Veganes Belugalinsen-Curry

Ich werde nie der perfekte Foodblogger, der nach Redaktionsplan einkauft, kocht und bloggt. Ich habe meistens eine Grundidee und koche dann munter drauf los. Oft schreibe ich mir die Zutaten noch schnell nebenbei auf, so dass wenigstens die Mengenverhältnisse einigermaßen stimmen und ein Nachkochen überhaupt möglich machen. Im Grunde meines Herzens bin ich die Improvisateurin schlechthin. Deswegen fällt es mir auch unheimlich schwer, einen perfekten Einkaufszettel für den Liebsten zu schreiben. Ich würde im Supermarkt noch die eine oder andere Zutat dazu nehmen oder weglassen. Je nachdem, was gerade gut aussieht und was gerade meiner Kreativität entspringt. Aber froh bin ich doch, dass ich die Buckelei von Lebensmitteln oft outsorcen kann.

Nun trug es sich zu, dass unsere wöchentliche Besprechung, was wir am Wochenende so essen wollen, diese Woche etwas mager ausfiel. Wir hatten alle nicht viel Zeit und Nerv, uns um das Essen zu kümmern. Ich war beim Sport und rief den Kids nur zu: „Macht euch mal Gedanken, was ihr essen wollt.“ Ergebnis der internen Runden war, dass sie eine vegetarische Suppe wollen. Na, super! Das ist natürlich richtig konkret und Zutaten fielen mir dazu natürlich auch nicht ein. Ich schrieb Möhren, Sellerie und Porree auf den Einkaufszettel. Alles andere wird sich schon finden.

 

Und es fand sich so einiges in den Vorräten im Hause Undiversell. Erst wollte ich klassische Kartoffelsuppe kochen, aber dann fielen mir Belugalinsen in die Hände. Damit lässt sich doch auch etwas anfangen, oder? Kurz gegoogelt, welches Gericht in Frage kommt, wie lange die Linsen kochen müssen und los ging es. Heraus kam ein ganz fantastisches veganes Belugalinsen-Curry, dass das nussige Aroma der Hauptzutat unterstrich und mit leichter Schärfe genau das Richtige in der doch noch etwas frischen Jahreszeit war.

Zutaten:
3 EL Kokosöl oder Rapsöl
daumengroßes Stück Ingwer
2 Knoblauchzehen
1 Gemüsezwiebel
1/2 Stange Porree
1/8 Stück Sellerie
2 Teelöffel rote Currypaste
600 g Belugalinsen
2 Dosen Pizzatomaten
1 Dose Kokosmilch
1 Bund Möhren
1 Dose Mais
Pfeffer, Salz
Petersilie
Belugalinsen_Curry03
Zubereitung:
Ingwer, Knoblauch und Zwiebel schälen, kleinschneiden und in Öl anbraten, die Currypaste dazu geben und mitanbraten. Wer es schärfer mag, kann auch ein bisschen mehr nehmen. Dann den Sellerie und Porree ebenso vorbereiten und mitanbraten. Die Linsen zusammen mit ca. einem Liter Wasser, den Tomaten und der Kokosmilch zum Kochen bringen. Insgesamt brauchen die Linsen ca. 30 Minuten um gar zu werden. In der Zwischenzeit die Möhren putzen, schnippeln und in die Suppe geben, so dass alles gleichzeitig gar ist. Ganz zum Schluss habe ich noch spontan eine Büchse Mais dazu getan. Ich könnte mir in der Suppe auch Fenchel ganz lecker vorstellen. Das mache ich beim nächsten Mal. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer würzen und mit Petersilie bestreuen. Es heißt, dass Salzen die Kochzeit der Linsen verlängert. Die Energie können wir uns doch sparen, oder? Jetzt aber schnell Tisch decken und ran an die Schüsseln. Wer mag, kann noch ein paar Spritzer Zitrone über den Teller geben. So ein bisschen Saures tut Linsengerichten doch immer ganz gut.
Belugalinsen_Curry04
So entstand aus den „gefundenen“ Zutaten ein leckeres Gericht und Belugalinsen stehen schon jetzt wieder auf der Einkaufsliste. Echt lecker! Das Gericht reicht übrigens locker für 8 Personen oder für 2 x 4. Ich koche immer ein bisschen reichlich. Reste werden hier gern genommen. Spätestens Sonntag Abend wird diskutiert, wer sich wann welches Gericht aufwärmen möchte. Ich mag es, wenn sich die Gespräche ums Essen drehen und was ist mehr Anerkennung als die „Revierkämpfe“ um die Reste. Familylife at its best!

Belugalinsen_Curry05
Wer ist bei euch der Resteesser? Habt ihr auch so hungrige Teenager, die sich durch den Kühlschrank fräsen? Ich freue mich auf eure Kommentare und schaue gleich noch beim #sonntagsglück vorbei und verlinke mit Öko?-Logisch!

6 Gedanken zu “Veganes Belugalinsen-Curry

  1. Da läuft mir ja schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammen! Linsen sind einfach lecker und gehen bei mir sogar im Sommer, dann allerdings als Salat.

    Ich bin ganz klar die Reste-Esserin bei uns. Und das ist auch gut so, weil ich mich bei den Mengen häufiger mal vertue. 😄

    Liebe Frühlingsgrüße, Martina 🌷☀️

    Gefällt 1 Person

  2. Ohhhh, das klingt wieder einmal sehr lecker, liebe Undine. Ich liebe Resteessen! Vor allem sonntags bitte ich meinen Mann, so viel zu kochen, dass es mindestens für den Montag reicht. Der ist nämlich – als Start in die Woche – irgendwie doch immer ein bisschen hektisch und so freue ich mich, wenn ich mittags zurück zuhause nur noch Essen vom Vortag aufzuwärmen brauche. Das erleichtert den Einstieg in die Woche ungemein. Dein Beluga-Gemüse-Curry werde ich nachkochen (lassen) – danke für das Rezept!

    Hab eine gute Woche, viele Grüße
    Anni

    Gefällt 1 Person

  3. Das sieht total lecker aus und ist mal was anderes als Kartoffelsuppe, wobei ich die einfache Kartlffelsuppe Parmentiet mit mehligen Kartoffeln liebe….rote Linsen werden schnell gar, ist das bei Belugalinsen wirklich anders.muß ich mal probieren…Linsen sind ja so gesund.
    LG schurrmurr

    Gefällt 1 Person

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