Herbstsoulfood – Kürbis und Kichererbsen in einem Pott

Wie versprochen, gibt es nach dem Deko-Beitrag für unsere Familienrunde einen Beitrag zum Essen. Ein Gericht, das ich im großen Pott auf den Tisch gestellt habe, war eine Kürbis-Kichererbsen-Suppe. Auch wenn meine Familie ein gutes Stück Fleisch nicht verachtet, kam diese vegetarischen, ja sogar vegane Super richtig gut an. Mein Rezept ist eine echte Eigenkreation und da ich einen lichten Moment hatte und die Zutaten gleich aufgeschrieben habe, gibt es hier und heute das Rezept.

Zutaten:
1 Butternut (mittlere Größe)
2 Dosen Kichererbsen
2 kleine Dosen gehackte Tomaten
mediterrane Kräuter, ich bin dafür durch den Garten gehuscht und habe Rosmarin, Thymian und Lavendel abgeschnitten und zu einem Kräutersträußchen gebunden
Lorbeerblatt
½ Staudensellerie
3 Möhren
2 Knoblauchzehen
1 Zwiebel
1 Stück Sellerie
Chili
Salz, Pfeffer, Zucker
dunkler Balsamicoessig
Olivenöl
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Apfelernte und ihre süßen Folgen

Anfang Oktober zogen wir in die Apfelernte. Onkel und Tante, die in einem idyllischen Dorf bei Schwerin wohnen, brauchten Hilfe in diesem reichen Apfeljahr. Vier riesengroße Bäume, brechend voll mit den Apfelsorten Ontario und Boskoop wollten abgeerntet werden. Bei herbstlich windigem, aber sonnigem Wetter füllten wir Kiste um Kiste mit großen saftigen Äpfeln unter den wachsamen Augen der Hühner. Die gackerten friedlich vor sich her und zahm wie sie sind, freuten sie sich anscheinend über unsere Gesellschaft.

Die Ernte dieses Jahr war wirklich überwältigend. Viele Kisten wurden solange gefüllt bis keine einzige mehr da war. Was noch da war, waren Äpfel und zwar reichlich. Also hieß es, Hänger angeschnallt und ab zur Mosterei. Ein echter Männerjob, diese schweren Apfelkisten hin- und her zu wuchten.
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Wurzelgemüse auf dem Blech

Ich bin in einer Familie groß geworden, wo schon immer die Jahreseiten großen Einfluss auf den Speiseplan hatten. Meine Großeltern waren alle Bauern, gingen täglich aufs Feld und aßen das, was gerade reif war oder entsprechend gelagert werden konnte. Mein Papa hat z.B. jedes Jahr eine Möhrenmiete angelegt. Wer weiß heute noch, wie das gemacht wird? Ein gebuddeltes Loch im Garten wurde mit Stroh ausgelegt, die Möhren kamen dann darauf wie in einem Nest. Dann wurden ein paar Kohlen drauf gelegt, wieder Stroh drauf und Erde als Abdeckung. Immer wenn meine Mama Möhren brauchte. musste mein Papa an seine Miete und etwas aus dem Vorrat holen. Manchmal auch noch den Schnee vorher entfernen. Ich erinnere mich gern an diese rot-orangen Möhren, die -vielleicht als verklärtes Kindheitsbild – mir besonders frisch und lecker vorkamen.

Meine Tante Ursel hat schon lange Pastinaken angebaut und mir gern welche davon abgegeben. Das war zu einer Zeit, wo dieses Gemüse ein wenig in Vergessenheit geraten war und es noch kaum im „normalen“ Laden zu finden war. Gern habe ich z.B. meinen Kindern dieses Gemüse weichgekocht und unter den Brei gemischt.

Aus diesem Hintergrund heraus begrüße ich den Trend, sich mit saisonalem Gemüse zu versorgen und gerade die heimischen Sorten zuzubereiten. Das ist nachhaltig und gesund. Das Gemüse muss nicht über Tausende von Kilometer transportiert werden, ist zudem vitamin- und ballaststoffreich. Schön, wenn die Ökobilanz stimmt und das Essen trotzdem lecker ist.

So, jetzt aber nach diesem Exkurs zu einem Rezept, dass vielfältig abgewandelt werden kann, und zwar das heimatliche Wurzelgemüse auf dem Blech. Dazu je nach Geschmack,  Möhren, Pastinaken (da sind sie wieder 🙂 ), Steckrübe, Rote Bete, Sellerie, Wurzelpetersilie, Mairübchen und Zwiebeln in mundgerechte Stücke schneiden, mit etwas Öl beträufeln und ca. 40 min bei 180 Grad im Backofen backen.

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So ein Käse!

Wir rüsten so langsam für die Jahresendparty. Gemeinsam mit Freunden werden wir eine zünftige Garagenparty feiern. Jeder bringt etwas zu essen und zu trinken mit und aus der Erfahrung der letzten Jahre werden wir wieder ein sehr schönes Buffet zusammen bekommen. Ich habe unter anderem dieses Mal dreierlei Käse eingelegt. Das ist erstens richtig lecker und lässt sich zweitens super vorbereiten. Wenn nicht gestern die anderen 3 Familienmitglieder den lieben langen Tag Lieder für die Karaoke-Show runtergeladen hätten und damit das ganze Netzwerk lahmgelegt hätten, wärt ihr schon gestern in den Genuß dieses Beitrages gekommen :-).

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Das Eichhörnchen hat seinen Kobel…

… und wir Menschen unsere Gefriertruhe :-). Dieses Jahr gedieh die Petersilie besonders gut und bevor der erste Frost alles platt macht, hieß es husch, husch ins Körbchen. Ich habe die abgeschnittene Petersilie gut gewaschen und in der Salatschleuder gut getrocknet. Das ist wichtig, sonst friert das verbleibene Wasser die Petersilie zu einem Klumpen. Dann kam der meditative Teil: Die guten in die eine Schale die schlechten Stengel in die andere. So hat man wirklich 1A Bioware sortiert. Der Rest ist einfach: Kleinschneiden, eintuppern und Dosentetris im Tiefkühler spielen. Ihr kennt das bestimmt, Platz ist da nie!

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Es ist so toll, wenn man die Tupper (die nicht von Tupper ist 🙂 ) rausholt und die streufertige Petersilie aus dem eigenen Garten nutzt. Und ehrlich, bei welchem Gericht kann man keine glatte Petersilie verwenden? Ich hoffe, Ihr hattet auch reichhaltige Ernten dieses Jahr!