel Spaß gemacht! So viele nette Menschen und lustige Gespräche; die Kinder, die das Spinnrad interessierte und sogar die Männer amüsierten sich: „Die Frau spinnt… ;-)“ Alle waren so gut gelaunt und unterhielten sich, trugen ihre neuen Schätze davon und verdrückten große Kuchenstücke.

    Ich muss auch unbedingt noch die Blogs der anderen Aussteller besuchen. Vor allem aber eines: Ein ganz großes Dankeschön für die super Vorbereitung und viele Arbeit!

    Herzlichst Deine Beatrice & Rebecca

    Gefällt 2 Personen

    1. Dankeschön! Es hat mir auch sehr viel Spaß mit euch gemacht. Ihr wart eine wirkliche Bereicherung für den Markt und habt mit eurer guten Laune zum Gelingen beigetragen. Vielen lieben Dank und wir bleiben in Kontakt, ja? Liebe Grüße Undine

      Gefällt mir

  2. Soooo tolle Sachen, liebe Undine! Da hätte ich gern mitgestöbert und anschließend ein bisschen Kuchen genascht. Schneewittchenkuchen kenne ich gar nicht. Ist das ne Bildungslücke?

    Wenn alles gut geht und das Wetter mitspielt, sind wir ab Donnerstagabend mit dem elbkind für ein paar Tage in Rostock / Hohe Düne. Kommt uns doch mal an Bord besuchen, wenn Ihr Zeit und Lust habt!

    Liebe Grüße, Martina

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo liebe Martina, Schneewittchenkuchen ist auch als Donauwelle bekannt. Vielleicht kannst du mit dem Begriff mehr anfangen. Ihr seid in Rostock, wie toll! Ich schau mal, was so anliegt am Wochenende und melde mich, ja? LG Undine

      Gefällt 1 Person

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