Langos – eine Weihnachtsmarktleckerei

So, jetzt ist sie da: die Weihnachtszeit! Ich hoffe, ihr hattet einen guten Start in den Advent. Bei uns hat es heute Morgen sogar geschneit. Da kam man gleich in Weihnachtslaune. Also Kisten vom Boden gezerrt und die Bude dekoriert. Ich habe mittlerweile so viel in meinem Fundus, dass ich dieses Jahr gar nichts gekauft habe und trotzdem erstrahlt jetzt alles in weihnachtlichem Glanz. Selbst Kerzen waren noch reichlich da. Noch ein paar Accessoires aus dem Garten geholt, Deko verteilt, Kamin an und rein in die Gemütlichkeit.

Eine Leckerei gehört bei uns unbedingt in die Vorweihnachtszeit. Langos essen wir jedes Mal auf dem Weihnachtsmakt. Wenn aber das Wetter so gruselig ist, dass wir doch lieber vor dem Kamin hocken bleiben, muss Langos eben zu uns nach Hause kommen. Schwer zu machen ist das wirklich nicht. Und nein, die Ausrede, ich kann das nicht mit dem Hefeteig, gilt nicht. Das höre ich nämlich des Öfteren und ich muss regelmäßig Überzeugungsarbeit leisten, dass es nur auf die Temperatur ankommt und ansonsten ist Hefeteig echt einfach.

Zutaten für 4 Personen:
400 g Dinkelmehl
1/2 Würfel frische Hefe
1 TL Zucker
1/4 L Milch
1/2 TL Salz
1/2 L neutrales ÖL (Sonnenblumen, Raps)
200 g Schmand
6 Tomaten
1 Bund Lauchzwiebeln
2 x Mozarella
Salz, Pfeffer
Langos_01Zubereitung:
Die Hefe in dem Teelöffel Zucker auflösen. Die Milch LAUWARM erwärmen, auf keinen Fall zu heiß, sonst sterben die Hefepilze und der Teig geht nicht auf. Zusammen mit Dinkelmehl, Salz, Hefe-Zucker-Gemisch in eine Schüssel geben und mit der Hand oder dem Knetwerk deiner Küchenmaschine verkneten. Ich mache das immer mit der Hand. An einen warmen Platz für ca. 1 h gehen lassen. Ich stelle dazu eine Herdplatte kurz an und wieder aus, stelle die Schüssel auf eine Korkplatte auf die Herdplatte und bedecke die Schüssel mit einem Tuch. Zugluft mag der Hefeteig auch nicht so gern. Na ja, so eine kleine Diva ist er schon, aber bei gefühlvoller Behandlung ist er handzahm und sehr dankbar.

Den aufgegangenen Teig in 6-7 Kugeln formen und mit Mehl zu Fladen ausrollen. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fladen 2-3 Minuten auf jeder Seite goldgelb ausbacken. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
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Während des Ausbackens Tomaten, Lauchzwiebeln und Mozarella in Scheiben schneiden. Wer genau hinschaut, sieht, dass ich Hilfe hatte. Ja, Hunger ist eben doch immer noch der beste Koch.

Dann kann es auch schon losgehen. Den Fladen mit Schmand bestreichen, Tomaten, Lauchzwiebeln und Mozarella drauf geben, mit Pfeffer und Salz bestreuen. Fertig ist die Weihnachtsmarktleckerei am heimischen Küchentisch. Es ist einfach genauso fantastisch wie auf dem Markt, nur ohne steifgefrorene Finger und Schneeregen im Gesicht.
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Ich glaub, ich nehme gleich noch einen Happen. Besteck braucht man genauso wenig wie auf dem Weihnachtsmarkt für Langos.
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Natürlich kannst du Langos auch mit anderen Zutaten belegen, Reibekäse ist da auch ein Klassiker und ein bisschen Knoblauchcreme könnte ich mir auch gut vorstellen. Was wäre dein Lieblingslangos? Schreib mir gern dazu etwas in die Kommentare.

Weil das heute so ein toller Auftakt in die Adventszeit ist und ich mich auf weitere schöne Adventssonntage freue, husch ich gleich noch rüber zum #Sonntagsglück von Soulsister meets friends. Da geht es heute auch um die Adventszeit.

8 Gedanken zu “Langos – eine Weihnachtsmarktleckerei

  1. oooohhh lecker! Mit Schmand und Knoblauch reicht mir das vollkommen. Ich kenne Langos eingentlich aus dem Sommerurlaub. Denn in Kroatien gab es an einigen Strandbuden dieses herrliche Gebäck in allen Variationen. Meine Tochter mag es übrigens am liebsten mit Nutella :)
    Ansonsten gibt es hier bei uns in Franken die „Knieküchla“ – die sind sehr sehr ähnlich. Man isst sie allerdings mit Puderzucker.
    Liebe Grüße
    vonKarin

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  2. Das sieht sehr lecker und appetitlich aus, liebe Undine. Ich kannte Langos bisher noch gar nicht, aber bei undiversell kann man ja immer was dazulernen (meine Mutter würde jetzt sagen: mir fehlen noch einige Bildungslücken 😄). Kommt jedenfalls gleich auf meine „muss-ich-unbedingt-mal-ausprobieren-Liste“. 😳

    Liebe Grüße, und starte gut in die neue Woche!

    Martina

    Gefällt 1 Person

  3. Oh Undine, ein Rezept ohne Ei! Wie toll, das kann ich dann tatsächlich mal für meinen „Kleinen“ machen. Vielen Dank für das Rezept und Euch eine wunderschöne Adventszeit. Ganz liebe Grüße, Dorett

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  4. Yummy. Langos esse ich auch gerne, wenn wir auf Märkten sind. Zuhause habe ich sie noch nie gemacht, weil das eine „so fettige Angelegenheit“ ist, alles verspritzt wird und die ganze Bude nach Fritteuse riecht. ;-) Aber jetzt, wo ich dein Rezept lese, könnte ich glatt schwach werden… :-P

    Gefällt 1 Person

    1. So ganz unrecht hast du nicht mit der fettigen Angelegenheit! Aber da man ein Langos nur kurz von jeder Seite brät, geht das noch. Eierkuchen sind schlimmer. Da muss man ja einen ganzen Berg besten. 🤗 LG Undine

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