Ingwer-Zitronen-Shot

Die ersten Herbststürme ziehen ums Haus und hier und da hört man schon Gehuste und Geschniefe um sich herum. Auch das Teenagermädchen hatte letzte Woche schon ihren ersten Schnupfen und lag etwas kränklich mit Harry Potter und Tee in ihrer Studentenbude. Armes Hascherl! Jedes Jahr versuchen neue Virenstämme sich unserer zu bemächtigen und es gibt unzählige Mittel dagegen. In Apotheken sind ganze Regale gefüllt, selbst Drogerien haben ein Gesundheitsregal, dass mit Mitteln gegen die Wehwehchen bei Erkältung gefüllt ist. Dann gibt es noch die vielen Hausmittel, die mit natürlichen Abwehrstoffen das Immunsystem stärken und den Viren eine lange Nase zeigen.

Ich schwöre seit letztem Jahr auf die Kombination von Ingwer, Zitrone und Honig. Jedes allein für sich allein wirkt schon gegen Erkältung. In der Kombination ist es für mich unschlagbar und der Virenkiller schlechthin. Die entzündungshemmenden, antibakteriellen Wirkstoffe aus Ingwer und Honig gepaart mit der Vitamin C Bombe Zitrone müssen einfach wirken. Inspiriert zu dem Rezept hat mich Marion vom Unterfreundenblog. Sie hat immer tolle Ideen und ist auf jeden Fall die Ideengeberin für dieses Rezept. In leichter Abwandlung zeige ich euch meine Version. Es ist wirklich ratzfatz gemacht, putzt den Rachen ordentlich frei und wirkt zuverlässig.
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Zutaten:
300 g Ingwerknolle
5 Biozitronen
150 g Honig
700 ml Wasser
1 verschließbare 1l Flasche

Zubereitung:
Die Ingwerknolle waschen und ungeschält in Scheiben schneiden. Ich habe festgestellt, dass es sich lohnt, die Knolle in feine Scheiben zu schneiden. Umso mehr ätherische Öle werden freigesetzt. Die Schale der Biozitronen mit einem Sparschäler abschälen. Wasser, Ingwer und Zitronenschalen aufsetzen, einmal aufkochen und dann im geschlossenen Topf noch ca. 20 Minuten ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Zitronen auspressen. Den gekochten Sud durch ein Sieb abseihen und abkühlen lassen. Anschließend den Zitronensaft und den Honig zu dem Sud dazugeben, umrühren und in die Flasche füllen. Es wird meistens ein bisschen mehr als ein Liter, aber das ist dann gleich die erste Runde.
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Wir trinken jeden Abend ein Schnapsglas voll. Vorher brüllt der Einschenker durchs Haus: „Ingwershot!“ Dann kommen die Familienmitglieder an den Tresen und es gibt einen. Auch nicht anders als in der Kneipe, nur viel gesünder. Ich mag neben dem gesundheitlichen Aspekt die geschmackliche Kombination aus scharf, sauer und ein bisschen süß. Die Konsistenz von dem Gebräu ist ziemlich flüssig.
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Ich bin fest davon überzeugt, dass der Ingwer-Zitronen-Shot uns auch dieses Jahr helfen wird, die Grippezeit zu überstehen. Das Teenagermädchen bekommt auf jeden Fall jetzt immer eine Ration von dem Familiengebräu mit. Kein Wunder, dass es sie gleich danieder gestreckt hat. Ohne Shot keine Erkältungsabwehr! Wenn ihr das nächste Mal auf den Markt geht, nicht nur Blumen mitnehmen, sondern ordentlich Ingwer und Zitronen. So, habe gerade einen Shot serviert bekommen. Prost! Auf die Gesundheit!

Verlinkt mit dem #sonntagsglück.

Russische Wareniki – herzhaft und süß

Wer jetzt nicht weiß, was Wareniki sind, ist in bester Gesellschaft. Jahrzehnte lang habe ich gedacht, dass gefüllte, halbmondförmige Teigtaschen, die in Salzwasser gekocht werden, Piroggen sind. Eine Nachbarin meiner Eltern bereitete sie oft zu Geburtstagen zu als ich noch ein Kind war und ich mochte sie immer sehr gern. Sie nannte sie Piroggen und so waren es für mich auch Piroggen. Eine russischstämmige Kollegin hat mich vor kurzem dann aufgeklärt. Piroggen sind in Russland Teigtaschen aus Hefe- oder Blätterteig, die gebacken werden. Die Nudeltaschen sind Wareniki. Den Begriff habe ich noch nie gehört, aber Wikipedia bestätigte alles, womit meine Kollegin aufgewachsen ist. Allerdings sind Wareniki nahezu identisch mit einigen Arten der polnischen Pierogi. Daher vielleicht mein gefährliches Halbwissen oder das der Nachbarin. Des Weiteren gibt es noch Pelmeni, die immer mit Hackfleisch gefüllt sind und meistens kleiner sind als Wareniki. Letzteres kann sehr variabel gefüllt werden. Es gibt herzhafte und süße Varianten.
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Apfel-Pflaumen-Galette, ein herbstlicher Genuss

Nun, ist es soweit. Der Herbst hat uns mit Regen, Sturm und grauen Wolken fest im Griff. Nach dem schönen Sommer freut man sich schon fast auf Schmuddelwetter. Der Wechsel der Jahreszeiten hat schon seinen Reiz. Ob ihr es glaubt oder nicht, wir hatten heute das erste Mal den Kamin an und es war/ist sehr gemütlich im warmen Schein unseres knisternden Feuers. Nichtsdestotrotz wünsche ich mir einen milden Herbst mit Sonne, die durch die bunten Blätter scheint und windstille Nachmittage auf der Terrasse. Genau dann möchte ich bei einer Tasse Kaffee einen knusprigen Mürbeteig mit Äpfeln und Pflaumen belegt geniessen können. So geschehen am vergangenen Sonntag. Da dieses einfache und leckere Rezept in meiner Raupensammlung (sprich meinem Blog) nicht fehlen darf, gibt es das jetzt exlusiv für euch. Das wird es definitiv noch öfter geben. Nicht nur, weil dieses Jahr unendlich viele Äpfel und Pflaumen an den Bäumen herangereift sind, sondern weil es ratzfatz zubereitet ist und genau für 4 Personen zum Kaffee reicht. Muss ja nicht immer so ein Riesenkuchen sein.
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Quarkkuchen mit Kirschen

Dieses Jahr ist ein Kirschenjahr. Brechend voll die Bäume und kaum Stare. Wir hatten 10 Jahre 2 Kirschbäume, Süß- und Sauerkirsche. Nie war da wirklich was dran. Hat höchstens für eine Kirschsuppe gereicht. Meistens lauerten 5 Stare auf unsere 3 Kirschen und sobald sie nur anfingen rot zu werden, gab es bei den Biestern kein Halten mehr. Netze über den Bäumen hatten nicht wirklich die gewünschte Wirkung. Meistens war morgens ein Hauch von Rot zu erkennen und abends war alles wieder blitzblank grün. Keine Chance für Menschlinge.
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Spiegelei? Ne, Muffins!

Ich sitze hier am Rechner mit Blick aus dem Fenster, draußen hat es 20 Zentimeter Neuschnee gegeben und ich bin versucht, „Oh du fröhliche!“ zu summen. Meine Güte, das hört dieses Jahr wohl gar nicht auf mit dem Winterwetter. Morgen ist der 1. April und es schneit und schneit. Nichtsdestotrotz habe ich für morgen den Tisch in österliche Deko gehüllt und auch beim Essen den Hasen und Eiern den Vortritt gelassen. Schneemänner und Weihnachtssterne können mir gestohlen bleiben. Morgen ist Family-Day bei uns und ich hoffe, dass alle es trotz Schneefall hier her schaffen. Das Mittagsmenü ist vorbereitet und steht im Schuppen parat. Zum Kaffee habe ich Muffins vorbereitet, die an Spiegeleier erinnern. Locker, flockige Muffins mit einer Creme aus Frischkäse und Schmand, belegt mit einer Aprikosenhälfte. Mmmmmh, die ersten durften heute schon in die Pfanne. Wir müssen ja schließlich wissen, was wir morgen servieren. Test bestanden. Einfach köstlich!
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Pancakes mit Joghurt und Obstsalat

Na, wie sieht es bei euch aus? Habt ihr schon euren Tannenbaum rausgeschmissen und die Weihnachtsdeko in Kisten verpackt? Bei mir ist das jedes Jahr unterschiedlich. Es gibt Jahre, da fliegt der Tannenbaum schon vor Silvester raus oder spätestens am 2. Januar und es gibt Jahre, da darf er gern bis nach dem 6. Januar stehen bleiben. Das ist abhängig vom Zustand des Baumes, der Anzahl der Silvestergäste und auch ganz stark von meiner Stimmung. Dieses Jahr mag ich meinen Baum noch sehr und er darf lange stehen bleiben. Im Laufe dieser Woche werde ich ihn aber abrüsten und alles Weihnachtliche auf dem Boden verschwinden lassen. Es wird Zeit für etwas mehr Sterilität, weniger Deko-Chichi und Frühblüher, am besten im zarten Januarweiß. Jetzt, wo wir gefühlt die ersten sonnigen Tage seit Oktober haben, nach all dem Sturmgebrus, Wintergrau und Nieselpiesel war der gestrige Sonntag mit Sonne satt und blauem Himmel Balsam für die geschundene norddeutsche Seele. Es waren gefühlt alle Menschen auf den Beinen, ob zu Fuß, im Joggeroutfit oder auf dem Fahrrad. Es hatte was von Osterspaziergang. Auch wir konnten der gleißenden Wintersonne nicht widerstehen und sind bei strahlend blauem Himmel spazieren gegangen. Zeit also, Weihnachten und den Jahreswechsel hinter sich zu lassen und den Winter zu genießen.

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Pflaumenkuchen mit Streuseln und Tonkabohne

Herbstzeit ist Pflaumenzeit. Bei uns im Norden sind das übrigens alles Pflaumen, auch wenn die Sorte „Hauszwetschge“ heißt. Wie auch immer ihr dazu sagt, sie gehören zu einem Kaffeetrinken in der milden Herbstsonne dazu wie Zitrone zum Tequila. Da ich ein Fan von frischem Hefekuchen bin, gibt es hier wieder mal ein Rezept davon. Das Besondere an diesem Kuchen sind die knusprigen Streusel mit Haferflocken und dem leichten Aroma der Tonkabohne. Kennt ihr dieses Gewürz, dass wie eine Mischung aus Waldmeister und Vanille duftet? Ich mag es sehr und konnte auch Familie und Freunde schon davon begeistern.
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Stachelbeeren und Baiser – ein sommerlicher Kuchen

Sommerzeit ist Beerenzeit! Johannes- und Himbeeren sind dieses Jahr nicht so doll bei uns. Aber als ich die Woche so durch den Garten ging, stellte ich mit Erschrecken fest, dass der Stachelbeerbusch voller reifer Früchte war. Meine Güte, im Alltagsgetümmel war mir dass doch fast entgangen, dabei sind unsere „Ländereien“ nun wirklich überschaubar. Süß-säuerliche, reife Stachelbeeren, das schrie förmlich nach: Back am Wochenende einen Stachelbeer-Baiser-Kuchen! Also ran an die Schüsseln und los ging es.
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Pudding-Schmand-Torte mit Himbeeren

Zu einem perfekten Sonntag gehören für mich Torte und Sonnenschein. Beides gab es an diesem Muttertag. Glückwünsche an alle Mamas an dieser Stelle. Ihr seid toll! Wunderbar, wenn man das Rezept einer lieben Kollegin zur Hand hat und eine Pudding-Schmand-Torte mit Himbeeren machen kann. Ein fruchtig-cremiger Genuß, der sich super vorbereiten lässt, so dass einem am Sonntag ganz viel Zeit für’s Kaffee trinken und Torte verspeisen bleibt.
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