Apfel-Spekulatius- Tiramisu

Ja, so langsam wird es wirklich weihnachtlich. Weihnachstmarkt, Weihnachtsfeiern und geschlemmt wird auch ganz ordentlich. Wir haben heute bei einem adventlichen Mittagessen unsere glückliche Dorfente mit Apfelrotkohl verspeist. Ein winterlicher Nachtisch sollte das Ganze krönen. Ich hatte mal wieder viele Ideen und wollte unbedingt noch ein paar Äpfel, die noch im Schuppen lagern, verarbeiten. Rezepte mit Spekulatius und Tiramisu sahen bei Pinterest auch ganz lecker aus. Dann hatte ich noch so ein feines Lebkuchengewürz im Zuge des Adventskalenders #24kleineFreuden von der lieben Esther bekommen. Na, da kann man doch etwas draus machen. Eine Kreation aus Spekulatius, Mascarponecreme und Apfeltopping ist es dann geworden:
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Apfelernte und ihre süßen Folgen

Anfang Oktober zogen wir in die Apfelernte. Onkel und Tante, die in einem idyllischen Dorf bei Schwerin wohnen, brauchten Hilfe in diesem reichen Apfeljahr. Vier riesengroße Bäume, brechend voll mit den Apfelsorten Ontario und Boskoop wollten abgeerntet werden. Bei herbstlich windigem, aber sonnigem Wetter füllten wir Kiste um Kiste mit großen saftigen Äpfeln unter den wachsamen Augen der Hühner. Die gackerten friedlich vor sich her und zahm wie sie sind, freuten sie sich anscheinend über unsere Gesellschaft.

Die Ernte dieses Jahr war wirklich überwältigend. Viele Kisten wurden solange gefüllt bis keine einzige mehr da war. Was noch da war, waren Äpfel und zwar reichlich. Also hieß es, Hänger angeschnallt und ab zur Mosterei. Ein echter Männerjob, diese schweren Apfelkisten hin- und her zu wuchten.
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Der Apfelmus, aber das Chutney

Also in Mecklenburg heißt das „der Apfelmus“ oder besser noch „der Appelmus“. Sogar der Duden erlaubt uns das. Da steht drin, ich zitiere „das, landschaftlich auch: der Apfelmus“. Tja, und mit landschaftlich sind wir gemeint. In meiner Familie sagt jedenfalls jeder „der“. Irgendwann ist mir das aufgefallen, dass das doch eigentlich „das Apfelmus“ heißen müsste, aber man spricht wie man es gelernt hat. Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm.
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Quinoa, Quark und Quatschen

Am vergangenen Sonntag kam meine liebe Freundin Lydia mit ihren Kindern zu Besuch. Wir kennen uns schon unglaubliche 29 Jahre und sehen uns eigentlich viel zu selten. Auch selten, dass man es schafft, Freundschaften trotz Entfernung so lange aufrecht zu erhalten. Wir aber schauen uns an, kreischen uns an, dass wir uns ja wieder nicht verändert haben und machen da weiter, wo wir beim letzten Mal aufgehört haben. So auch dieses Mal und es war ein wunderschöner Sonntag, wo wir alte Geschichten aufgewärmt haben, an die sich mal die eine und mal die andere erinnerte. Natürlich wurde auch die Gegenwart und Zukunft ausführlich beschnattert und da die Zeit wie immer viel zu schnell vergeht, muss für Essenszubereitung eine möglichst effektive Variante genutzt werden. Jetzt kommen Quinoa und Quark ins Spiel und zwar in Auflaufform. Zum einen gab es einen Zucchini-Kürbis-Quinoa Auflauf und als Nachspeise einen Apfel-Quark-Auflauf. Die können nämlich im Ofen vor sich hin schmurgeln, während uns mehr Zeit bleibt, über die Lehrer aus der Abiturzeit zu quatschen.

Zucchini-Kürbis-Quinoa Auflauf

Schon lange wollte ich etwas mit Quinoa machen und hatte dieses Getreide der Inkas auch schon in meinem Vorratsschrank liegen. Flugs noch eine Anleitung zur Zubereitung von Quinoa aus dem Netz gezerrt und der Spaß konnte beginnen. Hier die Zutaten: 300 g Quinoa, 2 Zucchini, 1 kleiner Hokkaido, 3 Zwiebeln, ein Bund frische Möhren, 2-3 Zehen Knoblauch, 1 kleine Dose Pizzatomaten, Rosmarin, Thymian, 1 Becher Schmand, Pfeffer, Salz, Chili, Käse zum Überbacken, Petersilie zum Bestreuen.

Den Quinoa mit 750 g Wasser und Salz (wahlweise auch Gemüsebrühe) ca. 20 min. gar ziehen lassen. Zwiebeln und Knoblauch in Öl anbraten, ebenso die Möhren. Den gegarten Quinoa dazugeben, mit Tomaten und Gewürzen ca. 10 Minuten schmoren lassen. Zum Schluß den Schmand unterrühren und nochmal pikant würzen.  Die gewürfelten Zucchini und Kürbisstücke in die Auflaufform einfüllen, auch hier mit Salz und Pfeffer würzen. Die Quinoamasse darüber geben und mit Reibekäse abdecken. Ca. 30-40 min. (bis die Zucchini und der Kürbis durch sind) im Backofen bei ca. 200 Grad überbacken. Zum Schluss mit Petersilie bestreuen. Es hat uns allen sehr gut geschmeckt und es scheint auch ein Kindergericht zu sein. Alle 4 Kinder haben es gern gegessen.

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Nachspeise muss natürlich sein, besonders wenn 4 Kinder am Tisch sitzen. Außerdem waren da wieder so viele Äpfel im Garten, die verarbeitet werden wollten und da fiel mir mein Quark-Auflauf wieder ein, den ich ab und zu backe.

Apfel-Quark-Auflauf

Zutaten: 4-5 Äpfel, 1 kg Magerquark, 125 g Butter, 4 Eier, 250 g Zucker, 2 Päckchen Vanillezucker, 1 Päckchen Vanillepudding Pulver, 3 Löffel Weichweizengrieß, 2 Teelöffel Backpulver

Die Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen, in kleine Stücke schneiden und in die gebutterte Auflaufform füllen. Eier, Vanillezucker und Zucker schaumig schlagen, Quark dazu, die Butter weich werden lassen und langsam zum Teig dazu laufen lassen. Vanillepuddingpulver, Grieß und Backpulver vermischen und dazugeben. Die Teigmasse über die Äpfel geben und den Auflauf ca. 1 h bei 180 Grad backen. Mit der Stäbchenprobe prüfen, ob er gut ist.

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Mit guten Freunden bei leckerem Essen an einem Tisch: Was braucht man mehr?

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Apfelmus

Heißt es eigentlich der Apfelmus oder das Apfelmus? Diese Frage stellt sich öfters, gerade da wir hier im Norden eifrige Verfechter von „der Apfelmus“ sind. Ja, und beides ist möglich. Aber egal, ob ihr „der“ oder „das“ sagt, lecker ist es immer und selbstgemacht von den eigenen Äpfeln sowieso.

So trug es sich zu, dass unser Apfelbäumchen schon eine Menge Äpfel abgeworfen hatte und das Fallobst auf dem Boden lag. Mehr als ein 10l-Eimer kam da schon zusammen und ich kochte einen großen Topf Apfelmus. Weil wir das auf einmal nicht schaffen, kam der leckere Brei gleich in saubere Schraubgläser und ein kleiner Wintervorrat ist angelegt. Schon sind die nächsten gefallenen Früchtchen am Start. Macht nichts, gibts gleich noch eine Partie Apfelmus.

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Ein paar überreife Nektarinen kamen auch gleich ohne Haut als natürlicher Geschmacksverstärker ins Apfelmus.

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So mancher nimmersatte Wurm hatte sich auch in die Äpfel verkrochen, aber was soll’s? Rausschneiden und der nächste Apfel wird geschält. Kennt ihr das noch von eurer Mama oder Oma, wenn die Schale immer länger und länger wurde und man sich als Kind gefragt hat, wie man das so toll hinbekommt? Heute gibt es den Sparschäler, damit gelingt es kinderleicht, finde ich.

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Halbzeit!

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Fast geschafft! So jetzt noch Zucker rein, das variiert nach Apfelsorte und Geschmack. Ich habe auf den großen Topf ein gutes Kilo Rohrohrzucker genommen, daher ist die Farbe vom Apfelmus auch etwas dunkler. 10 g Zitronensäure für Geschmack und Konservierung noch dazu, umrühren, einfüllen, fertig.

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In einer der letzten „Daphnes Diarys“, übrigens eine sehr schöne Zeitschrift für Vintage, Papier und Reisen, gab es ein paar schöne Marmeladenaufkleber. Also beschriftet und raufgeklebt. 2 Gläser habe ich noch mit Stoff auf dem Deckel dekoriert, so ist das Mitbringsel gleich fertig im Regal. Ist das nicht eine tolle Ausbeute, wenn man bedenkt, das eine große Schüssel gleich mit Eierpfannkuchen verspeist wurde?

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Apfelkuchen mit Apfelmusfüllung

Da im Schuppen immer noch ein paar Äpfel überwinterten und wir nach längerer Backpause richtig Lust auf Kuchen hatten, suchte ich ein Rezept. Ich wollte gern einen Kuchen mit Apfelmus backen. Bei Chefkoch fand ich ein passendes Rezept und leicht abgewandelt ging es an die Zubereitung.

Teig: 250 g brauner Zucker, 6 Eier, 250 g Butter, 1 Päckchen Vanillezucker, 500 g Mehl, 250 ml Milch

Daraus den Teig zubereiten. Ich denke, jeder hat da so seine Variante. Ich fange immer mit Eier, Zucker und Butter an, dann kommt der Rest dazu.

Zuvor kochte ich noch stückiges Apfelmus. Dazu habe ich die Äpfel in kleine Stücke geschnitten und mit Zucker kurz aufgekocht. Ich habe nur einen Schluck Wasser dazu gegeben, damit das Apfelmus nicht zu flüssig wird.

Auf ein Backblech ca. 30 x 40 cm habe ich eine Hälfte des Teiges verteilt, dann das Apfelmus drauf und die 2. Hälfte des Teiges oben drauf. Backen braucht man diesen Kuchen nur 30 Minuten bei ca. 180 Grad, ein bisschen Puderzucker und dann kann man ihn schon geniessen. Na gut, ich gebe zu, dass wir heute noch Schlagsahne dazu hatten, die gestern „schmerzlich“ vermisst wurde.

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draußen graue Kälte – drin warmes Rot

Heute haben wir es uns mit der Familie gemütlich gemacht, den grauen Novembertag ausgesperrt und bei Käffchen und Kuchen die Geburtstage unserer beiden Kinder gefeiert. Jeder bekam sein Tischkärtchen, dieses Mal habe ich die Namen in Powerpoint (Leinenstruktur im Textfeld) ausgedruckt, auf gepunktetes dickeres Papier geklebt und mit einem Knopf verziert. Der hatte schon einen Klebepunkt hinten dran, was die Sache sehr vereinfacht hat. An einen roten Apfel mit Draht befestigt und schon sah es fast ein bisschen vorweihnachtlich aus. Mit einem roten Juteband in der Mitte, roten Kerzen und ein bisschen Schnickschnack, der sich sonst so fand, war der Tisch fertig. Dieses Mal sind meine Cookies auch rund geworden und mit Oma Gudruns leckerer Kirschtorte und Cupcakes (sorry, habe vergessen, ein Foto zu machen) verbrachten wir einen schönen fröhlichen Nachmittag. Ich hoffe, Ihr hattet auch ein schönes Wochenenende trotz des grauen Wetters!!!

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Apfelküchlein mit Hefeteig

Es sind immer noch viele Äpfel in unserem Schuppen und zu unseren eigenen gesellten sich noch 2 weitere Sorten von Tante und Onkel dazu. Das hieß, ein weiteres Rezept mit Äpfeln musste ausprobiert werden.

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Ich habe ein Rezept „Miniapplepies mit Hefe“ gefunden.  Gern hätte ich den Link hinterlegt, aber ich finde es nicht mehr :-(. Wenn man nicht gleich alles sortiert, hat man verloren. Aber egal, da ich bei Hefeteig der absolute Freestyler bin, habe ich einfach losgelegt. Milch mit bisschen Butter warm gemacht, Hefe in Zucker aufgelöst, ein Ei dazu, Prise Salz und Dinkelmehl reingerührt. Dann einfach in der Küche stehen lassen, Teig ausgerollt und mit einem größeren Glas Kreise ausgestochen und in die gefettete Muffinform gelegt.

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Äpfel kleingeschnitten, in die Mulden gelegt, mit Zimt und Zucker bestreut und ein paar Streifen Teig darüber gelegt. Bis ich fertig war, gingen diese Streifen noch weiter auf, deshalb sieht mein Teiggitter etwas überdimensioniert aus. Stört aber nicht.P1020388 P1020389

Da ich zu viel Teig hatte, habe ich aus einer Hälfte Apfelküchlein und aus der anderen Rosinenbrötchen gemacht. Die Küchlein gingen für ca. 20 min bei 180 Grad in den Ofen, die Rosinenbrötchen etwas länger. Wenn es goldgelb ist, aus dem Ofen nehmen.

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Das Beste war, dass wir bei mildem Herbstwetter die Apfelküchlein auf der Terrasse genießen konnten. Und was soll ich sagen, es blieb kein einziger übrig!P1020399

„Himmel und Erde“ finden sich zusammen im Kochtopf

Himmel und Erde ist ein typisches mecklenburgisches Gericht, dass besonders im Herbst super lecker ist. Ich koche es ziemlich regelmäßig und meine Kinder lieben es. Hier mal mein persönliches Rezept.

Zutaten: 1 kg Kartoffeln, 5 Äpfel, 1x Suppengrün, 2 große Zwiebeln, Pastinaken (optional), Wiener Würstchen, Lungwurst (optional), Pfeffer, Salz, Zucker

Himmel und Erde
Himmel und Erde
Himmel und Erde - die Zutaten
Himmel und Erde – die Zutaten
Zwiebeln, Suppengrün anbraten
Zwiebeln, Suppengrün anbraten
aufgefüllt mit Wasser oder Brühe
mit Wasser oder Brühe auffüllen und ca. 20 min köcheln lassen
Äpfel dazu
Äpfel dazu, köcheln lassen bis sie zerfallen, dann alles mit dem Kartoffelstampfer zerkleinern
fertig mit Wiener Würstchen und Lungwurst
fertig mit Wiener Würstchen, Lungwurst und viel Petersilie

Abschmecken mit Pfeffer, Salz und Zucker (gern brauner), Fertig ist Himmel und Erde. Probiert es mal aus, es ist wirklich lecker!