Quinoa-Gemüseauflauf und Fakeklopse

Der Liebste rief am Freitag leicht verstört an, weil kein Fleisch auf dem Einkaufszettel stand. „Es gibt am Sonntag vegetarisch!“ meine Antwort. Hoffnungsvolle Frage: „Und am Samstag?“ „Essen wir Kohlrouladen bei deiner Mutter!“ Hörbares Aufatmen am anderen Ende. Ein Tag Fleisch, ein Tag kein Fleisch heißt der Kompromiss beim Projekt “Bewußte Ernährung“ in den nächsten Wochen. Nachdem wir also die leckeren Kohlrouladen bei Schwiegermama genossen hatten, kochte ich am Sonntag vegetarisch. Das Prinzesschen wünschte sich einen Quinoa-Auflauf. Passt perfekt! Check! Schon länger wollte ich Getreidebratlinge machen. Rezeptideen durchstöbert, Zutaten sogar alle zu Hause gehabt. Check! Eigentlich hatte ich nicht so wirklich geplant einen Blogbeitrag darüber zu machen. Da es aber wirklich lecker war, teile ich es gern mit euch.
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Fasten, Fisch und Fenchel

Die Fastenzeit hat letzten Mittwoch begonnen. Adventsnaschereien, Weihnachtsvöllerei  und zu guter Letzt die Faschingsberliner haben ihre Spuren hinterlassen. Deftiges Essen, Schokolade in nicht gerade homöopathischen Mengen und abends noch die fette Salamistulle helfen mir zwar gegen winterliche Kälte und Dunkelheit, machen aber auch ein bisschen träge und die Jeans zwickt dann auch schon mal hier und da. Jetzt wo die Sonne etwas höher steht, der Vitamin-D Spiegel und damit auch die Stimmung wieder etwas höher steigen, hat man wieder mehr Schwung. Es ist wieder einmal an der Zeit, die Ernährungsgewohnheiten zu überdenken. Die Fastenzeit ist da doch ein guter Startschuß. Hier geht es mir gar nicht um den dogmatischen Verzicht von bestimmten Lebensmitteln oder um „3 kg in 5 Tagen!“, sondern darum, sich die nächsten 40 Tage besonders bewusst und gesund zu ernähren. Bewusst heißt für mich in dem Fall, weniger Fleisch, weniger Zucker und weniger Weißmehl.

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Etwas mit Kürbis

Na, alle Geister vertrieben am heutigen Halloween-Tag? Ich finde es ja immer allerliebst, wenn die süßen Nachbarkinder vor der Tür stehen und tolle Gedichte aufsagen für ein paar Süßigkeiten, die natürlich gleich hinter der Haustür parat stehen. Dekotechnisch habe ich dieses Jahr auf alte Requisiten zurückgegriffen. Ist ja genug da wie du hier und hier sehen kannst.
Essenstechnisch muss es etwas mit Kürbis sein. Egal, ob Kürbissuppe in den verschiedenensten Varianten oder auch mal ein deftiger Auflauf. Die Grundidee hat mir eine Kollegin aus dem aktuellen Tim Mälzer Heft näher gebracht, meine Variante entstand aus den Zutaten, die da waren:

1 halber Hokkaido
4 Süßkartoffeln
1 große Zucchini (von einer lieben Nachbarin)
800 g Hackfleisch gemischt (ich nehme immer gern mehr Rindfleisch 500g/300g)
2 kleine Dosen gehackte Tomaten
Kräuter der Provence (getrocknet oder frisch)
2 Zwiebeln
2 Zehen Knoblauch
1 Bund Suppengrün
2 Eier
2 Eßlöffel Mehl
Chili, Muskat, Pfeffer, Salz

img_2551Der Auflauf reicht für 8 Personen oder für 2 Mal Mittag für 4 Personen. So, jetzt die Pfannen raus und los gehts. Weiterlesen

Dinkel wie Reis

So stand es auf der Packung und wanderte flugs in den Einkaufskorb. Das muss ich doch mal probieren. Aber was ist das eigentlich: Dinkelreis? Im Netz heißt es „entspelzter, leicht geschliffener Dinkel“. Er soll 6 x so viel Ballaststoffe und doppelt so viel Eiweiß wie weißer Reis haben. Dinkel – auch Magnesiumweizen genannt – soll mit seinen Mineralien die Nerven stärken, reich an Vitamin E und Eisen sein. Weitere Pluspunkte sind der klimaschonende Anbau und die Regionalität des Produktes im Vergleich zum Reisanbau, der viel Wasser verbraucht und Methan produziert. Im Vergleich zum Weizen soll Dinkel gesünder sein, da er eiweiß- und mineralstoffreicher ist. Auch das Gluten macht beim Dinkel nicht so zu schaffen. Schon Hildegard von Bingen war  ein Fan des Urkorns. Wer sich darüber noch weiter informieren möchte, kann dazu hier und hier und hier Lesenswertes finden. Weiterlesen

Rote-Bete-Auflauf

Am Wochenende haben wir eine Geburtstagsfeier geschmissen. Schön, dass alle Nachbarn etwas Leckeres mitbrachten, so war es nicht so stressig und ich konnte in Ruhe auch noch 1-2 Köstlichkeiten vorbereiten. Eine davon war ein Rote-Bete-Auflauf, der so gut angekommen ist, dass alle gleich das Rezept haben wollten. Also ab in den Supermarkt  und gleich noch einmal gekocht. So habe ich zum einen für die nächsten 2 Tage ein leckeres Mittagessen und kann zum anderen mit ein paar Bildern bei Tageslicht das Rezept mit allen Interessierten teilen.
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Heute vegetarisch – überbackener Pak Choi mit Kichererbsenfladen

Marlies vom Blog Homestead notes inspiriert mich öfters mal zum Nachkochen ihrer grandiosen Gerichte. Auch wenn ich (noch) nicht Fan der veganen Küche bin, finde ich die Kombinationen und den Einsatz von viel frischem Gemüse einfach toll. So gab es Freitag eine vegetarische Variation von dem Rezept Pak Choi mit Kichererbsenpolenta. Nun ist es in meiner Familie nicht ganz so einfach mit der Ansage: „Heute gibt es vegetarisch“! Mein Mann – eher von der Generation Bratklops – fragt dann gleich die Kinder, ob sie nicht lieber auswärts essen wollen oder ob er für den Notfall noch ein Kilo Hack kaufen soll. Natürlich überhöre ich derartige Frotzeleien – schließlich bin ich die Köchin der Familie und ziehe los, um wunderbar frischen Pak Choi zu kaufen. Weiterlesen

Birnen-Quark-Auflauf

Man soll ja nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, in diesem Fall lohnt es sich aber. Eine liebe Kollegin hat den Apfel-Quark-Auflauf mit Birnen zubereitet und das ist so lecker, dass es einen eigenen Blogbeitrag wert ist. Ihr nehmt also das Rezept von hier, ca. 9 Birnen statt der Äpfel und legt los! Wenn Euch so eine große Auflaufform zu viel ist, einfach halbieren, aber ich sage euch, das werdet ihr bereuen. Es schmeckt nämlich auch am nächsten Tag noch richtig lecker. Köstlich, einfach wunderbar!IMG_4650 IMG_4652 IMG_4656 IMG_4658

Habt ein schönes sonniges Herbstwochenende!

Quinoa, Quark und Quatschen

Am vergangenen Sonntag kam meine liebe Freundin Lydia mit ihren Kindern zu Besuch. Wir kennen uns schon unglaubliche 29 Jahre und sehen uns eigentlich viel zu selten. Auch selten, dass man es schafft, Freundschaften trotz Entfernung so lange aufrecht zu erhalten. Wir aber schauen uns an, kreischen uns an, dass wir uns ja wieder nicht verändert haben und machen da weiter, wo wir beim letzten Mal aufgehört haben. So auch dieses Mal und es war ein wunderschöner Sonntag, wo wir alte Geschichten aufgewärmt haben, an die sich mal die eine und mal die andere erinnerte. Natürlich wurde auch die Gegenwart und Zukunft ausführlich beschnattert und da die Zeit wie immer viel zu schnell vergeht, muss für Essenszubereitung eine möglichst effektive Variante genutzt werden. Jetzt kommen Quinoa und Quark ins Spiel und zwar in Auflaufform. Zum einen gab es einen Zucchini-Kürbis-Quinoa Auflauf und als Nachspeise einen Apfel-Quark-Auflauf. Die können nämlich im Ofen vor sich hin schmurgeln, während uns mehr Zeit bleibt, über die Lehrer aus der Abiturzeit zu quatschen.

Zucchini-Kürbis-Quinoa Auflauf

Schon lange wollte ich etwas mit Quinoa machen und hatte dieses Getreide der Inkas auch schon in meinem Vorratsschrank liegen. Flugs noch eine Anleitung zur Zubereitung von Quinoa aus dem Netz gezerrt und der Spaß konnte beginnen. Hier die Zutaten: 300 g Quinoa, 2 Zucchini, 1 kleiner Hokkaido, 3 Zwiebeln, ein Bund frische Möhren, 2-3 Zehen Knoblauch, 1 kleine Dose Pizzatomaten, Rosmarin, Thymian, 1 Becher Schmand, Pfeffer, Salz, Chili, Käse zum Überbacken, Petersilie zum Bestreuen.

Den Quinoa mit 750 g Wasser und Salz (wahlweise auch Gemüsebrühe) ca. 20 min. gar ziehen lassen. Zwiebeln und Knoblauch in Öl anbraten, ebenso die Möhren. Den gegarten Quinoa dazugeben, mit Tomaten und Gewürzen ca. 10 Minuten schmoren lassen. Zum Schluß den Schmand unterrühren und nochmal pikant würzen.  Die gewürfelten Zucchini und Kürbisstücke in die Auflaufform einfüllen, auch hier mit Salz und Pfeffer würzen. Die Quinoamasse darüber geben und mit Reibekäse abdecken. Ca. 30-40 min. (bis die Zucchini und der Kürbis durch sind) im Backofen bei ca. 200 Grad überbacken. Zum Schluss mit Petersilie bestreuen. Es hat uns allen sehr gut geschmeckt und es scheint auch ein Kindergericht zu sein. Alle 4 Kinder haben es gern gegessen.

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Nachspeise muss natürlich sein, besonders wenn 4 Kinder am Tisch sitzen. Außerdem waren da wieder so viele Äpfel im Garten, die verarbeitet werden wollten und da fiel mir mein Quark-Auflauf wieder ein, den ich ab und zu backe.

Apfel-Quark-Auflauf

Zutaten: 4-5 Äpfel, 1 kg Magerquark, 125 g Butter, 4 Eier, 250 g Zucker, 2 Päckchen Vanillezucker, 1 Päckchen Vanillepudding Pulver, 3 Löffel Weichweizengrieß, 2 Teelöffel Backpulver

Die Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen, in kleine Stücke schneiden und in die gebutterte Auflaufform füllen. Eier, Vanillezucker und Zucker schaumig schlagen, Quark dazu, die Butter weich werden lassen und langsam zum Teig dazu laufen lassen. Vanillepuddingpulver, Grieß und Backpulver vermischen und dazugeben. Die Teigmasse über die Äpfel geben und den Auflauf ca. 1 h bei 180 Grad backen. Mit der Stäbchenprobe prüfen, ob er gut ist.

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Mit guten Freunden bei leckerem Essen an einem Tisch: Was braucht man mehr?

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