Und schwupps ist Ostern!

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber Ostern ist für mich immer plötzlich da. Während man Weihnachten langsam Deko und Leckereien antrainiert, hat das größte christliche Fest im Frühling doch eine gewisse Spontanität und Leichtigkeit. Da dekoriert man am Samstag vorher noch ein bisschen rum. Habe erst heute meine kleinen Porzellanhasen vom Boden geholt und als ich beim Blumenladen meines Vertrauens noch einen Weißdornzweig ergatterte, wurde der mit meinen Buchstabenketten behängt. Das gefällt mir fast besser so als vorher.
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Nonnefetzle – eine Kindheitserinnerung

In so melancholischen Momenten eines langen Winters sehne ich manchmal nach der Kindheit. Dieses wohlige Gefühl, alle Zeit der Welt liegt noch vor einem und nichts und niemand kann einem diesen einen Glücksmoment nehmen. Ach, so befreit war man doch nur als Kind! So happy, dass man nur noch tanzend durch die Welt läuft und  auch ein mahnendes: „Zappel nicht so rum!“ einen nicht von der Wolke 7 runter bekommen konnte.

Einer dieser schönen Glücksmomente als Kind war bei meiner Oma zu sein. Sie liebte meine Schwester und mich uneingeschränkt, verlangte keine Ordnung und gute Schulnoten. Im Gegenteil, bei ihr konnten wir unsere Beine und unsere Seele auf dem Kirschbaum baumeln lassen. Sie hat uns immer bedauert, weil wir so viel in der Schule lernen müssen. Süß, nicht? Für sie als warmherzige Bauersfrau war es unvorstellbar, dass wir den ganzen Tag Schulstoff in uns reinprügeln lassen müssen. Meine Schwester und ich hatten da als gute Schülerinnen weniger das Problem als unsere liebe Omi.
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Valentinstag? Muss das sein?

Am Freitag saßen wir gemütlich vor dem Fernseher und auf einmal pöbelte der Liebste los: „Valentinstag? Muss das sein? Die gehen mir auf den Keks damit!“ „Liebster, kein Streß! Ich freue mich, wenn du mir jede Woche beim Einkaufen ein paar schöne Tulpen mitbringst und den Müll immer klaglos raus bringst. Viel schöner als wenn du mir einmal im Jahr überteuerte Rosen mitbringst!“ So, der Liebste war beruhigt. Der Druck dieses doch etwas künstlich gepuschten Tages war von ihm genommen. Er muss nicht durch „Come in and find nothing“ Läden hirschen oder die Blumenindustrie ankurbeln.

Ich mag ja all diese Tage und denke mir ganz zwanglos eine Kleinigkeit aus. Falls mir nichts einfällt, wäre es auch nicht weiter dramatisch. Geburtstag oder Weihnachten sind doch da eine ganz andere Kategorie. Dieses Jahr habe ich mich von Yvonnes Cupcakes mit  Loveletters inspirieren lassen und leckere Valentinskekse gebacken. So viel zum Thema „auf den Keks gehen“ 🙂 . Die gab es ganz entspannt heute schon und sie waren so zart, knusprig und frisch, dass ich das Rezept gleich mit euch teilen muss:

Zutaten:
300 g Mehl
100 g Zucker
1 Ei
200 kalte Butter
1 Päckchen Vanillezucker
Für den Guß: Puderzucker, Zitronensaft und ein paar Zuckerherzen

Die Zutaten schnell und mit kalten Händen zügig durchkneten. Die Teigkugel in Frischhaltefolie wickeln und 1-2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Du kannst den Teig auch am Vorabend vorbereiten und nächsten Tag verarbeiten.

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Apfelernte und ihre süßen Folgen

Anfang Oktober zogen wir in die Apfelernte. Onkel und Tante, die in einem idyllischen Dorf bei Schwerin wohnen, brauchten Hilfe in diesem reichen Apfeljahr. Vier riesengroße Bäume, brechend voll mit den Apfelsorten Ontario und Boskoop wollten abgeerntet werden. Bei herbstlich windigem, aber sonnigem Wetter füllten wir Kiste um Kiste mit großen saftigen Äpfeln unter den wachsamen Augen der Hühner. Die gackerten friedlich vor sich her und zahm wie sie sind, freuten sie sich anscheinend über unsere Gesellschaft.

Die Ernte dieses Jahr war wirklich überwältigend. Viele Kisten wurden solange gefüllt bis keine einzige mehr da war. Was noch da war, waren Äpfel und zwar reichlich. Also hieß es, Hänger angeschnallt und ab zur Mosterei. Ein echter Männerjob, diese schweren Apfelkisten hin- und her zu wuchten.
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Pizza geht immer – dieses Mal in Mini und Low Carb

Auf Kerstins Blog littlenecklessmonsterfood stöbere ich zu gern. Ob tolle vegetarische Gerichte oder Reisen, es macht Spaß die Beiträge zu lesen und nicht selten stehen ihre Gerichte auf meiner „Koch-ich-auch“-Liste. So stellte sie vor längerem schon ihre Mini Zucchini Pizzen vor. Ein perfektes “Freitagabend, ich starte gemütlich ins Wochenende”-Essen, nicht zu aufwendig, lecker mit einem Glas Wein oder Bier und ein Familienessen. Ach, was gibt es Schöneres.
Das Besondere an diesem Gericht ist, dass Zucchinischeiben als Grundlage der Pizza dienen. Diese werden dann mit Pesto bestrichen und können dann nach Lust und Laune belegt werden. Hier kommt dann deine Fantasie ins Spiel. Alles, was du da hast oder was du sowieso auf Pizza magst, kannst du hier verwenden.

Ich habe gleich 4 Varianten gebaut:

  • mit Tomate, Lauchzwiebel und Mozarella
  • mit Paprika, Tomate, Gouda
  • mit Artischocken und Gouda
  • mit getrockneten Datteln und Ziegenfrischkäse

Zucchini in Scheiben schneiden und mit dem Pesto bestreichen. Dafür nehme ich gern rotes, das mag ich lieber. Ich habe für 4 Personen 2 Bleche gemacht. Sieht vielleicht viel aus, ist aber dringend zu empfehlen. Das ist sich so weg.

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Sommerzeit ist Tartezeit

Es ist Sommer und eine schier verschwenderische Fülle an Früchten ist reif. Egal, ob man im Supermarkt Pfirsiche, Aprikosen oder Melonen kauft oder im heimischen Garten Erdbeeren, Kirschen oder Himbeeren erntet, man weiß gar nicht, für was man sie zuerst verwerten soll. Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen von sommerlichen Tartes. Inspiriert von Jeannys bezauberenden Blog Zucker, Zimt und Liebe habe ich sowohl Samstag und Sonntag eine Tarte gebacken, die blitzschnell fertig war und dabei so lecker war, dass ich mich fragte, ich ich all die Jahre ohne eine sommerliche Tarte gemacht habe. Bei dem Rezept habe ich etwas abgewandelt, weil ein leckeres Mürbeteigrezept auf dem Blog „Backen macht glücklich“ auch gerade meinen Weg gekreuzt hat. Diese Kombi war einfach gut und daher hier mein persönliches Rezept.

Zutaten:
250 g Mehl
90 g Zucker
125 g Butter
1 Ei
1 Prise Salz
1 Prise Backpulver
50-100 g geriebene Mandeln
1 Eigelb bzw. ein Ei und Zucker zum Bestreuen
Früchte nach Belieben

Zubereitung:
Mehl, Backpulver, Salz, Zucker und klein gewürfelte Butter zu einem Mürbeteig kneten. Das Ei dazugeben und für mindestens eine halbe Stunde in Folie gewickelt in den Kühlschrank geben. Gern auch über Nacht, dann ist es nächsten Tag um so schneller fertig.
Jetzt den Teig auf einem mit Backpapier belegtem Blech ausrollen. Einfach ein Oval, Risse, offene Stellen, je rustikaler, um so besser. (Das liebe ich am meisten an diesem Rezept 🙂 !). Jetzt die Mitte mit geriebenen Mandeln bestreuen, die saugen die Flüssigkeit der Früchte auf. Dann die gesäuberten Früchte, in diesem Fall halbierte Aprikosen und Johannesbeeren, verteilen und den Rand der Tarte umklappen. Diesen mit Eigelb bestreichen und mit Zucker bestreuen. Jetzt ca. 40 Minuten bei 170 Grad backen und fertig ist eine goldgelbe Tarte. Schlagsahne dazu ist ein Muß, Vanilleeis kann.

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Ein Fußball zum Aufessen

Ich hoffe, ihr habt alle die Niederlage des deutschen Teams bei der EM 2016 verdaut. Bei uns zu Hause und im Büro herrschte schon ein bisschen gedrückte Stimmung am Freitag und das Entsetzen in Jogis Gesicht am Donnerstag Abend kurz vor Spielende war geradezu erschreckend. Gern hätten wir unsere Mannschaft beim heutigen Finale angefeuert. Aber wir sind bis zum Halbfinale gekommen und können stolz auf den EM-Kader sein. Unser Team hat uns eine wunderbare Zeit beschert, sie haben tolle Spiele abgeliefert und unser Land wieder ein bisschen näher zusammenrücken lassen. Worauf ich besonders stolz bin, sind die Reaktionen im Netz nach dem letzten Spiel. Ganz Deutschland unterstützt unser Team trotz Niederlage und bedankt sich bei unserer Nationalmannschaft für diese EM. Auch wenn ein kleines Sommermärchen zu Ende gegangen ist, bleibt viel Positives zurück. Und hey, Weltmeister sind wir immer noch!

Aber es gibt noch viele andere Fußballgeschichten zu erzählen. Besonders im Nachwuchs engagieren sich Tausende von ehrenamtlichen Trainern und Mannschaftsleitern. So auch in unserem Verein „SG Warnow Papendorf“. Das ganze Schuljahr wird bei Wind und Wetter trainiert, am Wochenende die Jungs angefeuert und auch sonst sich um alles gekümmert. Da müssen die Termine der Punktspiele, die Fahrgemeinschaften, neue Trainingsklamotten usw. usw. koordiniert werden. Das läuft alles nicht von alleine und das alles für höchstens eine winzige Aufwandsentschädigung. Da ist es doch nur recht und billig am Ende des Schuljahres „Danke“ zu sagen für so viel Engagement und investierte Zeit.

Schnell war klar, dass man mit einem schönem Essensgutschein unserem Trainer und Mannschaftsleiter eine Freude machen kann. Dann wurde ich gefragt, ob ich die nicht noch nett verpacken kann. Ja, das mach ich gern! Aber mir fehlte irgendwie die Idee. Gerade für Männer ist das ja nicht so einfach. Es sollte etwas mit Fußball zu tun haben, klar, aber dann verließ mich auch schon die Kreativität. Ich ließ es ein wenig laufen und wartete auf eine Eingebung, die ich letzten Dienstag in Sallys Blog fand. Ein Fußballbrot! Das ist es!
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Erdbeer-Rhabarber-Datschi

Als ich neulich in München am Bahnhof nach einer Leckerei Ausschau gehalten habe, stand am Bäcker: Erdbeer-Rhabarber-Datschi. „Wow, das hört sich gut an!“ dachte ich. Auch wenn ich bis dato Datschi nur mit Zwetschgen oder als Reiberdatschi kannte, konnte ich mir so ein Datschi in Verbindung mit Erdbeeren und Rhabarber gut vorstellen. Genau das brauchte ich da und ich verzehrte ein saftiges Stück Hefekuchen mit knusprigen Streuseln obendrauf. „Man, war des goad!“ hätte ein Bayer gesagt.
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