Kartoffel-Birnen-Auflauf

Jetzt wird es doch Herbst. Heute war schon so ein richtig gruseliger Novembertag hier. Grau, feucht und ganz schön kalt. Wenn schert das, wenn man es sich vor dem Kamin gemütlich machen kann und im Ofen ein leckeres Essen vor sich hin schmurgelt. Der Kartoffel-Birnen-Auflauf ist fast schon ein Klassiker in unserer Familie und ein richtig deftiges Herbstessen. Die Kombination von herzhaft mit leichter Süße mögen wir sehr gern und wenn du auf meinem Blog stöberst, wird dir das des Öfteren begegnen. So habe ich schon bei Himmel und Erde sowie beim Rindfleischtopf mit Porree, getrockneten Aprikosen und Kartoffelhaube dafür geschwärmt. Beim Kartoffel-Birnen-Auflauf treffen die beiden Hauptkomponenten auf grobe Bratwurst und herzhaftem Bergkäse. Gewürzt wird der Auflauf mit frischem Thymian und das macht ihn so richtig herbstlich pikant.
Kartoffel-Birnenauflauf mit grober Bratwurst01
Zutaten:
1 kg festkochende Kartoffeln
100 g Schinkenspeck
2 Zwiebeln
250 ml Gemüsebrühe (selbstgemacht oder gekörnt)
3 große Birnen
200 g grobe Bratwurst (gern auch die rohe)
200 g Bergkäse oder anderen würzigen Käse zum Überbacken
Salz, frisch gemahlener Pfeffer und Muskat
2 Zweige frischen Thymian
Butterschmalz zum Anbraten
Kartoffel-Birnenauflauf mit grober Bratwurst05
Zubereitung:
Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben schneiden, die Zwiebeln schälen und ebenfalls kleinschneiden. Den gewürfelten Speck und die Zwiebeln im Butterschmalz anbraten, dann die Kartoffeln zugeben und goldgelb werden lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Dabei nicht zu viel Salz verwenden, der Speck ist oft schon salzig genug. Wenn die Kartoffeln fast durch sind, das Ganze in eine Auflaufform schütten und die Brühe darüber gießen. Den frischen Thymian darüber rebeln. Die Birnen schälen, halbieren und vom Kerngehäuse befreien. Jetzt mit der Innenseite nach oben auf den Auflauf legen. Die grobe Bratwurst in Scheiben schneiden oder aus der rohen Bratwurst kleine Bällchen formen und auf dem Auflauf verteilen. Wir haben festgestellt, dass beides gut schmeckt.
Kartoffel-Birnenauflauf mit grober Bratwurst04
Dann den Auflauf bei 200 Grad Ober- und Unterhitze ca. 25 Minuten garen. Ich picke immer in die Kartoffeln und die Birne um zu prüfen, ob das Essen gut ist. Die Bratwurst ruhig einmal zwischendurch wenden, dann wird sie von allen Seiten knusprig braun. Anschließend den Käse drüber geben und schmelzen lassen. Je nach Bräunungsgrad braucht das 10 bis 15 Minuten.

Der Auflauf braucht dann nur noch auf den Tisch gestellt werden und der Duft nach Bratwurst und Thymian braucht nicht lange um meine Familie um den Eßtisch zu versammeln. Ich lass die Birne immer noch ein bisschen bißfest, dann schmeckt es uns besonders gut. Ich gebe zu, optisch ist der Auflauf eher durchschnittlich fotogen. Geschmacklich aber ist er ganz weit vorn und wer es deftig-kartoffelig mag, wird das Rezept lieben.
Kartoffel-Birnenauflauf mit grober Bratwurst09
Wie immer wieder sonntags schlenze ich auch heute zu Katrin von soulsistermeetsfriends vorbei. Liebe Katrin, ich gratuliere dir herzlichst zu deinem heutigen Geburtstag und wünsche dir alles Glück dieser Welt! Ich freue mich, dass wir uns schon persönlich kennengelernt haben. Dein Sonntagsglück macht so viel Spaß, dass ich immer gern dabei bin. Bleib schön gesund und weiterhin eine so positive Blogbetreiberin. Drück dich!

 

Zarter Broiler mit Backkartoffeln

Gebratenes Hähnchen oder Broiler, wie wir es nennen, essen wir gern. Ab und zu tun wir es uns sogar an, im Hotel Neptun ’ne Stunde zu warten um uns den berühmten Goldbroiler einzuverleiben. Reservierungen gibt es dort nicht und wer darauf Lust hat, muss Zeit mitbringen. Wart ihr schon mal da? Wenn ihr in Warnemünde seid, müsst ihr das unbedingt tun. Auf der Speisekarte findet ihr nur 1/4 Broiler oder 1/2 Broiler, bisschen Salat und eins / zwei Kinderteller, mehr nicht. Aber die goldgelben, knusprigen Hähnchen vom Grill mit Pommes und Pustasoße sind die Warterei wert. Echt lecker wie ich finde!

Wenn es zu Hause Broiler gibt, freuen sich alle sehr darauf. Auch ohne Pustasoße und Pommes verzücke ich die Familie mit dem zartesten Hähnchen ever. Serviert mit Backkartoffeln, die einträchtig mit dem Federvieh im Backofen garen, hast du dazu noch kaum Kochgeschirr und kannst dich schönen Dingen widmen, statt Berge von Schüsseln und Töpfen abzuwaschen. Gerade bei sommerlichen Temperaturen für mich ein Argument, da ich dann lieber im Garten bin als in der Küche. Allerdings ist bei diesem Rezept Vorbereitung alles, da du das Hähnchen füllst und am besten über Nacht marinieren lässt.
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Rindfleischtopf mit Porree, getrockneten Aprikosen und Kartoffelhaube

Auch wenn sich schon erste Frühlingsboten zeigen und die Sonne langsam höher steht, ist es draußen doch noch kalt und oft auch noch grau. Das ist die Zeit, gemütlich zu kochen und da darf es im Winter ruhig ein bisschen deftig zugehen. In Ulrikes feinen Blog Watt und Meer fand ich ein Rezept für einen Lammtopf, dass mir Appetit gemacht hat und das ich als Grundidee für eine eigene Kreation genommen habe. Bei mir wurde aus Ulrikes Lammtopf ein Rindfleischtopf und es war so lecker, dass ich es gern mit euch teile.
Rindfleischtopf-mit-Porree-getrockneten-Aprikosen-und-Kartoffelhaube18 Weiterlesen

Vegetarisches Rote Bete-Süßkartoffelgratin

Mit Beginn des neuen Jahres habe ich große Lust etwas Neues – gern vegetarisch – in der Küche auszuprobieren. Ich hatte mal ein Gratin in einer Zeitschrift gesehen, dass Süßkartoffel und rote Bete enthielt. So etwas wollte ich ausprobieren. Ich fand bei Chefkoch, dass ich gut fand und mit ein bisschen Abwandlung nachkochte.

Ich nahm folgende Zutaten:

4 große Süßkartoffeln

3 rote Bete

1 Becher süße Sahne

Etwas Milch

Ein Stückchen Ingwer

2 Zehen Knoblauch

Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel (Cumin)

Käse zum  Gratinieren

Die rote Bete kochte ich in einem mit Wasser gefüllten Topf ca. 40 min im Ganzen, danach schälen und in Würfel schneiden. Eigentlich habe ich mich immer ein bisschen vor der Sauerei gefürchtet, die Verfärbungen an den Händen und auf dem Schneidbrett waren aber halb so schlimm. Mit ein bisschen Salz und kaltem Wasser abgerieben, war alles ganz schnell wieder sauber. Die Süßkartoffeln habe ich geschält, in Würfel geschnitten und in einer Pfanne für ca. 10 min. angebraten.

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Dann habe ich beides in die Auflaufform geschichtet und zwischendurch immer ein bisschen kleingeschnittenen Ingwer, Pfeffer, Salz und Kreuzkümmel drüber gestreut. Danach die Sahne mit Milch verrührt, den kleingeschnitten Knoblauch dazu gegeben, mit Pfeffer und Salz abgeschmeckt und über den Auflauf gegossen. Als Abschluss habe ich ein bisschen Parmesan, Gauda und kleingeschnittenen Mozarella gegeben. Hier kann man natürlich jeglichen Gratinkäse nehmen.

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Auch wenn meinem Mann die Bratwurstbällchen (bekannt aus einem anderen Familienrezept) fehlten, fand er es ganz gut. Ich fand es sehr lecker! Wer sich nicht traut, gleich so viel rote Bete oder Süßkartoffel zu nehmen, kann gern auch mit Kartoffeln und Möhren „verlängern“. Das macht das Rezept auch mehr kindertauglich. Ich werde es das nächste Mal so kochen, auch wenn meine Kinder „tapfer“ das neue Gericht im Original probiert und gegessen haben.

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„Himmel und Erde“ finden sich zusammen im Kochtopf

Himmel und Erde ist ein typisches mecklenburgisches Gericht, dass besonders im Herbst super lecker ist. Ich koche es ziemlich regelmäßig und meine Kinder lieben es. Hier mal mein persönliches Rezept.

Zutaten: 1 kg Kartoffeln, 5 Äpfel, 1x Suppengrün, 2 große Zwiebeln, Pastinaken (optional), Wiener Würstchen, Lungwurst (optional), Pfeffer, Salz, Zucker

Himmel und Erde
Himmel und Erde
Himmel und Erde - die Zutaten
Himmel und Erde – die Zutaten
Zwiebeln, Suppengrün anbraten
Zwiebeln, Suppengrün anbraten
aufgefüllt mit Wasser oder Brühe
mit Wasser oder Brühe auffüllen und ca. 20 min köcheln lassen
Äpfel dazu
Äpfel dazu, köcheln lassen bis sie zerfallen, dann alles mit dem Kartoffelstampfer zerkleinern
fertig mit Wiener Würstchen und Lungwurst
fertig mit Wiener Würstchen, Lungwurst und viel Petersilie

Abschmecken mit Pfeffer, Salz und Zucker (gern brauner), Fertig ist Himmel und Erde. Probiert es mal aus, es ist wirklich lecker!