Eine Kalendergeschichte

Auch dieses Jahr gab es zu Weihnachten für meine Familie die schon traditionellen Familienkalender. Zuerst bekamen meine Eltern vor ca. 10 Jahren einen, dann kam peu à peu immer einer dazu, Schwiegermama, meine Tante und mein Onkel, mein Schwesterherz und wir wollten natürlich auch einen Rückblick auf das Jahr haben. Dieses Jahr hat auch die Schwiegermama meiner Schwester einen bekommen. Sie freut sich immer über jedes Namensschildchen, das ich ihr bei der Tischdeko bastele und bewahrt es sorgsam auf. Sie hat sich besonders gefreut, einen zu bekommen, weil es für sie neu war.

Nun machen sich 6 A3 Kalender nicht so ganz von allein und dieses Jahr habe ich so spät wie noch nie angefangen. Da war systematisches Vorgehen sehr wichtig. Jeder Zeitverzug war zu vermeiden. Hier das Logbuch:

  • Oktober: die Rohlinge werden bestellt
  • November: ich sollte langsam die Bilder raussuchen
  • Ende November: ich sollte wirklich langsam die Bilder raussuchen
  • 1. Adventswoche: Glühweinparty, Weihnachtsmarkt
  • 2. Adventswoche: noch ein Weihnachtsmarkt
  • 3. Adventswoche: so bis Monat November sind die Bilder rausgesucht, für Dezember machen wir sowieso noch ein extra Weihnachtsbilder – Shooting. Schnell noch abschicken, dann läuft das schon. Mist, unser Netzwerk funktioniert nicht, kann die Bilder nicht online verschicken. Also ab auf einen Stick und zu Rossmann laufen, ein Glück hat eine liebe Kollegin noch so eine Auftragskarte, die sie mir borgen kann.
  • 4. Adventswoche: Dienstag sind die Bilder fertig, ging ja schnell. Schaffe aber nicht sie abzuholen, Mittwoch: Weihnachtsmarkt mit Kollegen, Donnerstag Fußballtraining, aber Freitag ist es dann soweit.
  • 19. Dezember: So, Liebster, jetzt brauche ich aber wieder meine Spezial-Bastelecke vom letzten Jahr, damit ich nonstop ohne Wegräumen arbeiten kann. Der Liebste verschwindet im Schuppen und kommt mit Böcken und Arbeitsplatte zurück. Schon mal ausgerechnet: Ich muss ca. 2,5 Monate pro Tag schaffen, damit die Kalender Weihnachten unter dem Tannenbaum liegen. So, jetzt die Bilder zu den Personen und Monaten zuordnen, dann kleben die ersten Bilder, ab zum Australier mit Freunden. Danach so satt und müde, kann heute nicht mehr weitermachen. Ziel gleich am ersten Tag verfehlt.

 

  • 20. Dezember: Morgens um 7:00 Uhr, ich stehe auf und klebe schon vor dem Frühstück 2 Monate komplett fertig. Erste Zufriedenheit macht sich breit, liege wieder im Plan. Nachmittags Foto-Shooting mit meiner Schwester. Noch während wir quatschen Bilder zu Rossmann geschickt, Netzwerk funktioniert wieder. Hoffentlich schafft Rossmann die Bilder noch zu Weihnachten, sonst gibt es ein DIY-Kit zum Selberbasteln für die Dezemberseite. Für die Dekoration der Kalender müssen dieses Jahr meine vielen Daphnes Diary Zeitungen herhalten, die haben wirklich schöne Sachen drin. Ein Glück hatte ich für die filigranen Schneid- und Falzarbeiten Hilfe vom Schneckchen. Ein Lob auf den Bastelnachwuchs!

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  • 21. Dezember: Weihnachtseinkauf, ein bisschen Couching und die nächsten 2,5 Monate fertig gestellt.
  • 22. Dezember: Leute, das wird! Planübererfüllung, ich brauche nur noch den November und Dezember. Info von Rossmann: Bilder sind fertig, na geht doch!

 

  • 23. Dezember: Bilder abgeholt und den Dezember besonders hübsch gemacht. Abends noch ein paar Häkelsterne fertig gestellt für die Verpackung
  • 24. Dezember: Kalender eingepackt, bestempelt, dekoriert, WEIHNACHTEN KANN KOMMEN!

 

 

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Familienkalender 2015

Da ich die Knipstante der Familie bin, habe ich auch das meiste Material für Jahreskalender. Die mache ich schon seit Jahren für meine Lieben.  Die letzten Jahre gab es eine digitale Version, dieses Jahr habe ich es mit Scrabbooking versucht. Grundsätzlich hat mir das Schnippeln, Kleben, Dekorieren viel Spaß gemacht, aber für 5 Kalender in A3 brauchte man schon einen etwas längeren Atem.

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Das Schild habe ich letzes Jahr zu Silvester gebastelt, und im Januarbild verarbeitet. Für die ältere Generation gab es die Übersetzung dazu.

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Spitze und ein bisschen Siberglitzer passen gut in die kalte Jahreszeit.

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Knöpfchen habe ich zu gern verwendet. Die auf dem 3. Bild sind von Dani Peuss. Den Shop liebe ich für Scrabbooking.

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Der Hahn von Tante Ursel musste auch mit aufs Foto :-).    P1020974

Hier habe ich die Marmeladenkochaktion mit meiner Mama und Tante Ursel in einem Marmeladendeckel festgehalten.

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Die Sommerbilder wurden in Vintage gestaltet. Die Briefmarken waren toll dafür, gefunden hier.

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Ein Ausflug auf den Fernsehturm und unser Oktoberfest wurden auf die Herbstseiten gestellt. Mit Serviettentechnik habe ich „Spatzl“ auf Pappe geklebt.

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Engel sind dieses Jahr mein Lieblingsthema zu Weihnachten. Die Engelsflügel habe ich bei sweetlyscrappedart.blogspot.de gefunden und ausgedruckt. Das war dann die Dezemberseite!P1020985

Wir sind Engel mit nur einem Flügel.

Um fliegen zu können, müssen wir uns umarmen.

Luciano de Crescenzo

Ein schöner Spruch zum Fest der Liebe, wie ich finde.