Öko?-Logisch! vegetarischer Kartoffelgulasch mit Sauerkraut

Es ist wieder der 1. Sonntag im Monat und da heißt es wieder, eine neue Runde der Linkparty Öko?-Logisch! zu starten. Heute mit einem vegetarischen Essen aus regionalen Produkten.
Ich bin eher zufällig auf dieses Rezept gestoßen und mit den Worten „Oh, das hört sich gut an! Das koche ich!“ machte ich mich ein paar Tage später ans Werk. Schon zweimal habe ich diese vegetarische, bis auf den Klecks Frischkäse sogar vegane Variante des eigentlich ungarischen Fleischgerichtes gekocht. Als absoluter Suppen- und Eintopffans sind meine Familie und ich begeistert von der Deftigkeit des Kartoffelgulasch, wo niemand das Fleisch vermisste. Jetzt aber nicht lang schnacken, sondern gleich zum Rezept. Dauert ja doch immer ein büschen, die Kocherei.
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Mein Leipzig lob ich mir…

… hat schon der 16-jährige Goethe gesagt, als er 1765 nach Leipzig kam. Er hatte noch nie eine solche lebendige und ansehnliche Stadt erlebt, heißt es. Ganz sicher hat sich seit dieser Zeit so einiges verändert, aber ich kann Goethe nur zustimmen. Leipzig hat mir / uns auf Anhieb gefallen und nach der ersten Begehung der Innenstadt stolperten wir in Auberbachs Keller und genossen im Café ein köstliches Stück Kuchen und Kaffee. Diese Lokalität ist durch eine Szene des Fausts sehr berühmt geworden. Mephisto will Faust im Auerbachs Keller die Freuden des einfachen Volkes vorführen: Trinken, Singen, Lachen. Damit sind wir schon mitten im Leipziger Getümmel, aber lasst mich vor anfangen.

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Orientalische Linsensuppe

November ist Suppenzeit und wenn das Wetter so grau und schmuddelig ist, braucht man eine magen- und seelenwärmende Suppe, gern würzig, scharf und ein bisschen fruchtig. Wenn es dann auch noch vegetarisch / vegan mit orientalischem Touch sein soll, bist du hier gerade richtig. Also, lass deinen fliegenden Teppich auf Standby geschaltet und lass dich inspirieren von einer orientalischen Linsensuppe mit Paprika, Tomate und Gewürzen aus 1001 Nacht.
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Ingwer-Zitronen-Shot

Die ersten Herbststürme ziehen ums Haus und hier und da hört man schon Gehuste und Geschniefe um sich herum. Auch das Teenagermädchen hatte letzte Woche schon ihren ersten Schnupfen und lag etwas kränklich mit Harry Potter und Tee in ihrer Studentenbude. Armes Hascherl! Jedes Jahr versuchen neue Virenstämme sich unserer zu bemächtigen und es gibt unzählige Mittel dagegen. In Apotheken sind ganze Regale gefüllt, selbst Drogerien haben ein Gesundheitsregal, dass mit Mitteln gegen die Wehwehchen bei Erkältung gefüllt ist. Dann gibt es noch die vielen Hausmittel, die mit natürlichen Abwehrstoffen das Immunsystem stärken und den Viren eine lange Nase zeigen.

Ich schwöre seit letztem Jahr auf die Kombination von Ingwer, Zitrone und Honig. Jedes allein für sich allein wirkt schon gegen Erkältung. In der Kombination ist es für mich unschlagbar und der Virenkiller schlechthin. Die entzündungshemmenden, antibakteriellen Wirkstoffe aus Ingwer und Honig gepaart mit der Vitamin C Bombe Zitrone müssen einfach wirken. Inspiriert zu dem Rezept hat mich Marion vom Unterfreundenblog. Sie hat immer tolle Ideen und ist auf jeden Fall die Ideengeberin für dieses Rezept. In leichter Abwandlung zeige ich euch meine Version. Es ist wirklich ratzfatz gemacht, putzt den Rachen ordentlich frei und wirkt zuverlässig.
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Zutaten:
300 g Ingwerknolle
5 Biozitronen
150 g Honig
700 ml Wasser
1 verschließbare 1l Flasche

Zubereitung:
Die Ingwerknolle waschen und ungeschält in Scheiben schneiden. Ich habe festgestellt, dass es sich lohnt, die Knolle in feine Scheiben zu schneiden. Umso mehr ätherische Öle werden freigesetzt. Die Schale der Biozitronen mit einem Sparschäler abschälen. Wasser, Ingwer und Zitronenschalen aufsetzen, einmal aufkochen und dann im geschlossenen Topf noch ca. 20 Minuten ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Zitronen auspressen. Den gekochten Sud durch ein Sieb abseihen und abkühlen lassen. Anschließend den Zitronensaft und den Honig zu dem Sud dazugeben, umrühren und in die Flasche füllen. Es wird meistens ein bisschen mehr als ein Liter, aber das ist dann gleich die erste Runde.
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Wir trinken jeden Abend ein Schnapsglas voll. Vorher brüllt der Einschenker durchs Haus: „Ingwershot!“ Dann kommen die Familienmitglieder an den Tresen und es gibt einen. Auch nicht anders als in der Kneipe, nur viel gesünder. Ich mag neben dem gesundheitlichen Aspekt die geschmackliche Kombination aus scharf, sauer und ein bisschen süß. Die Konsistenz von dem Gebräu ist ziemlich flüssig.
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Ich bin fest davon überzeugt, dass der Ingwer-Zitronen-Shot uns auch dieses Jahr helfen wird, die Grippezeit zu überstehen. Das Teenagermädchen bekommt auf jeden Fall jetzt immer eine Ration von dem Familiengebräu mit. Kein Wunder, dass es sie gleich danieder gestreckt hat. Ohne Shot keine Erkältungsabwehr! Wenn ihr das nächste Mal auf den Markt geht, nicht nur Blumen mitnehmen, sondern ordentlich Ingwer und Zitronen. So, habe gerade einen Shot serviert bekommen. Prost! Auf die Gesundheit!

Verlinkt mit dem #sonntagsglück.

Ich rocke meine Couch! – ein Upcycling

Es gibt so Beiträge, da freue ich mich noch mehr als sonst, dass ich blogge. Dieser Beitrag gehört auf jeden Fall dazu. Schon vor Fertigstellung des Projektes musste ich darüber kichern, was ich da wieder fabriziere. Ich freue mich um so mehr, dass ich euch die Idee heute präsentieren kann, weil es geklappt hat. Dieses Projekt gehört zu dem Hashtag #fuckeinfachmachen und das Glück war mir hold.

Aber von Anfang an: Ich hatte eine Couch. Eine schöne Ledercouch mit feinstem Nubukleder. Sie hat so manchen Umzug erlebt, ich habe mir sogar mal einen Finger beim Transport selbiger gebrochen und sie ging mit mir durch dick und dünn. Sie zog von einer gemeinsamen Wohnung in eine Singlewohnung und wieder in eine gemeinsame Wohnung und von da aus ins eigene Haus. Sie diente mir / uns als Schlafstätte und die Kids liebten es als Baby in der Couchecke zu schlafen, während wir Eltern um sie herumwuselten. Später wurde auf ihr getobt, gelacht, Fernsehen geguckt, Chips gegessen und so manche Kinderkrankheit auskuriert. Sie wurde alt und ranzig, Holme brachen durch, aber ich wollte mich nicht von ihr trennen. Es war so unbekümmert mit ihr zu leben. Egal, ob 12 Kinder darauf Indianer spielten, wir Eltern verbotenerweise darauf Pizza aßen oder Rotwein verkleckerten, abwischen und weitermachen war die Devise. Dann wurden die Kinder größer und so langsam wurde der Platz knapp. Es wurde um die besten Plätze gestritten und als nur noch 3 Familienmitglieder drauf passten, wurde es Zeit für eine neue Couch. Gut, nach über 20 Jahren hatte sie ihre Pflicht und Schuldigkeit wirklich getan und ich hatte ein Einsehen. Unsere Couch war wirklich nur noch für den Sperrmüll geeignet. Jedes Sozialkaufhaus hätte bei unserer Couch nur müde mit den Schultern gezuckt. Sie war wirklich niemanden mehr zuzumuten. Einzig das Leder von der Ausziehfläche war noch super in Schuß und praktisch wie neu. Das die natürlich nicht in den Sperrmüll wanderte, könnt ihr euch sicherlich denken. Wer jetzt noch die Überschrift im Kopf hat, kombiniert messerscharf: Aus dem Couchleder wurde ein Rock! Genau!

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Babymützchen und -schühchen – noch ein Doppelpack Glück

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Saßen wir nicht gerade bei Freunden und schauten uns ein frisch geschlüpftes Baby an, erfuhren wir ausgerechnet da über die Ankunft weiterer Babys. Ein Doppelpack Glück war gerade bei lieben Freunden zur Welt gekommen. Nachdem ich beim letzten Mal für die Zwillinge eines Kollegen Chucks  gehäkelt habe, klapperten dieses Mal die Stricknadeln für Mützchen und Schühchen. Die beiden Neuankömmlinge heißen Hedwig und Karl Konrad. Was liegt da näher als die Zwillinge in ein wenig Retrolook zu hüllen. Ich finde die beiden Namen ja Klasse! Da sieht man mal wieder, dass alles wieder kommt, ob in der Mode oder in der Namenswahl.
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Kartoffel-Birnen-Auflauf

Jetzt wird es doch Herbst. Heute war schon so ein richtig gruseliger Novembertag hier. Grau, feucht und ganz schön kalt. Wenn schert das, wenn man es sich vor dem Kamin gemütlich machen kann und im Ofen ein leckeres Essen vor sich hin schmurgelt. Der Kartoffel-Birnen-Auflauf ist fast schon ein Klassiker in unserer Familie und ein richtig deftiges Herbstessen. Die Kombination von herzhaft mit leichter Süße mögen wir sehr gern und wenn du auf meinem Blog stöberst, wird dir das des Öfteren begegnen. So habe ich schon bei Himmel und Erde sowie beim Rindfleischtopf mit Porree, getrockneten Aprikosen und Kartoffelhaube dafür geschwärmt. Beim Kartoffel-Birnen-Auflauf treffen die beiden Hauptkomponenten auf grobe Bratwurst und herzhaftem Bergkäse. Gewürzt wird der Auflauf mit frischem Thymian und das macht ihn so richtig herbstlich pikant.
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Material- und Mustermix im Loop

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Ich bin in letzter Zeit immer mehr zur Rock- und Kleiderträgerin geworden. Durch das Selbernähen interessiere ich mich dafür mehr und ich fühle mich darin auch einfach sehr wohl. Gerade bei stretchigen Jerseykleidern kneift nichts am Bauch, man ist sofort komplett angezogen und frau sieht doch im Kleid immer adrett aus. Oft höre ich: „Ja, du bist schlank, du kannst das tragen.“ Aber ich bin der Meinung, dass wirklich jede Frau im Kleid gut aussieht. Gerade, wenn das eine oder andere Grämmchen an der vermeintlich falschen Stelle sitzt (Frauen sind immer so kritisch mit sich), sollte sich an Kleider gewagt werden. Die rücken die Vorteile in den Vordergrund und lassen die eine oder andere „Problemzone“ super verstecken. Viel besser als zum Beispiel in einer Jeans. Die trägt doch immer auf und wenn du nicht gerade den super tollen Apfelpo hast, bekommt die Büx auch keinen daraus gezaubert. Kim Kardashian lässt grüßen. Kleider und Röcke dagegen können da ein wenig zaubern.

So, nach diesem Statement nun zum eigentlichen Thema. Rock bringt mich zu wieder einmal zu meinem sonnengelben Lederrock. Den habe ich im kalten, langen Winter (erinnert ihr euch noch? Ostern im Schnee) ganz viel getragen und ich habe jetzt auch wieder große Lust auf ihn. Leider ist die Kombi mit warmen Stulpen und Häkelloop noch viel zu warm. Da ich von Natur aus sehr ungeduldig bin, musste ich mir etwas einfallen lassen. Ich wollte den Rock mit dunkelblau kombinieren. Mir fehlte aber ein farbliches Pendant als Accessoire, etwas Verbindendes. Nur der gelbe Rock, Bluse, Strümpfe und Schuhe in dunkelblau war mir dann doch zu einfarbig und plakativ. Ich hoffe, ihr wisst, wovon ich rede. Bestimmt wisst ihr das. Wohlfühlen in der Kleidung ist ja das Wichtigste.
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Ein Herbstkranz aus Sanddornzweigen

Kennt ihr so spontane Aktionen, wo ihr einfach anfangt und am Ende das Ergebnis nach wenigen Stunden vor euch liegt? Genauso ein Projekt war dieser Herbstkranz. Der vertrocknete Sanddornbusch musste abgeholzt werden und beim Nachbarn störte auch ein fetter Ast des wuchernden Busches. Habt ihr Sanddorn im Garten? Das Zeug wächst gefühlt mehrere Meter im Jahr und breitet sich auch unterirdisch wie eine Krake aus. Auf dem Rasen sprießen ständig kleine Sanddörner. Der Rasenmäher kennt da aber keine Gnade und hält das Gewächs im Zaume. Trotzdem mag ich die Büsche mit den silbrigen Blättern und den knallorangen Beeren. Herrlich, wie die Vögel im Herbst darin rumtoben, die Beeren abzupfen und in ihrem Schnabel verschwinden lassen.

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