Wimpelketten für’s Kinderzimmer

Valentina und Mathilda haben schon Kissen von mir bekommen. Jetzt wollte die Mama der beiden Mädchen die Kinderzimmer mit Wimpelketten dekorieren. Warum nicht? Ich mag Wimpelketten aus Stoff und habe schon die eine oder andere genäht. Dieses Mal sollten es nicht die typischen Dreiecke sein, sondern die konkaven Wimpel mit 2 Ecken unten. Natürlich sollten die Wimpelketten personalisiert sein. Challenge accepted!
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Öko?-Logisch! -Schiffchen aus feinem Zwirn

Erster Sonntag im Monat. Heißt, neue Runde von Öko?-Logisch! Heute mal wieder ein Upcycling. Ich finde, man hat so viele Möglichkeiten, alte und kaputte Stoffe wieder zu verwerten, damit könnte man einen ganzen Blog allein füllen. Macht übrigens The renegade seamstress. Schau mal rein, ist voller toller Ideen. An alten und kaputten Sachen mangelt es bei uns nicht. Der Liebste bietet da unter anderem reichlich Material zur Wiederverwertung. Hemden, Jeans, selbst feine Anzughosen haben manchmal eine Halbwertzeit, die jedes Herrenfachgeschäft verzückt. Falls zum Beispiel jemand denkt, Motten sind ausgestorben, den kann ich eines Besseren belehren. Die machen sich mit Leidenschaft über seinen Kleiderschrank her. Lavendelherzchen oder Mottenpapier werden da gekonnt umgangen.

Kleine Story am Rande dazu. Das Teenagermädchen hatte Jugendweihe und wir waren am Vortag im Vorbereitungsstress. Die Powerpoint mit Kinderbildern hatte ich am Abend zuvor zerschossen, das Auto war überladen mit den Getränken, die zum Partyort gefahren werden mussten und der Liebste wühlte vor dem Frühstück seinen Anzug aus dem Schrank. Also beste Voraussetzungen für einen entspannten Tag vor dem großen Event. Eine Stimme aus der oberen Etage: „Der Anzug hat Löcher.“ Ich: „Wat für Löcher?“ Stimme: „Löcher!“ Ich ging nach oben und die Situation war ziemlich klar: „Die Motten hatten dein Jacket zum Zweitfrühstück.“ Panik in den Augen: „Wann soll ich denn jetzt noch einen Anzug kaufen. Das schaff ich nicht, ich zieh den einfach noch einmal an.“ Ich sagte gar nichts, weil in manchen Situationen muss man einfach mal die Klappe halten. Es galt jegliche Eskalation zu vermeiden. Wir aßen schweigend Frühstück, jeder kaute an seinem Brot, kein Wort. Ich dann irgendwann ganz vorsichtig: „Also ich würde noch losfahren und einen Anzug kaufen.“ Grummeliges Brummen: „Mal sehen, ob ich das  noch schaffe. Erst Powerpoint, dann Getränke wegfahren und wenn dann noch Zeit ist, …!“ Läuft doch, dachte ich so bei mir. Kenn doch meinen Liebsten, der zieht doch nicht mit einem zerfledderten Anzug zur Jugendweihe seines Töcherchens. Powerpoint wurde gerichtet, Getränke weggefahren und ein Stündchen Zeit tat sich auf für den Anzugkauf: „Nimm einen schicken dunkelblauen Anzug!“ rief ich ihm noch hinterher. Der Liebste parkte direkt vor dem Herrenausstatter, stürzte rein, stürzte raus und hatte den schönsten Anzug on earth. Wir waren wieder auf Spur und hatten eine tolle Veranstaltung. So viel zum Thema Motten. Wie dem auch sei, ich habe genug Stoff zum Venähen und habe unter anderem seine Hemden schon in Bienenwachstücher verwandelt, die wir übrigens täglich im Gebrauch haben.

Unglücklicherweise hatte genau diese Anzughose, die vor 4 Jahren im Sturzflug gekauft wurde wieder Löcher. So ganz genau wissen wir nicht, ob wieder Motten sich daran gütlich getan haben oder ob ein Nagelbrett in Oberschenkelhöhe der Hose den Garaus gemacht hat. Jedenfalls habe ich jetzt feinsten dunkelblauen Zwirn vernäht und die Anleitung von Lange Hand kam mir dafür genau recht. Als ich nämlich bei Franziska auf Insta diese tollen Schiffchen entdeckt habe, wusste ich: Die muss ich auch probieren. Anleitung bei Makerist gekauft und heute habe ich es dann in gemütlicher Sonntagslaune gefrickelt. Die Anleitung war wirklich gut, aber ein bisschen fumelig war es dann doch. Egal, das Ergebnis zählt und das finde ich richtig gut.
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Turnbeutel mit gehäkelten Kordeln

Jetzt mal Hände hoch! Wer von euch war ein Turnbeutelvergesser? Also ich bekenne mich schuldig, allerdings war ich mit Hausschlüsseln noch fahrlässiger. Damit habe ich wohl unserer ganzes Wohngebiet versorgt. Aber das ist lange her und wenn ich damals schon so einen schönen Turnbeutel gehabt hätte, wäre dieser samt Schlüssel bestimmt nicht so oft irgendwo liegen geblieben. Ich mag ja diese seit einiger Zeit in Mode gekommenen Turnbeutel, die ganz einfach mit den Kordeln verschlossen werden und lässig auf dem Rücken hängen. Sie lassen designmäßig viel Spielraum und sind easy-peasy zusammengenäht. Sie eignen sich hervorragend als Geschenk für Kinder und Erwachsene, ob verspielt oder schlicht, hier findet jeder seinen Liebling. Ich zeige euch heute eine Mädchenvariante mit kleinen süßen Vogelkäfigen, deren Besonderheit die selbst hergestellten Kordeln sind.
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genähte Zeichenmappe – ein Tutorial

Zu manchen Projekten kommt man wie die Jungfrau zum Kinde oder wie in diesem Fall wie die Meerjungfrau zu einer Zeichenmappe. Ich plauderte mit meiner lieben Nachbarin über unsere Handarbeitsprojekte. Wir haben uns da immer viel zu erzählen, egal ob es ums Stricken, Häkeln oder Nähen geht. Das macht immer sehr viel Spaß und wir beteuern uns fast jedes Mal, dass wir mehr Zeit für unsere Projekte brauchen. Ich denke, dass kennt jeder DIYler. Zu wenig Zeit für zu viele Ideen. Wie auch immer erzählte sie mir, dass ihre kleine Tochter sich eine genähte Mappe zum Geburtstag wünscht. Allerdings war sie sich ein wenig unschlüssig, wie sie das Projekt angehen sollte und die Zeit war auch knapp. In mir ratterte es und ich überlegte, wie man so eine Zeichenmappe mit verstärkten Deckeln nähen könnte. Ein paar Tage und Überlegungen während eines Spazierganges weiter, hatte ich eine Idee dazu und beschloss, so eine Mappe zu nähen und auch gleich ein paar Bilder während des Entstehungsprozesses zu machen.

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Babykissen – schneiden, bügeln, applizieren

Kinder wie die Zeit vergeht. Das erste Halbjahr ist schon wieder um und der Juni flog nur so an mir vorbei. Es ist aber auch einfach so viel los zum Schuljahresende, mit WM-Studio im Carport und sommerlichen Grillpartys. Ich muss gestehen, dass wochenlanger Sonnenschein mir in meiner fast 4-jährigen Bloggerkarriere noch nicht untergekommen ist und ich kann euch verraten, was das bewirkt. Mit jedem Tag Sonne nimmt die Anzahl der Beiträge expotential ab und wie ihr seht, ist hier seit 3 Wochen Funkstille, weil es im Kämmerlein einfach zu warm und zu stickig ist. Außerdem scheint mir dort die Sonne direkt ins Gesicht. Wie soll man da noch einen flotten Spruch auf der Tastatur klimpern ohne sich auf Terrasse mit einem gemütlichen Bierchen oder Weinchen zu sehnen. Verzeiht mir meine Nachlässigkeit. Wir Norddeutschen müssen einfach jeden Sommertag mit dazugehöriger lauer Sommernacht nutzen und auftanken für die windige, kalte und dunkle Winterzeit.

Fleißig war ich trotzdem von Zeit zu Zeit, habe die Nähmaschine an die Luft befördert und ein wenig gewerkelt. Im hellen Sonnenlicht unter dem Sonnensegel haben sich meine Applikationen ganz besonders gut genäht und dabei sind mehrere Kissen entstanden. Heute aus der Abteilung: Babykissen:

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Bruno der Bär

Vor kurzem rief Judith vom Blog Judithhäkelt auf Instagram dazu auf sich als Testhäklerin für „Bruno, den Bär“ zu bewerben. Oh, darauf hatte ich Lust! So ein kleines süßes Projekt kam mir letzte Woche genau richtig und eine Anleitung wollte ich immer schon mal testen. Das Glück war mir hold und Judith, deren Blog ich schon seit Jahren gern verfolge, wählte mich als Testhäklerin. Also Wolle rausgekramt und Bruno wuchs unter meinen Händen zu einem knuffigen, fast schon nostalgisch anmutendem Bär heran.
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Fröhliche Ringel für einen Stiftebecher

In Mecklenburg-Vorpommern hat gestern die Schule wieder angefangen. Was war das gestern Abend wieder für eine Aufregung. „Mama, Elternabend ist dann und dann“, „Ich brauche Einschlagfolie“, „und ich ein Passbild fürs Schülerticket“. Unterschriften en masse, Spind bestellen, Schülerticket zusammenkleben. Ich könnte die Aufzählung noch lange weiterführen. Wer Kinder hat, kennt das. Ja, der Alltag hat uns dann wieder. Da schaut man doch ein bisschen wehmütig auf die gemütlichen Ferienwochen. Trotzdem auch wieder gut, wenn die Faulenzerei ein Ende hat und Struktur im Tag ist. Immerhin gehört die Couch jetzt abends wieder den Großen.
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Untersuchungsheft-Hülle mit Patches

Wenn sich neue Erdenbürger ankündigen, werden gern individuelle Geschenke gesucht. Wer dann noch etwas Praktisches schenken möchte, kommt schnell zu einer Untersuchungsheft-Hülle. Das ist ein Umschlag für das gelbe Heft, in das die Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen vom Baby fein säuberlich eingetragen werden. (Mal für diejenigen, die eher weniger Berührungspunkte mit diesem Thema haben.) Eine selbstgenähte Hülle ist deshalb praktisch, weil es das U-Heft, dass zwischen Windeln und Babyfläschchen gestopft wird, vor dem Zerfleddern schützt. Außerdem können in meiner Version Impfausweis und Chipkarte gleich mitverstaut werden und Platz für eventuelle Überweisungszettel, Rezepte usw. hat man auch noch. Praktische Lösungen sind für gerade für frisch gebackene Mütter wichtig. So leicht ist es ja doch nicht, seinen Kopf zusammenzuhalten zwischen Stilldemenz und ewig schlaflosen Nächten. Gut, wenn da alles seinen Platz hat.
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Ostern naht – Hase Theo freut sich drauf

Ein tolles Frühlingswochenende liegt vor uns und vielleicht habt ihr noch Lust, eure Wollreste zu schnappen und in der Sonne noch einen Osterhasen zu häkeln. Ich finde, dass Frühling und Sommer eine perfekte Zeit zum Häkeln ist. Man braucht nur ein Knäul Wolle und die Häkelnadel und schon kann es losgehen. Mich hat das Häkeln von Amigurumi derzeit ein bisschen vereinnahmt und so ist nach Linotschka gleich noch ein Hase entstanden. Ich finde, er sieht wie ein Theodor aus, daher heißt er jetzt so. Natürlich wird er nur Theo gerufen. :-) Das Muster habe ich hier gefunden und meine Kollegin Olga hat wieder ganze Arbeit geleistet und die Übersetzung der Häkelschrift in Angriff genommen. Was wäre man bloß ohne seine lieben Kollegen!
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