Babykissen – schneiden, bügeln, applizieren

Kinder wie die Zeit vergeht. Das erste Halbjahr ist schon wieder um und der Juni flog nur so an mir vorbei. Es ist aber auch einfach so viel los zum Schuljahresende, mit WM-Studio im Carport und sommerlichen Grillpartys. Ich muss gestehen, dass wochenlanger Sonnenschein mir in meiner fast 4-jährigen Bloggerkarriere noch nicht untergekommen ist und ich kann euch verraten, was das bewirkt. Mit jedem Tag Sonne nimmt die Anzahl der Beiträge expotential ab und wie ihr seht, ist hier seit 3 Wochen Funkstille, weil es im Kämmerlein einfach zu warm und zu stickig ist. Außerdem scheint mir dort die Sonne direkt ins Gesicht. Wie soll man da noch einen flotten Spruch auf der Tastatur klimpern ohne sich auf Terrasse mit einem gemütlichen Bierchen oder Weinchen zu sehnen. Verzeiht mir meine Nachlässigkeit. Wir Norddeutschen müssen einfach jeden Sommertag mit dazugehöriger lauer Sommernacht nutzen und auftanken für die windige, kalte und dunkle Winterzeit.

Fleißig war ich trotzdem von Zeit zu Zeit, habe die Nähmaschine an die Luft befördert und ein wenig gewerkelt. Im hellen Sonnenlicht unter dem Sonnensegel haben sich meine Applikationen ganz besonders gut genäht und dabei sind mehrere Kissen entstanden. Heute aus der Abteilung: Babykissen:

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Bruno der Bär

Vor kurzem rief Judith vom Blog Judithhäkelt auf Instagram dazu auf sich als Testhäklerin für „Bruno, den Bär“ zu bewerben. Oh, darauf hatte ich Lust! So ein kleines süßes Projekt kam mir letzte Woche genau richtig und eine Anleitung wollte ich immer schon mal testen. Das Glück war mir hold und Judith, deren Blog ich schon seit Jahren gern verfolge, wählte mich als Testhäklerin. Also Wolle rausgekramt und Bruno wuchs unter meinen Händen zu einem knuffigen, fast schon nostalgisch anmutendem Bär heran.
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Fröhliche Ringel für einen Stiftebecher

In Mecklenburg-Vorpommern hat gestern die Schule wieder angefangen. Was war das gestern Abend wieder für eine Aufregung. „Mama, Elternabend ist dann und dann“, „Ich brauche Einschlagfolie“, „und ich ein Passbild fürs Schülerticket“. Unterschriften en masse, Spind bestellen, Schülerticket zusammenkleben. Ich könnte die Aufzählung noch lange weiterführen. Wer Kinder hat, kennt das. Ja, der Alltag hat uns dann wieder. Da schaut man doch ein bisschen wehmütig auf die gemütlichen Ferienwochen. Trotzdem auch wieder gut, wenn die Faulenzerei ein Ende hat und Struktur im Tag ist. Immerhin gehört die Couch jetzt abends wieder den Großen.
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Untersuchungsheft-Hülle mit Patches

Wenn sich neue Erdenbürger ankündigen, werden gern individuelle Geschenke gesucht. Wer dann noch etwas Praktisches schenken möchte, kommt schnell zu einer Untersuchungsheft-Hülle. Das ist ein Umschlag für das gelbe Heft, in das die Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen vom Baby fein säuberlich eingetragen werden. (Mal für diejenigen, die eher weniger Berührungspunkte mit diesem Thema haben.) Eine selbstgenähte Hülle ist deshalb praktisch, weil es das U-Heft, dass zwischen Windeln und Babyfläschchen gestopft wird, vor dem Zerfleddern schützt. Außerdem können in meiner Version Impfausweis und Chipkarte gleich mitverstaut werden und Platz für eventuelle Überweisungszettel, Rezepte usw. hat man auch noch. Praktische Lösungen sind für gerade für frisch gebackene Mütter wichtig. So leicht ist es ja doch nicht, seinen Kopf zusammenzuhalten zwischen Stilldemenz und ewig schlaflosen Nächten. Gut, wenn da alles seinen Platz hat.
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Ostern naht – Hase Theo freut sich drauf

Ein tolles Frühlingswochenende liegt vor uns und vielleicht habt ihr noch Lust, eure Wollreste zu schnappen und in der Sonne noch einen Osterhasen zu häkeln. Ich finde, dass Frühling und Sommer eine perfekte Zeit zum Häkeln ist. Man braucht nur ein Knäul Wolle und die Häkelnadel und schon kann es losgehen. Mich hat das Häkeln von Amigurumi derzeit ein bisschen vereinnahmt und so ist nach Linotschka gleich noch ein Hase entstanden. Ich finde, er sieht wie ein Theodor aus, daher heißt er jetzt so. Natürlich wird er nur Theo gerufen. :-) Das Muster habe ich hier gefunden und meine Kollegin Olga hat wieder ganze Arbeit geleistet und die Übersetzung der Häkelschrift in Angriff genommen. Was wäre man bloß ohne seine lieben Kollegen!
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Ein Minion auf dem Schreibtisch

Ich habe es schon wieder getan. Eine Blechbüchse musste wieder zur Verschönerungskur. Ich kaufe jetzt geschälte Tomaten nur noch in großen Dosen, damit ich Nachschub habe. Verrückt, nicht? Na ja, bei zwei Teenagern im Haus braucht man auch nicht mit homöopathischen Mengen beim Kochen rumhantieren. Da kann man ordentlich Pötte kochen, was ich sowieso lieber mag und schon immer gemacht habe. Mein Mann hat mich früher öfters spöttisch gefragt, wer denn noch zu Besuch kommt. Egal wie groß die Töpfe waren, sie waren immer randvoll. Aber, das ist hier gar nicht das Thema, ich schweife mal wieder ab. Was wollte ich erzählen? Ach ja, über die Verschönerung einer Blechbüchse. Die ziert jetzt den Schreibtisch eines Erstklässlers.
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Elvis und Luise

Elvis und Luise klingt ein bisschen wie eine Liebesgeschichte. So ein bisschen nach: Der Rocker und die zarte Schöne aus gutem Hause. Werden die beiden sich womöglich eines Tages begegnen? Elvis hat es irgendwo in Deutschland hin verschlagen. So genau weiß ich es nicht einmal. Luise ist in Wismar zu Hause. Kennst du Wismar? Nein? Es ist schön da. Eine kleine niedliche Hansestadt mit Kopfsteinpflaster zwischen alten schmalen Häusern und mehreren Backsteinkirchen. Du findest sie zwischen Lübeck und Rostock. Wenn du dahin kommst und am Hafen ein Fischbrötchen ißt, triffst du vielleicht die kleine Luise auf der Straße. Bestimmt winkt sie dir fröhlich zu. Sie würde sich ganz bestimmt gut mit Elvis verstehen. Die beiden sind sich sehr ähnlich. Das gleiche Gesicht, die Ohren ein wenig anders, aber die Augen wie bei Zwillingen. Im Körperbau unterscheiden sie sich nur minimal, knuffig sind beide. Nur die Kleidung ist anders, klar, sind ja auch Junge und Mädchen. Elvis liebt sein gestreiften Anzug in hellblau, weiß und grau. Luise liebt rosa Streifen und Pünktchen. Zwei niedliche Mäuse eben. . .

Entstanden sind Elvis und Luise diesen Sommer an der Nähmaschine. Jetzt ist es raus. Elvis und Luise sind Schnuffeltücher, die für ihre Namensvetter genäht wurden. Martina von Edeltraud mit Punkten http://edeltraudmitpunkten.blogspot.co.at/2013/03/maus-schnuffeltuch.html hat dafür eine ganz wunderbar verständliche Anleitung geschrieben. Ein bisschen schade, dass sie nicht mehr blogt. Wer aber in ihrem Archiv stöbert, findet viele schöne selbstgenähte und gebastelte Projekte. Nach ihrer Anleitung entstanden die beiden Süßen. Mit Elvis habe ich angefangen. Er ist ein bisschen älter als Luise.

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Sugar, sugar Baby…

. . . oh-oh, Sugar-Sugar-Baby, mmmhhh, sei doch lieb zu mir, Sugar-Sugar-Baby, oh-oh, Sugar-Sugar-Baby, mmmhhh, dann bleib ich bei dir. Diese uralte Song von Peter Kraus ging mir bei diesem Beitrag nicht mehr aus dem Kopf. Heute geht es um ordentlich Zucker. Ja, ihr Lieben, heute packen wir mal unsere mütterliche Fürsorge bezüglich ZUVIEL ZUCKER bei Seite! Kein Lamentieren, „das ist nicht gut für die Zähne“ und „wie ungesund…..“ Heute darf der Blutzuckerspiegel mal ordentlich in die Höhe gepeitscht werden. Heute darf genascht werden, heute geht es ran an die Candybar!

Für eine Einschulung mit vielen Kindern durfte ich Anfang September ein solches Schlaraffenland basteln und das habe ich super gern gemacht. Dafür habe ich mir ein paar größere Schraubgläser organisiert. Solche für Kirschen oder Gurken sind ganz passabel dafür. Diese haben zunächst einen gehäkelten Deckel bekommen, natürlich in Bonbonfarben. Je nach Deckelgröße habe ich Kreise gehäkelt. Mit magischen Ring anfangen und 6 feste Maschen häkeln und mit einer Kettmasche schließen. In der 2. Runde alle Maschen verdoppeln. Dann in jeder weiteren Runde 6 Maschen zunehmen, d.h. du verdoppelst in der 3. Rd jede 2. Masche, in der 4. Rd jede 3. Masche usw. Du brauchst ca. 6-7 Runden. Lege einfach den Deckel auf deinen gehäkelten Kreis, dann siehst du, ob er schon groß genug ist. Dann häkelst du eine Runde ohne Zunahmen nur in die hintere Schlaufe der Masche der Vorreihe feste Maschen. Jetzt noch eine Reihe, wo du eine feste Masche mit einer Luftmasche abwechselst. Hier kannst du später ein Bändchen einfädeln. Noch eine Reihe feste Maschen und dein Deckel ist fertig. Du kannst entweder einfarbige Deckel häkeln oder zwei Farben abwechseln. Bei letzterer Variante den Faden nach einer Runde nicht abschneiden, sondern hochführen. Das Ergebnis sieht ein bisschen wie diese nostalgischen Lutscher aus, gerade in rot-weiß. Die Häkelei klebst du dann mit Heißkleber an die Deckel des Schraubglases. So verrutscht nichts beim Auf- und Zuschrauben.
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