Das Kleid muss länger – ein Sonntags-DIY

Man, so langsam gehen mir Sturm und Regen und Kälte auf die Nerven. Am Samstag musste ich erst einmal zum Baumarkt fahren und ein paar Frühlingsblümchen kaufen. Ich wollte, dass mich ein paar freundliche Blütenköpfe am Eingang begrüßen, wenn mir schon der Wind durch die Jacke fegt. Hat heute auch schon gut geklappt. Immerhin ist es morgens und abends schon hell, wenn ich zur Arbeit gehe oder von ihr komme und die vom Wind gebeutelten Tausendschönchen, Primeln und Hornveilchen nickten mir freundlich zu.

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genähte Zeichenmappe – ein Tutorial

Zu manchen Projekten kommt man wie die Jungfrau zum Kinde oder wie in diesem Fall wie die Meerjungfrau zu einer Zeichenmappe. Ich plauderte mit meiner lieben Nachbarin über unsere Handarbeitsprojekte. Wir haben uns da immer viel zu erzählen, egal ob es ums Stricken, Häkeln oder Nähen geht. Das macht immer sehr viel Spaß und wir beteuern uns fast jedes Mal, dass wir mehr Zeit für unsere Projekte brauchen. Ich denke, dass kennt jeder DIYler. Zu wenig Zeit für zu viele Ideen. Wie auch immer erzählte sie mir, dass ihre kleine Tochter sich eine genähte Mappe zum Geburtstag wünscht. Allerdings war sie sich ein wenig unschlüssig, wie sie das Projekt angehen sollte und die Zeit war auch knapp. In mir ratterte es und ich überlegte, wie man so eine Zeichenmappe mit verstärkten Deckeln nähen könnte. Ein paar Tage und Überlegungen während eines Spazierganges weiter, hatte ich eine Idee dazu und beschloss, so eine Mappe zu nähen und auch gleich ein paar Bilder während des Entstehungsprozesses zu machen.

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Ich rocke meine Couch! – ein Upcycling

Es gibt so Beiträge, da freue ich mich noch mehr als sonst, dass ich blogge. Dieser Beitrag gehört auf jeden Fall dazu. Schon vor Fertigstellung des Projektes musste ich darüber kichern, was ich da wieder fabriziere. Ich freue mich um so mehr, dass ich euch die Idee heute präsentieren kann, weil es geklappt hat. Dieses Projekt gehört zu dem Hashtag #fuckeinfachmachen und das Glück war mir hold.

Aber von Anfang an: Ich hatte eine Couch. Eine schöne Ledercouch mit feinstem Nubukleder. Sie hat so manchen Umzug erlebt, ich habe mir sogar mal einen Finger beim Transport selbiger gebrochen und sie ging mit mir durch dick und dünn. Sie zog von einer gemeinsamen Wohnung in eine Singlewohnung und wieder in eine gemeinsame Wohnung und von da aus ins eigene Haus. Sie diente mir / uns als Schlafstätte und die Kids liebten es als Baby in der Couchecke zu schlafen, während wir Eltern um sie herumwuselten. Später wurde auf ihr getobt, gelacht, Fernsehen geguckt, Chips gegessen und so manche Kinderkrankheit auskuriert. Sie wurde alt und ranzig, Holme brachen durch, aber ich wollte mich nicht von ihr trennen. Es war so unbekümmert mit ihr zu leben. Egal, ob 12 Kinder darauf Indianer spielten, wir Eltern verbotenerweise darauf Pizza aßen oder Rotwein verkleckerten, abwischen und weitermachen war die Devise. Dann wurden die Kinder größer und so langsam wurde der Platz knapp. Es wurde um die besten Plätze gestritten und als nur noch 3 Familienmitglieder drauf passten, wurde es Zeit für eine neue Couch. Gut, nach über 20 Jahren hatte sie ihre Pflicht und Schuldigkeit wirklich getan und ich hatte ein Einsehen. Unsere Couch war wirklich nur noch für den Sperrmüll geeignet. Jedes Sozialkaufhaus hätte bei unserer Couch nur müde mit den Schultern gezuckt. Sie war wirklich niemanden mehr zuzumuten. Einzig das Leder von der Ausziehfläche war noch super in Schuß und praktisch wie neu. Das die natürlich nicht in den Sperrmüll wanderte, könnt ihr euch sicherlich denken. Wer jetzt noch die Überschrift im Kopf hat, kombiniert messerscharf: Aus dem Couchleder wurde ein Rock! Genau!

Da ist er! Mein Lederrock, genäht aus meiner Couch. Ich gebe zu, ich bin ein bisschen stolz auf dieses Projekt und freue mich sehr, dass es gelungen ist. Ich war mir da wirklich nicht sicher, hatte aber unbändige Lust es auszuprobieren. Täschchen kannst du immer noch daraus nähen, wenn es nicht klappt, dachte ich mir. Ich suchte mir also einen passenden Schnitt und wurde bei Julia vom Kreativlabor Berlin fündig. Rock Marie wurde auserkoren. Der Schnitt war für festere, nicht dehnbare Stoffe konzipiert. Das passte doch zu meinem Couchleder. Er hatte keinen Reißverschluss, sondern Druckknöpfe, was mir das Leben bestimmt um einiges erleichterte. Bei dem Gedanken eines nahtverdeckten Reißverschlusses trat mir schon der Angstschweiß auf die Stirn. Das umschiffte ich mit diesem Schnittmuster. Ich kaufte mir Ledernadeln, die vorn eine kleine Schneide hatten um so besser durchs Leder zu kommen. Ich probierte, ob meine Haushaltsnähmaschine durch 3-4 Lager Leder durchkam und als das gelang, schnitt ich munter zu.

Nach der Maßtabelle wählte ich die Größe 36, weil der Rock eher locker auf der Hüfte liegt und in der Länge habe ich ca. 2 cm kürzer zugeschnitten. Das doch etwas festere Leder sollte mir in der Beinfreiheit nicht im Weg sein und die Rocklänge „eine Handbreit über dem Knie“ mag ich sowieso sehr gern. Die streckt immer ein wenig.

Das E-Book war übrigens sehr gut erklärt. Alles ließ sich wie nach einem Bilderbuch nacharbeiten. Ich habe allerdings auf die Taschen hinten verzichtet, weil ich nicht noch mehr Lagen Leder übereinander nähen wollte und fand, dass der Rock von hinten auch so gut aussieht. Zum einen wegen dem schicken narbigen Leder und zum anderen wegen der abgesteppten Nähte. Dafür habe ich das Leder von links auseinander gebügelt (das geht super) und jeweils rechts und links von der Naht mit Geradstich abgesteppt.

Für den Bund habe ich innen Webstoff genommen, sonst hätte das meine Nähmaschine wirklich überfordert. Sie kam schon so manchmal an ihre Grenzen, aber wenn ich ganz langsam genäht habe funktionierte es. Nach 3 abgebrochenen Nadeln war ich fertig und freute mich über das Ergebnis. Jetzt noch Druckknöpfe einklopfen und es ist vollbracht. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich bin immer ein bisschen aufgeregt vor solchen letzten Arbeitsschritten, gerade, wenn ich wie hier die Materialien noch nicht so kenne. Auf den letzten Metern kann man auch viel verderben. Meine Aufregung war aber unbegründet. Ich habe die Lage der Knöpfe genau ausgemessen, habe die Löcher gestanzt und die einzelnen Teile eingehämmert. Fertig war ein Projekt, das ich mutig begonnen habe und das mich mit dem Ergebnis belohnt hat.

Die Rindviecher waren auch ein wenig neugierig, was da vor ihrem Gatter so posiert wurde. Ich habe den Rock noch ein wenig winterlich gestylt, auch ein bisschen wegen der Kulisse, aber mit Feinstrumpfhose, Ankle Boots und leichter Bluse + Strickjacke ist er undiversell einsetzbar. Praktisch gesehen: Rock around the year! Mag ich!

Mit meinem Rock ziehe ich jetzt zu Du für dich am Donnerstag, zu Show me what you love, zu EiNaB und zu Öko?Logisch! Nachhaltig ist dieses Projekt auf jeden Fall. Nach 20 Jahren Couchleben noch ein weiteres Dasein, das muss man erst einmal schaffen.

Öko? Logisch! – Wattepadersatz und Aufbewahrungsutensilos

Erster Sonntag im Monat. Zeit für eine neue Runde meiner Linkparty Öko?Logisch! Ich weiß nicht, ob es euch auch so geht, aber das Thema ist dieses Jahr allgegenwärtig. Kollegen erzählen, dass sie weniger Fleisch aus Nachhaltigkeitsgründen essen wollen, Blogger quer Beet schreiben Beiträge zum Thema zero waste oder no plastics und die Schüler gehen auf die Straße und demonstrieren für die Umwelt unter dem Motto friday for future. Das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz ist in unser tägliches Leben eingezogen und das ist auch gut so. Ich freue mich, dass im Januar der eine oder andere Beitrag schon seinen Weg in meine Linkparty gefunden hat. Hier kannst du die Ideen des Januars nachlesen. Bitte nicht verwirren lassen. Wenn man ein WordPresskonto hat, muss man erst auf den Link klicken und dann erscheinen die Beiträge.

Für diesen Monat haben wir uns den Ersatz von Wattepads vorgenommen. Das Teenagermädchen und ich benutzen diese zum Abschminken und sahen hier eine gute Möglichkeit einen Wegwerfartikel zu ersetzen. Das spart zum einen Baumwolle, die beim Anbau viel Wasser verbraucht und zum anderen Plastikverpackungen, in die die Pads eingepackt sind.

Nun gibt es ja mehrere Möglichkeiten Wattepads zu ersetzen. Pinterest ist da ja ein schier unerschöpflicher Quell der Ideen. Ehrlich gesagt, wusste ich nicht genau, was denn nun besser ist. Genähte Varianten mit Jersey oder Frotteestoff, Webstoff oder auch gehäkelte Varianten. Alles erschien mir praktisch und schnell gemacht. Allerdings konnte ich mir schlecht vorstellen, was sich für die Gesichtsreinigung nun am besten eignet. Was lag da näher verschiedene Pads zu werkeln und dann einen kleinen Testlauf zu starten. Gesagt, getan.

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The Sewing Oscars 2018

Der Beitrag enthält Werbung.

Eigentlich war gar kein Rückblick geplant, aber nachdem ich auf Facebook meine genähten Kleider gezeigt habe, wies mich die liebe Anntetanni darauf hin, dass Nina vom Blog Vervliest und Zugenäht eine Linkparty zu den Sewing Oscars 2018 macht. Darauf hatte ich dann doch Lust und werde kurz vor dem Peng „Linksammlung geschlossen“ noch einmal meine Kleidersammlung hier für euch präsentieren. Ich habe nämlich – außer einem Rock, den ich euch noch gar nicht vorgestellt habe (huch) – im vergangenen Jahr nur Kleider genäht. Passt doch zur Oscar-Verleihung, oder? Und jetzt heißt es: „The Oscar goes to …“

 

Beste Hauptdarstellerin

Hier soll das liebste und am häufigsten getragene Kleidungsstück gezeigt werden. Auch wenn die Dira noch nicht so alt ist, liebe ich dieses Kleid heiß und innig und ziehe es häufiger an als alle anderen. (Link)

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Ein Stoff – 2 Kleider

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Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich kann mir meine Anziehsachen nicht schon abends rauslegen. Ich muss das immer spontan nach Lust und Laune entscheiden. Selbst, wenn ich es aus Zeitgründen versuche, entscheide ich mich morgens garantiert noch um und ziehe doch etwas anderes an. Oft ist das dann ganz besonders chaotisch, weil ich ja schon etwas im Kopf hatte und mich dann umentscheiden will. Das ist schwieriger als frei im Kopf morgens in den Schrank zu greifen und das Richtige zu finden. Das kann ich an ca. 362 Tagen im Jahr ganz gut. An ca. 3 Tagen komme ich gar nicht klar und habe den halben Kleiderschrank auf dem Bett, weil irgendwie nix zusammen passt und ich mir wahrscheinlich selber im Weg stehe. Gut, wenn man dann als Fan von „ins Kleid schlüpfen und fertig!“ auf eine gut sortierte Kleiderstange zurückgreifen kann.
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Rund und bunt – Täschchen aus Stoffresten

Das Teenagermädchen wollte ihren Freundinnen zu Weihnachten kleine Kopfhörertäschchen schenken und auch selber gleich eins haben. Das sind genau die Projekte, die ich mag. Ich holte also meine Stoffkiste mit der Webware heraus und wir beschlossen die Farbkombis. Ich hatte alles auf der Couch ausgebreitet und nur 3 Kombis zu machen, fand ich viel zu schade. Hatte ich doch gerade sooooo viele Ideen dazu. Also Schere und ein Glas mit ca. 8,5 cm Durchmesser geschnappt und erst nach 14 Täschchen konnte ich meine Kombiwut bremsen.
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Einkauf ohne Plastiktüten

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So, neues Jahr, neues Glück! Zeit für gute Vorsätze und bei denen soll es nicht bleiben. Nachhaltigkeit und Plastikvermeidung war sogar Thema auf unserer Silvesterparty. Das hat mich animiert, gleich zu Anfang des Jahres ein lang gehegtes Vorhaben endlich zu realisieren. Schon lange habe ich selbstgenähte Beutel und Netze in meiner Handtasche. Die zücke ich bei jeder Gelegenheit und da ich fast immer mit einer Handtasche / Rucksack unterwegs bin, bin ich praktisch immer vorbereitet.

Wo ich etwas liederlich war, war die Frage, wie packe ich Obst und Gemüse plastikfrei ein. Oft habe ich die Paprikaschoten oder Birnen ohne Plastiktüten abgewogen und so in den Korb gelegt. Das ist zwar möglich, aber ein bisschen umständlich und spätestens bei Nüssen oder losen Pilzen funktioniert diese Methode dann doch nicht so gut. Aber jetzt bin ich auch da vorbereitet und habe aus dünnem Baumwollstoff Beutel genäht.
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A Hirsch – mein Weihnachtskleid

Ich sitze auf der Couch, im Radio gibt es ein Special: eine Stunde lang „Last Christmas“ in allen Varianten und die Kerzen brennen im Adventsgesteck. Die Geschenke sind organisiert, der Essensplan steht und für Samstag haben wir Freunde und Nachbarn noch zu einem gemütlichen Glühweinfest eingeladen. Na, wenn da nicht Weihnachtsstimmung aufkommt, besonders da ich heute in den Weihnachtsurlaub starte. Läuft also und es bleibt ein wenig Zeit euch mein Weihnachtskleid vorzustellen. Eigentlich ist es eher ein Adventskleid, da ich es schon des Öfteren angehabt habe. An Heiligabend werde ich es aber mit ein paar feinen Schühchen und Schmuck gepimpt, tragen. Wir sind da in kleiner Runde zu Hause und da ist es genau richtig.

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