Rosenkohl-Möhren-Curry mit Granatapfelkernen – kein Familienrezept

Heute mal wieder ein Beitrag aus der „Ich probiere etwas Neues“ – Küche. Marlies vom Blog Homestead notes hatte ein Rezept veröffentlicht, dass mich gleich inspirierte – ein leckeres Rosenkohl-Curry. Am Wochenende in den Supermarkt gestapft und glückerweise gab es schon Rosenkohl. Hatte gedacht, es ist noch zu früh dafür, aber so konnte gleich die Idee verwirklicht werden. In ihrem Rezept hat Marlies Süßkartoffeln verwendet. Die blieben bei mir irgendwie im Supermarkt. Aber da die Möhren eh weg mussten, wurde aus Süßkartoffeln knackiges Wurzelgemüse. Es geht doch nichts über das Improvisieren beim Kochen.
Rosenkohl-Möhren-Curry01
Die Kinder fragten wie immer schon am Frühstückstisch erwartungsfroh, was es denn zum Mittag gibt. Als ich sagte: „Es gibt Rosenkohl-Curry…“ und das Ganze noch ergänzte: „…mit Kokosmilch.“ starrte mich mein Sohn entsetzt an und fragte: „Was haben wir dir getan?“ Er mag nämlich keinen Rosenkohl und das Teenager-Mädchen keine Kokosmilch. Ich beruhigte ihn damit, dass er den Rosenkohl ja rauspulen kann und seine Schwester das Putencurry mit Kokosmilch ja auch ganz lecker findet. Ich dachte, es macht vielleicht mal Sinn, Rosenkohl anders zu kredenzen. Überzeugen konnte ich ihn dann doch nur noch mit der Tatsache, dass ich auch noch selbstgekochten Milchreis mit Apfelmus servieren werde. Ja, das machte es ihm dann doch leichter in den Vormittag zu starten. Jetzt aber zum Rezept.

Zutaten für 4 Personen:
2 rote Zwiebeln
1 kg Rosenkohl
1 kg Möhren
1 Dose Kokosmilch
1 Banane
Ingwer
1/2 Glas rote Curypaste
Salz, Pfeffer
Persilie
1 Granatapfel
Kokosfett

Die Banane war wieder mal ein Relikt aus besseren Tagen und da ich hier den Tipp bekommen hatte, dass überreife Bananen für ein Curry gut wären, wurde das gleich mal ausprobiert.
Rosenkohl-Möhren-Curry06
Jetzt heißt es Gemüse putzen, Zwiebeln kleinschneiden und in Kokosfett anbraten. Gemüse dazu geben und auch anschwitzen. Mit etwas Wasser und der Kokosmilch auffüllen, mit Pfeffer, Salz und ca. 2 Teelöffel rote Curry Paste würzen. Deckel drauf und ca. 20 Minuten vor sich hin köcheln lassen. Ich habe dem Rosenkohl etwas Vorsprung gelassen und ihn zuerst angeschwitzt, damit er gleichzeitig mit den Möhren gar ist. Jetzt hast du ein wenig Zeit dich dem Granatapfel-Massaker zu widmen. Marlies hat in ihrem Beitrag auch schon sehr gut beschrieben, dass es eigentlich keine gute Methode gibt, die Kerne aus der Frucht zu lösen. Augen zu, durch und hinterher alles abwischen! ist wohl die beste Möglichkeit. Aber lecker sieht es schon aus, oder?
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Zum Schluß noch die Banane mit etwas Soße pürieren, ins Curry geben,  Petersilie dazu und schon kann es losgehen.

Curry auffüllen, mit Granatapfelkernen bestreuen und genießen.
Rosenkohl-Möhren-Curry10
Soll ich euch etwas sagen? Dieses Essen ist so gnadenlos durchgefallen wie schon lange kein Koch-Experiment. Es hatte wirklich jeder etwas auszusetzen. Sohnemann, den Tränen nahe, schmeckten nicht einmal die Möhren, die Tochter fand die Banane im Curry zu streng und der Liebste die Granatapfelkerne zu sauer. Ohne sie fand er das Essen aber lecker. Immerhin! Ja, so etwas muss auch mal gesagt werden. Da kann man die Welt noch so positiv sehen, hier gab es keine Gnade. Sorry, liebe Marlies, aber als Famlienrezept wird dein Rosenkohl-Curry bei uns leider nicht eingeführt werden. Warum ich das Rezept trotzdem veröffentliche? Weil ICH es ganz schön gut fand und ich bin mir sicher, dass ich bei euch auch Liebhaber für dieses vegane Herbst-Winter-Rezept finde. Es ist schnell gekocht und gut vorzubereiten. Schmeckt auch aufgewärmt einfach köstlich. Guckt doch mal! Sieht das nicht oberlecker aus? Allein schon die Farben!
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Ein glückliches Ende nahm diese Geschichte aber dennoch. Ich hatte noch meinen Joker, den ich aus dem Hut zaubern konnte. Et voila, hier ist der Milchreis mit Apfelmus. Da wurde sich aber ein ordentlicher Berg aufgefüllt. Ein Glück, der Tag war gerettet.
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Ich könnte mir vorstellen, das Ganze nächstes Mal ohne Banane und Rosenkohl, sondern mit Spitzkohl zu kochen. Aber erst einmal muss Gras über die Sache wachsen. Wann habt ihr das letzte Mal eure Familie / Kinder mit einem Kochexperiment vergrätzt? Ihr wißt ja, ich bin neugierig und freue mich auf eure Geschichten.

 

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15 Gedanken zu “Rosenkohl-Möhren-Curry mit Granatapfelkernen – kein Familienrezept

  1. Hallo Undine…danke für den Beitrag…gestehe aber, dass ich kein Rosenkohlfan bin…gab es bei uns zu Hause nie….mit Curry auch nicht so vorstellbar…muß ich mal gucken, ob es da noch andere Rezepte gibt. Immerhin kenne ich das Padre Pio und da gibt es bei den Antipasti Rote Beete.
    LG Schurrmurr

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  2. Sehr sympathisch, dass Du so ehrlich bist, liebe Undine. 😉 Hauptsache es hat wenigstens Dir geschmeckt! Ich finde, irgendwie klingt die Gemüse-Obst-Kombi dieses Rezepts recht abenteuerlich und kann mir so wie Du gut vorstellen, dass Wirsing- oder Spitzkohl besser mit den übrigen Ingredienzen harmoniert. Rosenkohl finde ich eher als Auflauf lecker.

    Liebe Grüße, Martina

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  3. Hallo Undine, ich liebe Rosenkohl – in allen Varianten – aber ich bin kein Wurzelfan… Die Farben sind jedoch der Hammer! Sieht absolut toll aus. So richtig durchgefallen bin ich glücklicherweise noch nie mit einem Kochexperiement. Mein Mitesser ist da aber auch sehr moderat, es gibt höchstens mal ein „das brauchst Du nicht wieder machen…“ Na ja…

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  4. Das tut mir ja nun leid, aber bekanntlich sind die Geschmäcker verschieden und Kinder haben da sicher noch Ihren ganz besonderen. Aber eins zu Deinem Rezept, ich mag z.B. So gut wie keine fertigen Curry-Pasten, an mein Rezept kommt ein Thai-Curry-Pulver, was recht mild ist aber trotzdem ein großes Spektrum an sehr leckeren Gewürzen beinhaltet, es ist orange. Die Banane kann ich mir in meinem Curry auch nicht so vorstellen, obwohl ich ans Kürbis-Curry auch Banane zugebe. Aber jeder, wie er mag.
    Lieben Gruß Marlies

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      1. Ich hatte früher mal Pasten ausprobiert, die mir nicht geschmeckt haben, dann bin ich bei meinen geliebten Curry-Pulver Thai und Madras hängengeblieben, aber sicher lag das auch an der Marke, das ist ja immer sehr unterschiedlich, ich werde bestimmt mal Wiedereinstieg testen.
        Lieben Sonntagsgruß Marlies

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  5. Die Farbe ist klasse, das stimmt! Aber vor der Kombination hatte ich schon beim Lesen der Zutaten höchsten Respekt. Rosenkohl geht bei uns in der Familie gar nicht, nur ich mag ihn, am liebsten aber pur bzw. mit ein paar Zwiebeln in der Pfanne angeschwenkt. Ich finde es mutig, das Rezept zu probieren und toll, dass du so ehrlich darüber berichtet hast. Die Frage deines Sohnes, was die Kinder dir getan hätten, ist großartig. Kindermund! ♥

    Fröhliche Grüße

    Anni

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