Der Hering ist da!

Wer an der Küste wohnt, kann ihm nicht entgehen, dem freudigen Ruf im Frühjahr: „Der Hering ist da!“ Per Mundprogaganda und in Internetforen, die „Blinker“, „Die Strandangler“ oder „Dicht am Fisch“ heißen, verbreitet sich die Nachricht wie ein Lauffeuer. Jetzt ist die beste Zeit, diesen leckeren Fisch zu angeln. Dann sortieren die Angler ihre Haken und setzen sich bei noch frischen Temperaturen an die Küste und werfen ihre Ruten aus. Da kommen an manchen Tagen schon mal 180 Heringe im Eimer zusammen. Wirklich, und das ist kein Anglerlatein! Die Heringe kommen um diese Zeit zum Laichen an die Küste und zwar in riesigen Schwärmen. Das ist dann für die Angler ein richtiges Schlaraffenland. Professionell wird es, wenn du Heringe vom Boot aus angelst und vorher mit einem Echolot die Heringsschwärme aufspürst. Aber auch an der Küste drängeln sich die Angler an der Schlei, an den Boddengewässern vor Rügens Küste, am Rostocker Stadthafen und an der Warnemünder Ostmole. Vielleicht kennt ihr das Bild von Anglern auf der Rügenbrücke. Da ist keine einzige Lücke frei. Hier treten die Angler um diese Zeit auch in Schwärmen auf. Ich war selber schon Heringe angeln und möchte es eigentlich viel öfter tun, allein schon wegen der frischen Luft an der Küste und des leckeren Fisches, der frisch gebraten eine Köstlichkeit ist. So ganz der Fan von „Ich bade stundenlang einen Wurm“ bin ich zwar nicht, aber Heringe angeln ist schon cool. Nach so viel (Fisch-)schwärmerei geht es jetzt ab zum eigentlichen Thema dieses Posts.
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Und schwupps ist Ostern!

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber Ostern ist für mich immer plötzlich da. Während man Weihnachten langsam Deko und Leckereien antrainiert, hat das größte christliche Fest im Frühling doch eine gewisse Spontanität und Leichtigkeit. Da dekoriert man am Samstag vorher noch ein bisschen rum. Habe erst heute meine kleinen Porzellanhasen vom Boden geholt und als ich beim Blumenladen meines Vertrauens noch einen Weißdornzweig ergatterte, wurde der mit meinen Buchstabenketten behängt. Das gefällt mir fast besser so als vorher.
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Buchstaben und Blüten – ein österliches DIY

Als Sara zum Gastbloggen aufrief, hatte ich schon eine österliche Idee im Kopf und habe mich sehr gefreut, dass ich den dazu passenden Termin bekommen habe. Bei Sara findet ihr DIY’s, Zeichnungen, Gemälde, Tipps und Kniffe zum kreativen Werkeln. Ihre Kampagne MEHR SCHWARZ SEHEN gefällt mir ausgesprochen gut, obwohl ich doch mehr für die farbigen Dinge im Leben zu haben bin. Ein Beispiel dafür sind diese entzückenden Stiefmütterchen. Ich bewundere ihre Zeichenkünste sehr. Schaut euch auch unbedingt ihr Bullet Journal an. Ihren Beitrag zum Thema Heimatliebe dürft ihr auch nicht verpassen. Der ist sogar für untalentierte Zeichner wie mich möglich. Heute nun wurde mein Gast-Beitrag bei ihr veröffentlicht und zwar genau hier:  SG Kunst Blog. Da ich gerade Deko in Schwarz-Weiß mag, passt das ganz gut zu Saras Blog, allerdings muss bei mir ein wenig frühlingshaftes Rosa dabei sein.

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Celebrate 2017!

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Ich hoffe, Ihr hattet einen schönen Start ins neue Jahr, egal ob gemütlich und leise oder laut in Feierlaune und Knallerei. Wir hatten ein tolles Fest mit lieben Freunden und haben schon eher laut gefeiert. Alle haben etwas Leckeres zu essen mitgebracht. So hatten wir ein abwechslungsreiches Buffet mit Partysuppe, Pute und Braten mit Wurzelgemüse, selbst geräuchertem Fisch und noch vielen anderen Köstlichkeiten. Sogar Bowle wurde von Freunden vorbereitet. Ich hatte lediglich eine Frischkäserolle vorzubereiten und konnte mich so ganz der Ausstattung der Partylocation widmen. Na, das war wieder eine Freude für mich. So wurde geschnippelt, geklebt, gebastelt, ja sogar genäht für die Silvesterdeko, die ich euch gern zeigen möchte. Weiterlesen

Aus dem Buch der Familie

Während bei anderen der November mit seinen dunklen trüben Tagen schlechte Stimmung verbreitet, ist unser November bunt und fröhlich. Beide Kinder haben in diesem Monat Geburtstag. So heißt es, ein Wochenende Jungs-Kindergeburtstag, ein Wochenende Family-Day und am darauffolgenden Wochenende Mädchen – Kin. . . uuups, das darf ich nicht mehr sagen Teenie-Geburtstag. Und schwups ist der erste Advent da, und der böse November ist vorbei.
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Diesen Sonntag war nun der Family-Day an der Reihe. Weiterlesen

Twinkle, twinkle, little pumkin

So, einen Kürbisbeitrag habe ich noch bevor ich mich kopfüber in die Weihnachtsvorbereitungen stürze, also DIY-technisch meine ich. Mein Schwesterherz, die im Oktober Geburtstag hatte, wünschte sich von mir einen Gutschein für etwas Funkelndes. Nun verschenkt frau einen Gutschein ja nicht einfach so schnöde im Umschlag, sondern gestaltet das Ganze liebevoll für den zu Beschenkenden, gerade für das liebste Schwesterherz.  Die mag ganz gern ein bißchen „bling bling“ und ist für ein bisschen Deko auch immer zu haben. Jahreszeitlich passend soll es auch sein, so dass das gleich genutzt werden kann. Lange Rede – kurzer Sinn! Ich fand, dass so ein paar creme-weiße Dekokürbisse auch gut zu ihrer Einrichtung passen würden Diese aber nicht so rustikal wie meine – aus Küchengarn, sondern ein bisschen mehr in edel. Daher Häkelnadel rausgeholt, Baumwollgarn geschnappt und flugs nach der Anleitung aus diesem Beitrag gefertigt. Wieder oben am Stiel in braun angefangen und die beiden Kugeln in cremeweiß gehäkelt. Mit dem Fadenende die Einteilung in 6 Kürbisteile und schon war die beiden Kürbisse fertig. Ich glaube, den Stiel habe ich dieses Mal etwas anders gehäkelt, mit mehr Zunahmen in der Mitte. Sieht ein bisschen aus wie eine Keule, ich mag es trotzdem.

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Sugar, sugar Baby…

. . . oh-oh, Sugar-Sugar-Baby, mmmhhh, sei doch lieb zu mir, Sugar-Sugar-Baby, oh-oh, Sugar-Sugar-Baby, mmmhhh, dann bleib ich bei dir. Diese uralte Song von Peter Kraus ging mir bei diesem Beitrag nicht mehr aus dem Kopf. Heute geht es um ordentlich Zucker. Ja, ihr Lieben, heute packen wir mal unsere mütterliche Fürsorge bezüglich ZUVIEL ZUCKER bei Seite! Kein Lamentieren, „das ist nicht gut für die Zähne“ und „wie ungesund…..“ Heute darf der Blutzuckerspiegel mal ordentlich in die Höhe gepeitscht werden. Heute darf genascht werden, heute geht es ran an die Candybar!

Für eine Einschulung mit vielen Kindern durfte ich Anfang September ein solches Schlaraffenland basteln und das habe ich super gern gemacht. Dafür habe ich mir ein paar größere Schraubgläser organisiert. Solche für Kirschen oder Gurken sind ganz passabel dafür. Diese haben zunächst einen gehäkelten Deckel bekommen, natürlich in Bonbonfarben. Je nach Deckelgröße habe ich Kreise gehäkelt. Mit magischen Ring anfangen und 6 feste Maschen häkeln und mit einer Kettmasche schließen. In der 2. Runde alle Maschen verdoppeln. Dann in jeder weiteren Runde 6 Maschen zunehmen, d.h. du verdoppelst in der 3. Rd jede 2. Masche, in der 4. Rd jede 3. Masche usw. Du brauchst ca. 6-7 Runden. Lege einfach den Deckel auf deinen gehäkelten Kreis, dann siehst du, ob er schon groß genug ist. Dann häkelst du eine Runde ohne Zunahmen nur in die hintere Schlaufe der Masche der Vorreihe feste Maschen. Jetzt noch eine Reihe, wo du eine feste Masche mit einer Luftmasche abwechselst. Hier kannst du später ein Bändchen einfädeln. Noch eine Reihe feste Maschen und dein Deckel ist fertig. Du kannst entweder einfarbige Deckel häkeln oder zwei Farben abwechseln. Bei letzterer Variante den Faden nach einer Runde nicht abschneiden, sondern hochführen. Das Ergebnis sieht ein bisschen wie diese nostalgischen Lutscher aus, gerade in rot-weiß. Die Häkelei klebst du dann mit Heißkleber an die Deckel des Schraubglases. So verrutscht nichts beim Auf- und Zuschrauben.
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Herbstgeflüster in rund

Erst fiel mir keine Einleitung für diesen Beitrag ein. Kein Kinderlied, kein Reim oder Spruch kam mir in den Sinn. Dabei war ich mir sicher, dass der Begriff Kranz ganz bestimmt irgendwo darin vorkommt. War aber nicht, auch Tante Google hatte keine Idee und wenn die weise Dame das nicht weiß, wer dann. Dann muss ich wohl selber ran. Hmmm, wie wäre es mit Herbstgeflüster in rund? Finde ich gut. Nehm ich. Dann geht es auch schon gleich los mit einem kleinen DIY zum Thema Herbst. Ihr braucht einen Drahtkleiderbügel, Wickeldraht und ein paar Naturmaterialien. Schaut schnell in eurem Kleiderschrank nach, ganz bestimmt habt ihr da noch so ein Teil rum zu hängen.
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Jetzt teilt ihr den Kleiderbügel mit der Zange in 3 Teile, oben den Haken ab und in der Mitte einmal geteilt. Den Haken könnt ihr in die Bastelkiste zurücklegen, den brauchen wir nicht. Die anderen beiden Teile schön gerade biegen. Wenn man im Schuppen einen Schraubstock hat, geht es perfekt. Wenn nicht, tut es auch eine Unterlegplatte plus Gummihammer. Dann an den Enden kleine Haken biegen und die ineinander verhaken. Der Draht vom Kleiderbügel ist etwas widerspenstig, dafür aber schön stabil. Draußen macht das Basteln mit Naturmaterialien mehr Spaß, also ab in die Sonne.
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Ich bin steinreich!

Ja, das bin ich wirklich. Ich meine nicht meinen Kontostand. Der pegelt sich je nach Stoff- und Wollkäufen in normalen Regionen ein :-). Ich meine all die Schätze, die sich nicht in Geld ausdrücken lassen:

  • Gesundheit, (sowieso das allerwichtigste, auch wenn sich das so profan anhört)
  • einen verständnisvollen Mann, der auch bei gigantischen Vorräten an Wolle, Stoff und Bastelmaterial im Haus selten die Nerven verliert.
  • die liebsten Kinder der Welt, (typisch Mutter, nicht? 🙂 )
  • Eltern, Schwester, Schwager, Nichte, Onkel, Tante, Schwiegermama und sogar die Schwiegermama meiner Schwester,  mit denen ich so gern wertvolle Zeit verbringe
  • ganz viele liebe Freunde, die mich so nehmen wie ich bin
  • super liebe, hilfsbereite Kollegen, die viel übrig haben für meinen Bastelwahn und auch mal 1 bis 4 Kastenformen mitbringen, wenn ein Großbackprojekt ansteht
  • und letztendlich ihr, die so viele inspirierende Ideen für mich bereithalten oder die meinen Blog lesen und sich inspirieren lassen.

Ich finde, man sollte sich ab und zu vergegenwärtigen, was man alles hat und nicht immer darüber nachdenken, was man nicht hat. Getreu dem Motto: A good life is when you smile often, dream big, laugh a lot and realize how blessed you are for what you have. (unknown).

Ja, all das fiel mir ein bei der Vorbereitung dieses Blogposts. Steinreich bin ich nun wirklich, und viele Steine habe ich auch! Verbunden mit schönen Erinnerungen vom Ostseestrand in Meschendorf wurde der Kofferraum voll gepackt mit gesammelten Kieseln in handlicher Größe. Ich war ganz wild darauf, diese zu verschönern. Also flugs die Häkelnadel gezückt und in sommerlichen Farben ganz schön freestylisch los gelegt. Grundlage war immer ein Motiv, gleich ob Blümchen, Segelschiff, Glückspilze, Feder, Sonne oder Wolke. Hier mal am Beispiel des Segelschiffs erklärt. (Die Anleitung für’s Schiff, Sonne und Wolke ist an diese hier angelehnt. Ich habe das Segelschiff nur kleiner gehäkelt, um sie an die Größe des Steins anzupassen.) Um dieses und auch um alle anderen Motive habe ich immer in jedes hintere Maschenglied ein Stäbchen und eine Luftmasche gehäkelt, also praktisch die Maschen verdoppelt. Die Runde  immer mit einer Kettmasche schließen. In den nächsten Runden habe ich immer um die Luftmaschen herum Stäbchen gehäkelt. Je nach Größe des Steins habe ich in jeder 2. oder 3. Masche zugenommen, indem ich um einen Luftmaschenbogen noch ein 2. Stäbchen + Luftmasche gehäkelt habe. Hier muss man ein bisschen ausprobieren. Aber ihr werdet sehen, das bekommt man schnell hin.

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