Schokokuchen mit geheimer Zutat

Heute ein Beitrag aus der Kategorie Experimentalküche. Bei den Recherchen zu Rote-Bete-Rezepten bin ich bei lecker.de auf einen Schokokuchen gestoßen, der genau diese enthielt – Rote Bete. Schokokuchen mit roter Bete, ob das schmeckt? Mein letztes Experiment dieser Art war ein Kürbiskuchen, den ich in nicht allzu guter Erinnerung hatte. Egal, das war schon lange her und außer ein paar Zutaten und die Arbeit beim Zusammenrühren hatte ich nichts zu verlieren. Die Neugier war größer. Da das Experiment unter größter Geheimhaltung durchgeführt werden sollte, buk ich den Kuchen während die Jungs der Familie beim Fußball waren und das Töchterchen es sich in ihrem Prinzessinnenturm gemütlich gemacht hatte. Mal sehen, ob sie merken, was da im Kuchen drin ist. Weiterlesen

Rote-Bete-Auflauf

Am Wochenende haben wir eine Geburtstagsfeier geschmissen. Schön, dass alle Nachbarn etwas Leckeres mitbrachten, so war es nicht so stressig und ich konnte in Ruhe auch noch 1-2 Köstlichkeiten vorbereiten. Eine davon war ein Rote-Bete-Auflauf, der so gut angekommen ist, dass alle gleich das Rezept haben wollten. Also ab in den Supermarkt  und gleich noch einmal gekocht. So habe ich zum einen für die nächsten 2 Tage ein leckeres Mittagessen und kann zum anderen mit ein paar Bildern bei Tageslicht das Rezept mit allen Interessierten teilen.
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Wurzelgemüse auf dem Blech

Ich bin in einer Familie groß geworden, wo schon immer die Jahreseiten großen Einfluss auf den Speiseplan hatten. Meine Großeltern waren alle Bauern, gingen täglich aufs Feld und aßen das, was gerade reif war oder entsprechend gelagert werden konnte. Mein Papa hat z.B. jedes Jahr eine Möhrenmiete angelegt. Wer weiß heute noch, wie das gemacht wird? Ein gebuddeltes Loch im Garten wurde mit Stroh ausgelegt, die Möhren kamen dann darauf wie in einem Nest. Dann wurden ein paar Kohlen drauf gelegt, wieder Stroh drauf und Erde als Abdeckung. Immer wenn meine Mama Möhren brauchte. musste mein Papa an seine Miete und etwas aus dem Vorrat holen. Manchmal auch noch den Schnee vorher entfernen. Ich erinnere mich gern an diese rot-orangen Möhren, die -vielleicht als verklärtes Kindheitsbild – mir besonders frisch und lecker vorkamen.

Meine Tante Ursel hat schon lange Pastinaken angebaut und mir gern welche davon abgegeben. Das war zu einer Zeit, wo dieses Gemüse ein wenig in Vergessenheit geraten war und es noch kaum im „normalen“ Laden zu finden war. Gern habe ich z.B. meinen Kindern dieses Gemüse weichgekocht und unter den Brei gemischt.

Aus diesem Hintergrund heraus begrüße ich den Trend, sich mit saisonalem Gemüse zu versorgen und gerade die heimischen Sorten zuzubereiten. Das ist nachhaltig und gesund. Das Gemüse muss nicht über Tausende von Kilometer transportiert werden, ist zudem vitamin- und ballaststoffreich. Schön, wenn die Ökobilanz stimmt und das Essen trotzdem lecker ist.

So, jetzt aber nach diesem Exkurs zu einem Rezept, dass vielfältig abgewandelt werden kann, und zwar das heimatliche Wurzelgemüse auf dem Blech. Dazu je nach Geschmack,  Möhren, Pastinaken (da sind sie wieder 🙂 ), Steckrübe, Rote Bete, Sellerie, Wurzelpetersilie, Mairübchen und Zwiebeln in mundgerechte Stücke schneiden, mit etwas Öl beträufeln und ca. 40 min bei 180 Grad im Backofen backen.

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Vegetarisches Rote Bete-Süßkartoffelgratin

Mit Beginn des neuen Jahres habe ich große Lust etwas Neues – gern vegetarisch – in der Küche auszuprobieren. Ich hatte mal ein Gratin in einer Zeitschrift gesehen, dass Süßkartoffel und rote Bete enthielt. So etwas wollte ich ausprobieren. Ich fand bei Chefkoch, dass ich gut fand und mit ein bisschen Abwandlung nachkochte.

Ich nahm folgende Zutaten:

4 große Süßkartoffeln

3 rote Bete

1 Becher süße Sahne

Etwas Milch

Ein Stückchen Ingwer

2 Zehen Knoblauch

Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel (Cumin)

Käse zum  Gratinieren

Die rote Bete kochte ich in einem mit Wasser gefüllten Topf ca. 40 min im Ganzen, danach schälen und in Würfel schneiden. Eigentlich habe ich mich immer ein bisschen vor der Sauerei gefürchtet, die Verfärbungen an den Händen und auf dem Schneidbrett waren aber halb so schlimm. Mit ein bisschen Salz und kaltem Wasser abgerieben, war alles ganz schnell wieder sauber. Die Süßkartoffeln habe ich geschält, in Würfel geschnitten und in einer Pfanne für ca. 10 min. angebraten.

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Dann habe ich beides in die Auflaufform geschichtet und zwischendurch immer ein bisschen kleingeschnittenen Ingwer, Pfeffer, Salz und Kreuzkümmel drüber gestreut. Danach die Sahne mit Milch verrührt, den kleingeschnitten Knoblauch dazu gegeben, mit Pfeffer und Salz abgeschmeckt und über den Auflauf gegossen. Als Abschluss habe ich ein bisschen Parmesan, Gauda und kleingeschnittenen Mozarella gegeben. Hier kann man natürlich jeglichen Gratinkäse nehmen.

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Auch wenn meinem Mann die Bratwurstbällchen (bekannt aus einem anderen Familienrezept) fehlten, fand er es ganz gut. Ich fand es sehr lecker! Wer sich nicht traut, gleich so viel rote Bete oder Süßkartoffel zu nehmen, kann gern auch mit Kartoffeln und Möhren „verlängern“. Das macht das Rezept auch mehr kindertauglich. Ich werde es das nächste Mal so kochen, auch wenn meine Kinder „tapfer“ das neue Gericht im Original probiert und gegessen haben.

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