Apfel-Baiser-Kuchen – ein herbstliches Vergnügen

Ein herrliches Oktoberwochenende liegt hinter uns. Das Wetter bescherte uns immer noch milde Sonnenstrahlen und das goldene Herbstlaub sieht einfach grandios aus. Hab beim Radeln heute diesen Schnappschuß gemacht. Einfach zum Genießen!

Zu einem tollen Wochenende gehört natürlich auch etwas Selbstgebackenes aus dem Ofen. Apfelkuchen geht doch immer, oder nicht? Ich habe schon so einige Varianten gebacken und auch auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole, es sind immer noch Äpfel aus eigener Ernte im Schuppen, die auf eine Verarbeitung warten. Ich hatte Lust auf einen Apfel-Baiser-Kuchen und nachdem ich letztes Wochenende schon einen gebacken habe und noch ein bisschen am Rezept rumgeschraubt habe, gibt es heute für euch meine Variante.
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Zutaten:
2 Eier
3 Eigelb
100 g Rohrohrzucker
1 Päckchen Vanillezucker
150 g Butter
150 g Dinkelmehl 630
1 1/2 TL Backpulver
100 g Kartoffelstärke
1 Biozitrone
6-7 Äpfel (ca. 600 g Apfelstückchen)
3 Eiweiß
120 g Rohrohrzucker
Salz

Zubereitung:
Die 2 ganzen Eier, die 3 Eigelb zusammen mit dem Zucker/Vanillezucker und einer Prise Salz schaumig schlagen. Die Butter im Topf bei niedriger Temperatur schmelzen und im feinen Strahl zu der Eier-Zucker-Masse geben und gut rühren. Abrieb und den Saft der halben Zitrone kommen jetzt in den Teig. Anschließend Mehl, Kartoffelstärke und Backpulver mischen und unterheben. Die Teigmasse kommt jetzt in eine mit Backpapier ausgelegte 26er Springform. Die Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in kleine Stück schneiden. Mit Saft der 2. Zitronenhälfte beträufeln, dabei einen Teelöffel Saft aufbewahren. Die Äpfel auf den Kuchen geben und in den vorgeheizten Backofen (Umluft 150 Grad) für 40 Minuten backen.
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In der Zwischenzeit die Küche aufräumen und das Baiser vorbereiten. Dafür die 3 Eiweiß mit einer Prise Salz, dem Teelöffel Zitronensaft und der 2. Ladung Rohrrohrzucker ordentlich mixen. Es muss lange Spitzen ziehen, wenn man die Quirle entfernt. Dann ist es genau richtig. Nach 40 Minuten Backzeit das Baiser auf den Kuchen geben und noch weitere 20 Minuten backen. Umluft scheint dem Baiser gut zu bekommen. Es ist richtig schön aufgegangen und auch nach dem Backen nicht zusammengefallen. Ich mag das ja, wenn so eine dicke, fette Baiserschicht auf dem Kuchen ist. Jetzt braucht man nur noch das Käffchen dazu und der Sonntagnachmittag könnte nicht schöner sein.

Die Sonne schien durch die Fenster und die Jungs, die vom Fußball kamen, hatten ordentlich Hunger. Es war mal wieder schwer, sie vom Tisch wegzubekommen. Bevor ich HALT schreien konnte, hatte einer von ihnen schon ein Stückchen Baiser vom Kuchen genascht. Nein, ich verrate nicht, wer es war. Vielleicht entdeckt ihr das fehlende Stückchen.

Aber ist ja auch schön, wenn es allen schmeckt. Der fast noch lauwarme Apfel-Baiser-Kuchen tat es jedenfalls. Die saftigen Äpfel mit ein wenig Zitronenaroma und die fluffige Baiserschicht waren ein herbstliches Vergnügen und ich werde diesen Kuchen wohl noch des Öfteren kredenzen. Super lecker und besonders mit sauren Apfelsorten wie Boskop eine köstliche Angelegenheit, die auch im Winter schmecken wird. Aber noch genießen wir den goldenen Herbst und erfreuen uns an jedem Lichtstrahl, bevor uns die Dunkelheit wieder fest im Griff hat.
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Da wir dieses Jahr noch keine Nachfröste hatten, habe ich noch so schöne Blümchen im Garten. Mit dem wunderschönen Zierapfel doch eine tolle Farbenpracht, oder? Ein echtes #Sonntagsglück!

Apfel-Pflaumen-Galette, ein herbstlicher Genuss

Nun, ist es soweit. Der Herbst hat uns mit Regen, Sturm und grauen Wolken fest im Griff. Nach dem schönen Sommer freut man sich schon fast auf Schmuddelwetter. Der Wechsel der Jahreszeiten hat schon seinen Reiz. Ob ihr es glaubt oder nicht, wir hatten heute das erste Mal den Kamin an und es war/ist sehr gemütlich im warmen Schein unseres knisternden Feuers. Nichtsdestotrotz wünsche ich mir einen milden Herbst mit Sonne, die durch die bunten Blätter scheint und windstille Nachmittage auf der Terrasse. Genau dann möchte ich bei einer Tasse Kaffee einen knusprigen Mürbeteig mit Äpfeln und Pflaumen belegt geniessen können. So geschehen am vergangenen Sonntag. Da dieses einfache und leckere Rezept in meiner Raupensammlung (sprich meinem Blog) nicht fehlen darf, gibt es das jetzt exlusiv für euch. Das wird es definitiv noch öfter geben. Nicht nur, weil dieses Jahr unendlich viele Äpfel und Pflaumen an den Bäumen herangereift sind, sondern weil es ratzfatz zubereitet ist und genau für 4 Personen zum Kaffee reicht. Muss ja nicht immer so ein Riesenkuchen sein.
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Apfelernte und ihre süßen Folgen

Anfang Oktober zogen wir in die Apfelernte. Onkel und Tante, die in einem idyllischen Dorf bei Schwerin wohnen, brauchten Hilfe in diesem reichen Apfeljahr. Vier riesengroße Bäume, brechend voll mit den Apfelsorten Ontario und Boskoop wollten abgeerntet werden. Bei herbstlich windigem, aber sonnigem Wetter füllten wir Kiste um Kiste mit großen saftigen Äpfeln unter den wachsamen Augen der Hühner. Die gackerten friedlich vor sich her und zahm wie sie sind, freuten sie sich anscheinend über unsere Gesellschaft.

Die Ernte dieses Jahr war wirklich überwältigend. Viele Kisten wurden solange gefüllt bis keine einzige mehr da war. Was noch da war, waren Äpfel und zwar reichlich. Also hieß es, Hänger angeschnallt und ab zur Mosterei. Ein echter Männerjob, diese schweren Apfelkisten hin- und her zu wuchten.
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