Federleichte Geobag

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Wer Taschen näht, kommt an einer Geobag nicht vorbei. Ok, wahrscheinlich bin ich die letzte Näherin auf diesem Planeten, die noch keine unter der Nadel hatte. Gut Ding will eben Weile haben. Das Schnittmuster von Pattydoo lag jedenfalls schon sauber ausgeschnitten im Ordner und wusste, der Tag der Banane bzw. der Geobag wird kommen. Genauso war es dann auch. Ich wollte ein Geschenk nähen und hatte schon  beschichteten Baumwollstoff dafür erworben. Zusammen mit Vlieseline H630, passendem Reißverschluss und Futterstoff konnte ich gleich loslegen. Herausgekommen ist ein federleichtes Geobag-Set, dass bei der Beschenkten gut angekommen ist.
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Bärlauch-Knoblauch-Brot

Hurra, die Grillsaison hat bereits gestartet. Das Wetter hätte nicht besser sein können und wer hatte da nicht Lust auf ein Grillvergnügen? Auch wir haben dieses Wochenende das Rost entstaubt und ein paar Köstlichkeiten auf die Holzkohleglut gelegt. Dazu gab es ein leckeres Bärlauch-Knoblauch-Brot mit guter Butter. Eine perfekte, würzige, lockere Angelegenheit, die wir bestimmt noch des Öfteren machen werden, jedenfalls solange es noch frischen Bärlauch gibt. Der hat gerade Saison, also ran an die Schüsseln und gleich den Hefeteig angerührt.
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Geschenkverpackung / Geldbörse für Jungs

Es ist wieder die Zeit der Jugendweihen, Konfirmationen und Kommunionen. Da verschenkt man meistens Geld und möchte das kreativ verpacken. Bei Mädchen fällt einem da doch immer etwas ein. Mit bunten Stoffen oder Garnen kann man ein süßes Täschchen zaubern, dass die Beschenkte dann hoffentlich erfreut. Bei Jungs finde ich das nicht so einfach und habe überlegt, was da möglich ist. Das Ergebnis ist eine kleine Geldbörse, die in die Hosen- oder Jackentasche passt. Macht sich einfach gut auf dem Fahrrad und mehr brauchen Jungs ja nicht, wenn sie unterwegs sind. Das kleine Portemonee ist gleichzeitig die Geschenkverpackung und kann hinterher weiter genutzt werden. Finde ich ganz praktisch. Ganz neu ist die Idee nicht, habe ich in einer anderen Variante schon einmal hier gezeigt.
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Quarkschnecken mit Hefeteig über Nacht

Nun steuern wir mit großen Schritten auf Ostern zu. Da überlegt man schon, was man so an Leckereien servieren kann. Brunch zu Ostern ist ja immer sehr beliebt. Das heißt aber auch, man muss schon relativ früh am Vormittag fertig sein mit den Vorbereitungen. Heißt auch, man braucht Rezepte, die schnell zu realisieren sind oder bereits am Vortag starten. Wie wäre es da mit Quarkschnecken, bei denen der Teig über Nacht gemütlich geht? Morgens braucht man dann nur noch die Füllung zusammenrühren, aufrollen, schneiden und backen. Das Ergebnis ist ein warmes, duftendes, saftiges, fluffiges und aromatisches Gebäck, dass eure Gäste dahinschmelzen lässt. Glaubt mir, diese Quarkschnecken lassen alle Bäckervarianten hinter sich, die meiner Meinung nach oft viel zu süß und klebrig sind.
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Öko?Logisch – Beutel statt Tüte und ein Modell ohne Nähen

Ich komme aus der Familie der Beuteltiere. In meiner Handtasche befinden sich immer mindestens 4 Einkaufsbeutel. Die zücke ich bei jeder Gelegenheit und es ist nicht selten, dass wir spontan noch schnell irgendwo ranfahren und meine Familie mich fragt: „Hast du ein Beutel dabei?“ „Sicher, immer!“ Auch bei einem Citybesuch braucht man ja heutzutage eine Einkaufstasche, wenn man keine Plastiktüte kaufen will. Ein guter Trend wie ich finde. Ich trage auch zur Arbeit einen Beutel hin und her. Essen ist mir da sehr wichtig. Kann gar nicht verstehen, wie manche (meistens Männer) zur Arbeit gehen, ohne irgendetwas dabei zu haben. Wenn ich irgendwohin fahre, ist meistens auch ein Beutel mit an Bord. Die Zeit im Auto lässt sich mit Strickzeug oder Häkelkram immer verkürzen, natürlich als Beifahrer. Ich denke, da ist es an der Zeit, mal meine kleine Beutelkollektion vorzustellen inklusive einer No-Sew-Variante.

1. Shopper Erdbeerliebe

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Schlichte SnapPap-Täschchen

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Ich mag ja das vegane Leder Snappap. Es lässt sich gut verarbeiten, hat eine interessante Optik und ist sehr haltbar. Ich habe eines der Täschchen, die ich hier vorgestellt habe, schon sehr lange in meiner Handtasche und der Knitterlook macht das SnapPap noch griffiger und lederähnlicher.

Eine Kollegin wünschte sich Täschchen genau aus dem Material und das habe ich gern für sie gemacht. Ihr wisst ja, Frauen und Täschchen. Das ist wie die Symbiose zwischen Seeanemone und Einsiedlerkrebs. Sie können praktisch nicht ohne einander. Der Kosmetikkram muss untergebracht werden und für’s Verreisen sollte es noch eine kleine Extratasche da sein. Da können 2-3 kleiner Schmuckkästchen rein.
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Veganes Belugalinsen-Curry

Ich werde nie der perfekte Foodblogger, der nach Redaktionsplan einkauft, kocht und bloggt. Ich habe meistens eine Grundidee und koche dann munter drauf los. Oft schreibe ich mir die Zutaten noch schnell nebenbei auf, so dass wenigstens die Mengenverhältnisse einigermaßen stimmen und ein Nachkochen überhaupt möglich machen. Im Grunde meines Herzens bin ich die Improvisateurin schlechthin. Deswegen fällt es mir auch unheimlich schwer, einen perfekten Einkaufszettel für den Liebsten zu schreiben. Ich würde im Supermarkt noch die eine oder andere Zutat dazu nehmen oder weglassen. Je nachdem, was gerade gut aussieht und was gerade meiner Kreativität entspringt. Aber froh bin ich doch, dass ich die Buckelei von Lebensmitteln oft outsorcen kann.

Nun trug es sich zu, dass unsere wöchentliche Besprechung, was wir am Wochenende so essen wollen, diese Woche etwas mager ausfiel. Wir hatten alle nicht viel Zeit und Nerv, uns um das Essen zu kümmern. Ich war beim Sport und rief den Kids nur zu: „Macht euch mal Gedanken, was ihr essen wollt.“ Ergebnis der internen Runden war, dass sie eine vegetarische Suppe wollen. Na, super! Das ist natürlich richtig konkret und Zutaten fielen mir dazu natürlich auch nicht ein. Ich schrieb Möhren, Sellerie und Porree auf den Einkaufszettel. Alles andere wird sich schon finden.

 

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Ich rocke meine Couch! – ein Upcycling

Es gibt so Beiträge, da freue ich mich noch mehr als sonst, dass ich blogge. Dieser Beitrag gehört auf jeden Fall dazu. Schon vor Fertigstellung des Projektes musste ich darüber kichern, was ich da wieder fabriziere. Ich freue mich um so mehr, dass ich euch die Idee heute präsentieren kann, weil es geklappt hat. Dieses Projekt gehört zu dem Hashtag #fuckeinfachmachen und das Glück war mir hold.

Aber von Anfang an: Ich hatte eine Couch. Eine schöne Ledercouch mit feinstem Nubukleder. Sie hat so manchen Umzug erlebt, ich habe mir sogar mal einen Finger beim Transport selbiger gebrochen und sie ging mit mir durch dick und dünn. Sie zog von einer gemeinsamen Wohnung in eine Singlewohnung und wieder in eine gemeinsame Wohnung und von da aus ins eigene Haus. Sie diente mir / uns als Schlafstätte und die Kids liebten es als Baby in der Couchecke zu schlafen, während wir Eltern um sie herumwuselten. Später wurde auf ihr getobt, gelacht, Fernsehen geguckt, Chips gegessen und so manche Kinderkrankheit auskuriert. Sie wurde alt und ranzig, Holme brachen durch, aber ich wollte mich nicht von ihr trennen. Es war so unbekümmert mit ihr zu leben. Egal, ob 12 Kinder darauf Indianer spielten, wir Eltern verbotenerweise darauf Pizza aßen oder Rotwein verkleckerten, abwischen und weitermachen war die Devise. Dann wurden die Kinder größer und so langsam wurde der Platz knapp. Es wurde um die besten Plätze gestritten und als nur noch 3 Familienmitglieder drauf passten, wurde es Zeit für eine neue Couch. Gut, nach über 20 Jahren hatte sie ihre Pflicht und Schuldigkeit wirklich getan und ich hatte ein Einsehen. Unsere Couch war wirklich nur noch für den Sperrmüll geeignet. Jedes Sozialkaufhaus hätte bei unserer Couch nur müde mit den Schultern gezuckt. Sie war wirklich niemanden mehr zuzumuten. Einzig das Leder von der Ausziehfläche war noch super in Schuß und praktisch wie neu. Das die natürlich nicht in den Sperrmüll wanderte, könnt ihr euch sicherlich denken. Wer jetzt noch die Überschrift im Kopf hat, kombiniert messerscharf: Aus dem Couchleder wurde ein Rock! Genau!

Da ist er! Mein Lederrock, genäht aus meiner Couch. Ich gebe zu, ich bin ein bisschen stolz auf dieses Projekt und freue mich sehr, dass es gelungen ist. Ich war mir da wirklich nicht sicher, hatte aber unbändige Lust es auszuprobieren. Täschchen kannst du immer noch daraus nähen, wenn es nicht klappt, dachte ich mir. Ich suchte mir also einen passenden Schnitt und wurde bei Julia vom Kreativlabor Berlin fündig. Rock Marie wurde auserkoren. Der Schnitt war für festere, nicht dehnbare Stoffe konzipiert. Das passte doch zu meinem Couchleder. Er hatte keinen Reißverschluss, sondern Druckknöpfe, was mir das Leben bestimmt um einiges erleichterte. Bei dem Gedanken eines nahtverdeckten Reißverschlusses trat mir schon der Angstschweiß auf die Stirn. Das umschiffte ich mit diesem Schnittmuster. Ich kaufte mir Ledernadeln, die vorn eine kleine Schneide hatten um so besser durchs Leder zu kommen. Ich probierte, ob meine Haushaltsnähmaschine durch 3-4 Lager Leder durchkam und als das gelang, schnitt ich munter zu.

Nach der Maßtabelle wählte ich die Größe 36, weil der Rock eher locker auf der Hüfte liegt und in der Länge habe ich ca. 2 cm kürzer zugeschnitten. Das doch etwas festere Leder sollte mir in der Beinfreiheit nicht im Weg sein und die Rocklänge „eine Handbreit über dem Knie“ mag ich sowieso sehr gern. Die streckt immer ein wenig.

Das E-Book war übrigens sehr gut erklärt. Alles ließ sich wie nach einem Bilderbuch nacharbeiten. Ich habe allerdings auf die Taschen hinten verzichtet, weil ich nicht noch mehr Lagen Leder übereinander nähen wollte und fand, dass der Rock von hinten auch so gut aussieht. Zum einen wegen dem schicken narbigen Leder und zum anderen wegen der abgesteppten Nähte. Dafür habe ich das Leder von links auseinander gebügelt (das geht super) und jeweils rechts und links von der Naht mit Geradstich abgesteppt.

Für den Bund habe ich innen Webstoff genommen, sonst hätte das meine Nähmaschine wirklich überfordert. Sie kam schon so manchmal an ihre Grenzen, aber wenn ich ganz langsam genäht habe funktionierte es. Nach 3 abgebrochenen Nadeln war ich fertig und freute mich über das Ergebnis. Jetzt noch Druckknöpfe einklopfen und es ist vollbracht. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich bin immer ein bisschen aufgeregt vor solchen letzten Arbeitsschritten, gerade, wenn ich wie hier die Materialien noch nicht so kenne. Auf den letzten Metern kann man auch viel verderben. Meine Aufregung war aber unbegründet. Ich habe die Lage der Knöpfe genau ausgemessen, habe die Löcher gestanzt und die einzelnen Teile eingehämmert. Fertig war ein Projekt, das ich mutig begonnen habe und das mich mit dem Ergebnis belohnt hat.

Die Rindviecher waren auch ein wenig neugierig, was da vor ihrem Gatter so posiert wurde. Ich habe den Rock noch ein wenig winterlich gestylt, auch ein bisschen wegen der Kulisse, aber mit Feinstrumpfhose, Ankle Boots und leichter Bluse + Strickjacke ist er undiversell einsetzbar. Praktisch gesehen: Rock around the year! Mag ich!

Mit meinem Rock ziehe ich jetzt zu Du für dich am Donnerstag, zu Show me what you love, zu EiNaB und zu Öko?Logisch! Nachhaltig ist dieses Projekt auf jeden Fall. Nach 20 Jahren Couchleben noch ein weiteres Dasein, das muss man erst einmal schaffen.

Bienenwachstücher aus Männerhemden

Erster Sonntag im Monat und Zeit für ein neues Nachhaltigkeitsprojekt. Seit dem wir uns bewusster darum kümmern, weniger Plastik zu verbrauchen, kam des Öfteren die Frage auf: „Wie packe ich das jetzt ein?“ Ob Kuchenreste auf dem Teller, das Stück Käse oder der Rest Quark in der Schüssel. Alu oder Frischhaltefolie sind zwar möglich, aber nicht gerade die nachhaltigste Lösung. Also begab ich mich auf die Suche. Google und Pinterest sind in solchen Fällen meine besten Freunde. Schnell kam ich auf Bienenwachstücher, die mir als Verpackungsidee und DIY ins Auge sprangen. Hach, solche Ideen gefallen mir und ich bin tiefer in die Materie abgetaucht.
Mit Hilfe von Bienenwachs werden Baumwolltücher imprägniert und können so als Ersatz für Plastik und Co. verwendet werden. Mit Kokosöl werden die Tücher flexibler und weicher, was sich besonders beim Einwickeln als Vorteil erweist. Durch die antibakterielle Wirkung von Bienenwachs und Kokosöl sind die Tücher hygienisch. Nach Gebrauch können die Tücher mit lauwarmen Wasser und etwas Spülmittel gereinigt werden. Wenn das Wachs ein wenig bröckelig wird, kann das durch Bügeln zwischen 2 Backpapierlagen wieder beseitigt werden. Hört sich doch gut an, oder?
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