Der Hering ist da!

Wer an der Küste wohnt, kann ihm nicht entgehen, dem freudigen Ruf im Frühjahr: „Der Hering ist da!“ Per Mundprogaganda und in Internetforen, die „Blinker“, „Die Strandangler“ oder „Dicht am Fisch“ heißen, verbreitet sich die Nachricht wie ein Lauffeuer. Jetzt ist die beste Zeit, diesen leckeren Fisch zu angeln. Dann sortieren die Angler ihre Haken und setzen sich bei noch frischen Temperaturen an die Küste und werfen ihre Ruten aus. Da kommen an manchen Tagen schon mal 180 Heringe im Eimer zusammen. Wirklich, und das ist kein Anglerlatein! Die Heringe kommen um diese Zeit zum Laichen an die Küste und zwar in riesigen Schwärmen. Das ist dann für die Angler ein richtiges Schlaraffenland. Professionell wird es, wenn du Heringe vom Boot aus angelst und vorher mit einem Echolot die Heringsschwärme aufspürst. Aber auch an der Küste drängeln sich die Angler an der Schlei, an den Boddengewässern vor Rügens Küste, am Rostocker Stadthafen und an der Warnemünder Ostmole. Vielleicht kennt ihr das Bild von Anglern auf der Rügenbrücke. Da ist keine einzige Lücke frei. Hier treten die Angler um diese Zeit auch in Schwärmen auf. Ich war selber schon Heringe angeln und möchte es eigentlich viel öfter tun, allein schon wegen der frischen Luft an der Küste und des leckeren Fisches, der frisch gebraten eine Köstlichkeit ist. So ganz der Fan von „Ich bade stundenlang einen Wurm“ bin ich zwar nicht, aber Heringe angeln ist schon cool. Nach so viel (Fisch-)schwärmerei geht es jetzt ab zum eigentlichen Thema dieses Posts.
Heringe-genäht-Tischdeko-Tafel-beschriftet Weiterlesen

Warum ich das Bloggen so liebe

Als ich anfing zu bloggen, war ich doch recht blauäugig, was da so auf mich zukommt. Habe mir einen Anbieter gesucht, WordPress für gut befunden und irgendwie versucht, Bilder und Text in Einklang zu bringen. Manchmal bleibt es mit dem Einklang bei dem Versuch, manchmal gefällt mir ein Beitrag selber ganz gut. Kennt bestimmt jeder Blogger. Immer freue ich mich über positive Reaktionen und den Austausch mit Gleichgesinnten. Dass es dieser Austausch so in sich hat, war mir nie und nimmer bewusst! Dieser beschränkt sich nicht auf ein lieb gemeintes: „Toll gemacht, gefällt mir gut“ oder so. Da wird man als Blogger zu Gastbeiträgen eingeladen und überlegt manchmal ewig, was man da Schönes machen könnte. Da tummelt man sich in Linkpartys und ist immer wieder begeistert, neue Blogs kennenzulernen. Da wird man animiert und begeistert sich für eine Adventskalenderaktion, bei der man bis Mitternacht 23 Pakete packt. Nach meiner ersten Bloggerkonferenz bin ich sogar noch mehr begeistert von der Bloggerwelt. Die Menschen kennenzulernen, die hinter ihren Blogs stehen, war eine sehr bereichernde Erfahrung. Ich kann diesen „Austausch im Leben 1.0“ jedem Blogger empfehlen, was sage ich, ich kann ihn wärmstens ans Herz legen. Weiterlesen

Jerseykleid – federleicht

Wer mir auf Instagram folgt, hat vielleicht den mintfarbenen Stoff mit weißen Federn bemerkt. Wer den auch so toll findet wie ich, wird jetzt erfahren, was daraus geworden ist. Ja, ich habe mich endlich getraut, den Stoff zuzuschneiden und mein erstes Jerseykleid zu nähen. Nach einigem Auf und Ab ist es fertig und ich bin stolz wie Bolle es euch hier und heute zu präsentieren. Aber von vorn. Die Idee zu diesem Kleid ist bestimmt schon über ein halbes Jahr alt. Da gab es diesen Stoff bei Mira und zack war der im Warenkorb. Dieses feine Stöffchen war nicht nur von Farbe und Muster ein Träumchen, sondern auch von der Qualität. Schöner schwerer Interlockjersey ist genau das Richtige für ein Frühlingskleid. Nicht so flattering wie ein Sommerkleid und auch nicht so warm wie Sweatshirt-Stoffe. Eben perfekt für die jetztige Jahreszeit.
Jerseykleid_selbstgenaeht_Pölchower_Wald Weiterlesen

Buchstaben und Blüten – ein österliches DIY

Als Sara zum Gastbloggen aufrief, hatte ich schon eine österliche Idee im Kopf und habe mich sehr gefreut, dass ich den dazu passenden Termin bekommen habe. Bei Sara findet ihr DIY’s, Zeichnungen, Gemälde, Tipps und Kniffe zum kreativen Werkeln. Ihre Kampagne MEHR SCHWARZ SEHEN gefällt mir ausgesprochen gut, obwohl ich doch mehr für die farbigen Dinge im Leben zu haben bin. Ein Beispiel dafür sind diese entzückenden Stiefmütterchen. Ich bewundere ihre Zeichenkünste sehr. Schaut euch auch unbedingt ihr Bullet Journal an. Ihren Beitrag zum Thema Heimatliebe dürft ihr auch nicht verpassen. Der ist sogar für untalentierte Zeichner wie mich möglich. Heute nun wurde mein Gast-Beitrag bei ihr veröffentlicht und zwar genau hier:  SG Kunst Blog. Da ich gerade Deko in Schwarz-Weiß mag, passt das ganz gut zu Saras Blog, allerdings muss bei mir ein wenig frühlingshaftes Rosa dabei sein.

Beitragsbild
Weiterlesen

Kissenparade und die Kunst einen Reißverschluss einzunähen

Mit der neuen Lümmelcouch wurde es Zeit, die Kissen zu erneuern. Die alten ausgenudelten Dinger passten weder farblich und besonders schön waren sie auch nicht mehr. Hier musste unbedingt neuer Schwung reingebracht werden. Na, da schwingen wir uns doch gleich rüber zur Nähmaschine und schauen nach, was wir brauchen. Ich wollte Kissen mit grafischen Mustern und bei Stoff und Stil war eine kleine Kollektion schnell bestellt. Reißverschlüsse auch noch dazu. Da schwöre ich ja auf die Endlosvarianten vom  Nähkaufhaus. Dann  flackerte das grandiose e-book von bernina zum Thema „nahtverdeckten Reißverschluss einnähen“ über den Bildschirm und ich wußte, genauso mache ich das auch.
IMG_6067 Weiterlesen

Flamingos und Ringeljersey

Im Oktober des vergangenen Jahres war ich auf dem Stoffmarkt im heimischen Rostock. Ich radelte mit einer ebenso nähbegeisterten Nachbarin bei herbstlich kühlem Wetter dahin und wir nahmen den Stoffmarkt im Sturm. Zwischendurch wärmten wir uns bei einem heißen Tee in einem Café auf, um gleich danach zu einem weiteren Kaufrausch durchzustarten. Die erworbenen Schätze wurden stolz bei Facebook präsentiert, gewaschen und getrocknet und kamen sorgfältig gefaltet ab in die Stoffkiste. Oktober, November und der Dezember sowieso vergingen wie im Fluge und meine Stoffschätzchen jaulten in der Kiste, weil sie unter die Nähmaschine wollten. Der Plan stand schon lange, was daraus werden sollte und jetzt im Januar war es dann endlich so weit. Die Flamingos sollten in trauter Zweisamkeit mit dem Ringeljersey auf einem kuscheligen Tuch, Armstulpen und einer Mütze ihr Unwesen treiben. Da es ja im Netz so viele unermüdliche Näherinnen gibt, die das alles schon ganz oft genäht haben und dazu Anleitungen geschrieben haben, konnte ich nach deren Download auch gleich loslegen. Weiterlesen

Täschchen aus SnapPap im Jahr des Affen

Wenn man draußen in der freien Wildbahn, äh außerhalb der Näh- und Bloggerwelt, SnapPap erwähnt, erntet man nur „Was ist das denn?“ und wenn man dann noch von veganem Leder spricht, heißt es nur: „Was es alles gibt!“ Oft ist die Neugier geweckt und wenn dann noch die Herstellung von Täschchen ins Spiel kommt, ist frau doch oft sehr interessiert. Dann heißt es gern: „Zeig doch mal!“ Auf snaply gibt es da noch ein paar mehr Informationen, wenn du davon noch nichts gehört hast.
img_3130 Weiterlesen

Weihnachtsendstress und ein klitzekleines DIY

enthält affiliate links*

Wie jedes Jahr rückt Weihnachten “bedrohlich” nahe. Wie jedes Jahr heißt es Mut zur Lücke und die Frage zu beantworten: „Was schaffe ich noch bis Weihnachten und was cancele ich denn dieses Jahr?“ Gecancelt wurde dieses Jahr schon recht früh „Plätzchen backen“. Die Teenager im Haus legen nicht mehr so viel Wert drauf, mein Mann ist sowieso lieber Stollen und ich verschaffe mir mit Dominosteinen und Lebkuchen in Zartbitterschokolade Glücksgefühle und weihnachtliches Flair, ohne dass ich die Küche in eine klebrige, vermehlte Bude verwüste.

Weihnachtskarten schaffe ich dieses Jahr leider auch nicht mehr. Bevor ich da lieblos und ohne Nerv etwas zusammenkritzle, werde ich mir vornehmen, Neujahrsgrüße zu senden. Da kann ich gemütlich bei lauschigem Kerzenschein, Käffchen und Dominosteinen (da sind sie wieder) mit Muße welche schreiben. Da freue ich mich schon jetzt drauf. Eine Idee zum Design habe ich mir heute morgen schon beim Walken einfallen lassen.

Ohne meine Absicht wurden die Familienkalender zum Weihnachtsfest gecancelt. Rossmann entschuldigt sich zwar, dass es wegen Maschinenausfällen zu Verzögerungen kommt, aber fertig werden sie nicht. Ach, was solls, dann gibt es die eben eine Woche später. Da sie ja sowieso erst am 1. Januar anfangen, habe ich doch noch ein paar Tage. Gelassenheit ist in solchen Momenten angesagt! Ansonsten läuft es ganz gut. Das Familienweihnachtsfoto mit Schwesterherz ist im Kasten und ganz cool geworden, der Tannenbaum ist fertig geschmückt (ein Lob an die Kinder!) und für Heiligabend ist der Kartoffelsalat bei Oma bestellt (hihi). Geschenke habe ich auch zusammen. Noch eine kleine Einpackaktion und Weihnachten kann kommen. Wie sieht es bei euch aus? Hektik pur oder seid ihr schon im Weihnachtsentspannungsmodus?

Falls ihr geschenketechnisch noch eine Kleinigkeit braucht oder den Gutschein nicht einfach im Umschlag überreichen wollt, hier noch ein DIY, dass ihr mit ein paar Stoffresten und Dinkelkörnern in kürzester Zeit fertig stellen könnt. Damit könnt ihr Hundegänger, Frostbeulen, Weihnachtsspaziergänger, Kinderhände und sogar kleine Babybäuche wohlig wärmen. Hübsch anzusehen sind sie auch. Na, neugierig geworden? Die Rede ist von Taschenwärmern. Hach, und wenn du abends kalte Füße hast, packst du dir je einen in die Bettsocken und kannst mit einem kuscheligen Gefühl einschlafen. Na, Lust bekommen?
img_3874 Weiterlesen

Elvis und Luise

Elvis und Luise klingt ein bisschen wie eine Liebesgeschichte. So ein bisschen nach: Der Rocker und die zarte Schöne aus gutem Hause. Werden die beiden sich womöglich eines Tages begegnen? Elvis hat es irgendwo in Deutschland hin verschlagen. So genau weiß ich es nicht einmal. Luise ist in Wismar zu Hause. Kennst du Wismar? Nein? Es ist schön da. Eine kleine niedliche Hansestadt mit Kopfsteinpflaster zwischen alten schmalen Häusern und mehreren Backsteinkirchen. Du findest sie zwischen Lübeck und Rostock. Wenn du dahin kommst und am Hafen ein Fischbrötchen ißt, triffst du vielleicht die kleine Luise auf der Straße. Bestimmt winkt sie dir fröhlich zu. Sie würde sich ganz bestimmt gut mit Elvis verstehen. Die beiden sind sich sehr ähnlich. Das gleiche Gesicht, die Ohren ein wenig anders, aber die Augen wie bei Zwillingen. Im Körperbau unterscheiden sie sich nur minimal, knuffig sind beide. Nur die Kleidung ist anders, klar, sind ja auch Junge und Mädchen. Elvis liebt sein gestreiften Anzug in hellblau, weiß und grau. Luise liebt rosa Streifen und Pünktchen. Zwei niedliche Mäuse eben. . .

Entstanden sind Elvis und Luise diesen Sommer an der Nähmaschine. Jetzt ist es raus. Elvis und Luise sind Schnuffeltücher, die für ihre Namensvetter genäht wurden. Martina von Edeltraud mit Punkten http://edeltraudmitpunkten.blogspot.co.at/2013/03/maus-schnuffeltuch.html hat dafür eine ganz wunderbar verständliche Anleitung geschrieben. Ein bisschen schade, dass sie nicht mehr blogt. Wer aber in ihrem Archiv stöbert, findet viele schöne selbstgenähte und gebastelte Projekte. Nach ihrer Anleitung entstanden die beiden Süßen. Mit Elvis habe ich angefangen. Er ist ein bisschen älter als Luise.

Weiterlesen