Aus dem Rahmen fallen – Tischdeko zum Geburtstag

Gestern war es wieder so weit, unser fröhliches Familien-Novembertreffen für unsere beiden Geburtstagskinder fand statt. Ich berichtete schon letztes Jahr hier über unsere Familie. Jetzt bin ich stolze Mama von 2 Teenies und genieße es in vollen Zügen. Auch wenn Kinder als Babies so süß sind und frau sie den ganzen Tag abknutschen könnte, bin ich doch begeistert von der Entwicklung, die die eigenen Kinder so nehmen und wie sie immer mehr zu Persönlichkeiten heranwachsen. Herrlich, wie schön wir uns in der Woche bei unserer einzigen gemeinsamen Mahlzeit, dem Abendbrot unterhalten können und wie viel man von seinen eigenen Kindern lernen kann. Was wäre ich ohne meine Teenager-Tochter, die mir regelmäßig das Handy aufräumt, damit der Speicher wieder für Updates ausreicht. Was wäre ich ohne die Gelassenheit vom Teenager-Sohn, von dem ich nur lernen kann, wie man mit geringstem Aufwand doch viel erreichen kann. Bin echt stolz auf meine beiden!

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Winter wird’s…

… dieses Jahr schon früh. Auch wenn ich ein Sommer-, Sonne-, Lange hell-Fan bin, kann ich mich den Reizen des Winters nicht entziehen. Schaut es euch an und denkt an all die schönen Seiten im Winter. An all die gemütlichen Couchtage bei Kerzenschein und heißem Tee, einem Spaziergang in der zur Ruhe gekommenen Natur und der Vorfreude auf die Weihnachtszeit. Genießt die ruhigen Momente des Winters und die glücklichen, denn schon Theodor Fontane sagte dazu: „Bei Lichte besehen sind Ruhe und Glück überhaupt dasselbe.“

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Unsere Geranien blühten bis der Schnee sie überrascht hat. Auch die Fuchsien hatten den Ehrgeiz uns bis zum Winteranfang zu erfreuen. Der Feuerdorn ist in der kalten Jahreszeit immer ein Blickfang. Weiterlesen

Der Apfelmus, aber das Chutney

Also in Mecklenburg heißt das „der Apfelmus“ oder besser noch „der Appelmus“. Sogar der Duden erlaubt uns das. Da steht drin, ich zitiere „das, landschaftlich auch: der Apfelmus“. Tja, und mit landschaftlich sind wir gemeint. In meiner Familie sagt jedenfalls jeder „der“. Irgendwann ist mir das aufgefallen, dass das doch eigentlich „das Apfelmus“ heißen müsste, aber man spricht wie man es gelernt hat. Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm.
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7-Sachen-Sonntag

Ein wunderbarer Sommertag neigt sich dem Ende. Der Norden wird gerade mit Sonne pur verwöhnt. Wen wundert es da, dass das Leben sich komplett draußen abspielt.

Tee trinke ich in jeder Jahreszeit, Kräutertee geht immer bei mir. Nebenbei die Wäsche auf die Leine gebracht.

Mageriten in kleinen Väschen arrangiert. Vorher den Ameisen draussen die Chance gelassen, das Arrangement zu verlassen 🙂 . Die meisten waren so clever.

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Eigene Ernte – da haben wir den Salat!

Auch wenn es schon zwei Wochen her ist, möchte ich euch unseren ersten eigenen Salat nicht vorenthalten. Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal Spinat angebaut und ich bin total begeistert. Zum einen mag ich die zarten jungen Blätter immer gern im Salat und zum anderen wächst das Zeug wie Unkraut. Genau richtig für mich! Die ersten Radieschen sind sowieso immer zart und lecker. Dazu noch der frische Dill, der sich dieses Jahr nicht annähernd an seine vorgeschriebenen Reihen hält 🙂 .  Ich sage euch, es war ein Gedicht.

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Tulpe (Tulipa)

Ich mag die Tulpe. Schon im Januar beginnt ihre Zeit in unserem Zuhause. Wenn das ganze Weihnachtsgedöns wieder verpackt ist, mag ich cleane Deko, aber nicht ohne ein paar Tulpen auf dem Küchentisch. Sehnsüchtig erwarte ich dann das Frühjahr mit wöchtlich frischen Tulpensträußen, ohne die ich es in die wärmere Jahreszeit kaum zu schaffen glaube. Ob schlichte weiße, leuchtend pinke oder elegante Papageientulpen, Hauptsache das Liliengewächs erfreut mein Auge und Gemüt. … und schön aus dem Wohnzimmer tragen, wenn der Kamin angemacht wird, sonst lassen sie gleich die Köpfe hängen.

Wie wunderbar, wenn es dann im Garten so weit ist und dort zuerst die grünen Stengel erscheinen und man Schritt für Schritt sehen kann, wie die Köpfe immer größer und farbiger werden . Wie schön, wenn sie mich morgens auf dem Weg zur Arbeit verabschieden und abends wieder begrüßen. Sie machen einfach immer eine gute Figur, egal, ob sie dem Hagel trotzen müssen oder bei strahlendem Sonnenschein ihre fein gemaserten Blütenköpfe zeigen.

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Apfelmus

Heißt es eigentlich der Apfelmus oder das Apfelmus? Diese Frage stellt sich öfters, gerade da wir hier im Norden eifrige Verfechter von „der Apfelmus“ sind. Ja, und beides ist möglich. Aber egal, ob ihr „der“ oder „das“ sagt, lecker ist es immer und selbstgemacht von den eigenen Äpfeln sowieso.

So trug es sich zu, dass unser Apfelbäumchen schon eine Menge Äpfel abgeworfen hatte und das Fallobst auf dem Boden lag. Mehr als ein 10l-Eimer kam da schon zusammen und ich kochte einen großen Topf Apfelmus. Weil wir das auf einmal nicht schaffen, kam der leckere Brei gleich in saubere Schraubgläser und ein kleiner Wintervorrat ist angelegt. Schon sind die nächsten gefallenen Früchtchen am Start. Macht nichts, gibts gleich noch eine Partie Apfelmus.

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Ein paar überreife Nektarinen kamen auch gleich ohne Haut als natürlicher Geschmacksverstärker ins Apfelmus.

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So mancher nimmersatte Wurm hatte sich auch in die Äpfel verkrochen, aber was soll’s? Rausschneiden und der nächste Apfel wird geschält. Kennt ihr das noch von eurer Mama oder Oma, wenn die Schale immer länger und länger wurde und man sich als Kind gefragt hat, wie man das so toll hinbekommt? Heute gibt es den Sparschäler, damit gelingt es kinderleicht, finde ich.

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Halbzeit!

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Fast geschafft! So jetzt noch Zucker rein, das variiert nach Apfelsorte und Geschmack. Ich habe auf den großen Topf ein gutes Kilo Rohrohrzucker genommen, daher ist die Farbe vom Apfelmus auch etwas dunkler. 10 g Zitronensäure für Geschmack und Konservierung noch dazu, umrühren, einfüllen, fertig.

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In einer der letzten „Daphnes Diarys“, übrigens eine sehr schöne Zeitschrift für Vintage, Papier und Reisen, gab es ein paar schöne Marmeladenaufkleber. Also beschriftet und raufgeklebt. 2 Gläser habe ich noch mit Stoff auf dem Deckel dekoriert, so ist das Mitbringsel gleich fertig im Regal. Ist das nicht eine tolle Ausbeute, wenn man bedenkt, das eine große Schüssel gleich mit Eierpfannkuchen verspeist wurde?

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Wind? Na und!

Wie ihr sicherlich wiesst, weht bei uns im Norden immer eine mehr oder weniger steife Brise. Gerade auf einer Terrasse, die nach Süden ausgerichtet ist, was ja auch Sinn macht, weht der Wind entweder von Osten oder von Westen quer rüber. Natürlich lassen wir uns davon in unseren Frischluftaktivitäten in keinster Weise abhalten und gerade an heißen Sommertagen ist ja so ein Lüftchen ganz angenehm. Nur kann es also vorkommen, wenn man auf der Terrasse sitzt und gemütlich Kaffee trinkt, dass einem die Zipfel der Tischdecke in die Tassen klatschen und das eine oder andere leere / halb volle Glas bei einer Windböe umkippt, weil die Tischdecke hoch schlägt. Das kann dann die Gemütlichkeit schon empfindlich stören, wenn der Gastgeber nach dem Lappen rennt oder er die Schlagsahne von den Tischdeckenzipfeln kratzen muss.

Wenn nun jemand sagt, da gibt es doch diese praktischen Beschwerer zum Ranklicken, kann ich nur müde erwidern: „Hatte ich schon!“ Nur leider rechneten die Hersteller nicht mit der Ungestümtheit von hungrigen Kindern, die an den Tisch stürzen und schon beim ersten Ranrutschen an den Tisch klackerten diese Beschwerer unter den Tisch und waren kaum noch zu finden oder das Suchen verursacht weitere Unruhe.

Meine Variante einer windsicheren Tischdecke ist eine Husse, die passgenau für den Tisch genäht wird und aus dreijähriger Erfahrung kann ich euch sagen: „Die ist absolut windsicher!“ Gerade habe ich eine fliederfarbene Pünktchenvariante mit Bommelborte vollendet. Ich lege immer den Tisch verkehrt herum auf das Wachstuch, schneide das dann zu und nähe einen Streifen von ca. 40 cm in der Länge des Umfangs um das oval zugeschnittene Tuch. Bei viereckigen Tischen ist es sicherlich noch einfacher. Da braucht man nur Länge und Breite des Tisches abmessen und kann dementsprechend zuschneiden. Wenn man eine Tischdecke aus Stoff näht, empfehle ich auf den langen Seiten kleine Taschen ran zu nähen. Dort kann man dann Steine als Beschwerer einfüllen und dann sind sie noch windsicherer.

Hier das Ergebnis aus Wachstuch:

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Unser Bullerbü-Sommer hat begonnen-Teil 1

Dieses verlängerte Wochenende wurde der Norden mit Sonnenschein und blauen Himmel verwöhnt. Das frische Mai-Grün und die weiß blühenden Kirsch- und Apfelbäume waren eine perfekte Kulisse für Kaffee und Kuchen auf der Terrasse. Unser Bullerbü-Sommer hat begonnen und was passt dazu hervorragend? Ein Rhabarber-Baiserkuchen mit dem ersten frischen Rhabarber aus dem eigenen Garten. Wer Rhabarber mag und auch nur eine kleine Ecke im Garten dafür hat, sollte ihn anbauen. Es gibt kein Obst oder Gemüse, dass weniger Arbeit macht. Einfach eine Pflanze einpflanzen, ein Jahr wachsen lassen und schon kann man jedes Jahr ab Mai seinen eigenen Rhabarber ernten. Hier unser Familienrezept für eine Springform. Für ein Backblech, was ich meistens verwende, verdopple ich die Zutaten. Mit einer Springform komme ich derzeit hier nicht weit 🙂 . Das Schöne bei diesem Rezept ist, dass der Kuchen auch noch nach 2 Tagen richtig saftig und frisch ist. Hier hilft natürlich ein kühler Schuppen ungemein 🙂 .

Die Zutaten für eine Springform: 150 g Butter, 150 g Zucker für den Teig, 100 g Zucker für das Eiweiß, 3 Eier, 180 g Mehl, 50 g Speisestärke, 1 Schluck Mineralwasser, 1 Päckchen Backpulver, 600g Rhabarber. Eier trennen und das Eiweiß mit 100 g Zucker steif schlagen. Aus Butter, Zucker, Eigelb und Mineralwasser eine cremige Masse schlagen, das Mehl, die Speisestärke und das Backpulver mischen, zu der Masse dazugeben und mixen. Den fertigen Teig in einer Springform, bei doppelter Menge auf einem tiefen Backblech verteilen. Dann den in Stücke geschnittenen Rhabarber auf den Teig geben. Auch wenn es einem viel erscheinen mag, ist die Menge genau richtig. Es soll ja schön saftig werden. Jetzt den Kuchen in dem vorgeheizten Backofen bei ca. 180°C ungefähr 25 Minuten backen, dann die Baisermasse auf dem Kuchen verteilen, die Temperatur auf 130°C stellen und weitere 30-35 Minuten backen. Am besten mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Teig gut ist. Guten Appetit!

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