Einkauf ohne Plastiktüten

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So, neues Jahr, neues Glück! Zeit für gute Vorsätze und bei denen soll es nicht bleiben. Nachhaltigkeit und Plastikvermeidung war sogar Thema auf unserer Silvesterparty. Das hat mich animiert, gleich zu Anfang des Jahres ein lang gehegtes Vorhaben endlich zu realisieren. Schon lange habe ich selbstgenähte Beutel und Netze in meiner Handtasche. Die zücke ich bei jeder Gelegenheit und da ich fast immer mit einer Handtasche / Rucksack unterwegs bin, bin ich praktisch immer vorbereitet.

Wo ich etwas liederlich war, war die Frage, wie packe ich Obst und Gemüse plastikfrei ein. Oft habe ich die Paprikaschoten oder Birnen ohne Plastiktüten abgewogen und so in den Korb gelegt. Das ist zwar möglich, aber ein bisschen umständlich und spätestens bei Nüssen oder losen Pilzen funktioniert diese Methode dann doch nicht so gut. Aber jetzt bin ich auch da vorbereitet und habe aus dünnem Baumwollstoff Beutel genäht.
Gemüsebeutel-noplastic11Ich habe sogenanntes Käseleinen verwendet. Das ist schön leicht, fast durchsichtig und besteht aus 100 % Baumwolle, also plastikfrei. Ich habe den Stoff, der 110 cm breit ist, einmal in 3 Teile mit ca. 36 cm Breite x 35 cm Höhe zugeschnitten. Den 2. Schwung habe ich durch 4 geteilt und mit ca 27,5 cm x 30 cm zugeschnitten. So habe ich mit 65 cm Stoff das Maximum herausgeholt, da ich keinen Verschnitt hatte und habe 7 Beutel daraus bekommen. Das dürfte für einen durchschnittlichen Wochenendeinkauf genügen.

Weiterhin habe ich aus SnapPap ein Schild in Etikettengröße (5 x 6 cm) ausgeschnitten und auf den Beutel genäht. Hier können die Klebeetiketten des Supermarktes aufgeklebt werden und der doch etwas zarte Stoff wird durch das Abreißen nicht belastet.  Beim Nähen der Seiten habe ich die Technik der französischen Nähte angewandt. Ihr näht den Beutel erst von außen (Stoff links auf links), wendet dann den Beutel, bügelt die Kante und näht dann wie gewohnt den Stoff rechts auf rechts. Eine gute Anleitung habe ich hier gefunden.

Jetzt freue ich mich auf den Einkauf mit meinen neuen Beuteln und hoffe, dass die Verkäuferinnen sie auch gut finden. Einen Beutel habe ich übrigens mit einem Minikam-Snap ausgestattet. Denkt an die Nüsse und so. Mal schauen, ob das bei einem so ausreicht. Ein Beutel hat noch ein Bindeband bekommen, so haben alle Beutel darin ein Zuhause.

Noch ein Wort zu dem Gewicht. Die Beutel wiegen 11 bzw. 15 Gramm. Abgesehen davon, dass man die Ware ohne Beutel wiegen kann, ist das Gewicht dann doch verschmerzbar oder was sagt ihr?

Und wie es der Zufall will, hat Katrin vom Blog Soulsister meet friends auch das Thema weniger ist mehr für heute gewählt. Da bin ich doch gern dabei, weil das Thema Nachhaltigkeit auch bei mir in diesem Jahr mehr Raum einnehmen wird. Besuch doch auch meine Linkparty Öko?-Logisch! Freue mich auf deine Ideen und Posts dazu!Ökologisch-Button-Linkparty-Nachhaltigkeit1

Verlinkt mit EiNaB und Nix Plastik.

19 Gedanken zu “Einkauf ohne Plastiktüten

  1. Lustig, bei uns und unseren Gästen kam das Thema an Silvester auch auf den Tisch.

    Ich kaufe – wie Du – ganz umweltbewusst schon eine gefühlte Ewigkeit nur mit Einkaufskorb und-taschen ein. Als ich letztens in der Obst- und Gemüseabteilung meines Supermarktes Mehrwegbeutel (2er-Packs) zum Abwiegen entdeckt habe, hab‘ ich sofort zugeschlagen. Aber die sind natürlich längst nicht so klasse wie Deine! 🤗

    Ich finde es eine schöne Idee, die Beutel selbst zu nähen und sie nach Gebrauch sogar ineinander verstauen zu können – da fällt es dann gar nicht schwer, die guten Vorsätze in die Tat umzusetzen. 👍🏼

    Liebe Grüße, Martina

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    1. Liebe Martina, es muss ja nicht selbstgenäht sein. Hauptsache, man tut etwas gegen all diese Umweltverschmutzung. Interessant, dass das immer mehr Thema wird. Gerade die jungen Leute, die alles haben, sind sehr umweltbewusst und denken über das Thema nach. Find ich gut. LG Undine

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  2. Klasse Sache 😊 die Nachhaltigkeit zum Thema einer Linkparty zu machen, da bin ich gern dabei.
    Käseleinen kannte ich nicht…toll, man lernt immer was neues dazu. Feines Material! Gefällt mir gut!
    Ganz liebe Grüße und fühl dich lieb umärmelt
    Gabi

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  3. Moin Undine, hierzu muss ich ja gleich mal eine kleine Geschichte beisteuern. So mitgehört am türkischen Spezialitätenstand letzten Samstag auf dem Markt: Auf dem Tresen stand schon ein Schraubverschlussglas mit einem Dip drin. Dann bestellte die Kundin zwei Blätterteigstangen und hielt dem Verkäufer einen Baumwollbeutel hin. Der zögerte und wollte die Stangen erst in eine Plastiktüte stecken. „Nein, bitte so in den Beutel“, insistierte die Kundin. Man sah dem Verkäufer regelrecht an, wie er sich überwinden musste, die Stangen so in den Beutel zu stecken. Die Kundin zahlte und der Verkäufer wollte ihr noch etwas Gutes tun. Er stellte ihr einen weiteren Dip zum Probieren hin. Im Plastikschälchen. Nun zögerte sie, nahm es aber doch und sagte etwas frustriert: „Dann bring ich den nächste Woche zurück“. Tja, alles nicht so einfach… Ach ja, tolle Idee Deine Beutel. Vor allem der Preisschildhalter ist klasse! LG Ulrike

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  4. Liebe Undine,

    ich kämpfe in Sachen Einkaufstasche/Einkaufskorb in der Familie oft noch ein bisschen gegen Windmühlen. Aber ich freue mich, dass mein Mann inzwischen nun regelmäßig den Einkaufskorb mit in den Supermarkt nimmt und somit die Flut an Plastiktüten deutlich eingedämmt wurde. Ich würde ihm ja gerne noch kleine Säckchen für das lose Obst/Gemüse mitgeben, ob für den Einkauf im Supermarkt oder für den Obst-/Gemüsehändler um die Ecke, aber ich glaube, dazu kann ich ihn (noch) nicht überreden. Wobei er glücklicherweise auch schon versucht, möglichst ohne diese kleinen Plastikbeutel auszukommen (die nehme ich eher gerne, da ich sie im Badezimmer-Mülleimer als Müllbeutel weiterverwende).

    Alles zu seiner Zeit oder eben mit der Zeit. Es wird.

    Jetzt gucke ich mal bei der Linkparty vorbei, die mir bislang entgangen war… Diese Woche war einfach zu wenig Zeit und Muße für Bloglesereien, aber auch hier gilt – alles zu seiner Zeit und mit der Zeit… ;-)

    Herzensgrüße und schönen Sonntag

    Anni

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    1. Liebe Anni, ja es ist manchmal nicht einfach, liebgewonnene Gewohnheiten abzulegen. Aber jeder Schritt hilft. Auch Kleinigkeiten zählen. Die Weiterverwendung der Plastebeutel ist ja auch schon ein Minischritt. Ich arbeite allerdings schon daran, diese Müllbeutel aus Plastik zu ersetzen. Das muss doch auch anders gehen. LG Undine

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      1. Die Lösung für den Badezimmermülleimer ist eigentlich ganz einfach – Plastiktüte weglassen. Einmal nach dem Leeren ausspülen, fertig.

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      2. Liebe Ulrike, da hast du eigentlich Recht, aber es ist schon hygienischer mit Beutel. Ich überlege schon wie ich da eine Lösung finde. Vielleicht fällt mir da noch etwas ein. LG Undine

        Liken

  5. Noch ein P.S. Die Idee mit dem SnapPap-Etikett ist klasse. Ich habe ja vor langer Zeit so kleine Beutel aus ausrangierten Vorhängen genäht. Die Beutel werden hier als Wäschesäckchen genutzt, sie wären aber perfekt für Obst/Gemüse… Du hast mich echt angefixt, ich werde der Idee weiter nachgehen und mal schauen, was die im Supermarkt/beim Gemüsehändler dazu sagen. Ich werde berichten.

    So, Grüße nochmals und dann sollte ich endlich mal loslegen mit meinen Tagwerk heute… :-)

    Anni

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  6. Ich kaufe Gemüse gerne auf dem Wochenmarkt ein, für die Händler ist es kein Problem das Gemüse direkt in meine Baumwollbeutel und Netze zu stecken. Wenn ich im Supermarkt doch mal Plastikbeutel brauche, z.B. wenn ich meine Netze vergessen habe, verwende ich die Plastiktüten als Müllbeutel im Bad weiter.
    viele Grüße Margot

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