Unser tägliches Brot

Fast jede Woche backe ich 2 Roggen-Dinkel-Vollkornbrote. Während ich ansonsten beim Essen sehr gern Neues ausprobiere, halte ich beim Vollkornbrot fast biblisch an dieser Variante fest. Die Vorteile liegen für mich auf der Hand: Es ist ein Brot ohne viel Aufwand, auch wenn es etwas Ruhezeit kostet. Es ist sehr gesund, da es aus reinen Zutaten besteht: nur volles Korn, Wasser, Sauerteig und ein paar Gewürze. Das Wichtigste aber: ES IST SO LECKER! Jeden Montag freue ich mich aufs Neue, ein frisches Brot aufzuschneiden und schon morgens 2 Scheiben mit Marmelade oder Honig zu essen. Abends gibt es das gleiche Brot mit herzhaftem Aufstrich. Es gibt mir die Energie, die ich brauche. Low Carb ist einfach keine Alternative für mich. Zudem hält es sich eine gute Woche und ist immer noch frisch und kein bisschen trocken.
Sauerteig-Brot33
Weiterlesen

Advertisements

Mischbrot mit Sauerteig

Brot backen gehört für mich schon zum wöchentlichen Ritual, meistens das Roggenvollkornbrot, dass ihr schon bei einem vorhergehenden Beitrag (Heute-ist-Backtag) kennengelernt habt. Der Schrei nach einem leckeren Mischbrot in der Familie wurde laut und da heißt es dann, frisch ans (Back-)Werk. Da ich am liebsten eins mit Sauerteig backen wollte, habe ich das Netz durchforstet, was gefunden, nicht ans Rezept gehalten und heraus kam unten zu bestaunendes Exemplar. Also ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass allein das Aussehen des Brotes preisverdächtig war. Jeder, der selber Brot backt, kennt diese verschrobenen Exemplare, die in keinem Blog auftauchen, aber trotzdem gut schmecken, allein weil sie aus eigener Manufaktur entstanden sind. Um so stolzer ist man dann, wenn das Brot auch äußerlich den Qualitätsansprüchen genügt. Hier nun das Rezept:

100 g Sauerteig mit 200 g frisch gemahlenem Roggenvollkornmehl und 200 g Wasser über Nacht angesetzt, 350 g Roggenmehl (1150), 100 g Weizenmehl (550) und 250 g Dinkelvollkornmehl, 350 g Wasser, 1/2 Würfel Hefe, 20 g Salz, 1 TL Gerstenmalz, eventuell gemahlener Koriander und Kümmel

Der Sauerteig darf es sich über Nacht in der Küche gemütlich machen. Morgens dann die Hefe in dem Gerstenmalz auflösen, lauwarmes Wasser dazu und alles zusammen mit dem Sauerteig verrühren. Dann die Mehle, das Salz und die Gewürze gut unterkneten und für ca. 1h an einem warmen Ort gehen lassen. Jetzt den Teig auf einer bemehlten Unterlage durchkneten und in ein Gärkörbchen legen. Ja, ich bin stolzer Besitzer eines solchen nützlichen Utensils. Ein guter Freund dachte beim Auflösen einer Bäckerei an mich und wieder einmal ein faszinierendes Beispiel dafür, dass eine kleine Aufmerksamkeit viel Freude machen kann und das abwarten manchmal die bessere Alternative ist. Ich hatte noch kein Gärkörbchen, weil es eben nicht einfach so nebenbei in den Einkaufskorb geschmissen ist. So, wir wollen aber nicht abschweifen. Sicherlich ist das Brot jetzt schon schön aufgegangen, kann aufs Backblech mit Backpapier drunter und mit ein paar Einschnitten in der Oberfläche geht es bei ca. 210 Grad in den Ofen. Hier backt es ca. 50 Minuten. Wie immer von unten testen, ob es hohl klingt. Dann ist es gut und kann nach ein paar Stunden Abkühlzeit aufgeschnitten werden. Mit Schnittlauchquark ist es ein Gedicht! Sicherlich fallen euch da viele andere Serviervorschläge ein. Guten Appetit!

P1040237 P1040238 P1040247 P1040335

Heute ist Backtag!

Unser lieber Freund Sirko hat in seinem Garten einen Holzbackofen aufgebaut und wenn er ihn anheizt, startet er einen Aufruf zum Backen. Nun haben wir schon den 2. Sonntag hintereinander gebacken, sitzen in der Herbstsonne beim Käffchen und schwatzen gemütlich bis das Brot fertig ist. Ich backe schon seit längerem ein Sauerteig-Roggenbrot im Backofen und habe es heute mit zum Steinofen mitgenommen. Das Rezept und den ersten Sauerteig habe ich von meinen lieben Nachbarinnen, die auch alle dieses Brot backen. Der ursprüngliche Sauerteig stammt von Biofrieda, aber vielleicht gibt es auch in eurer Nähe einen Biobäcker, der euch ein bisschen triebstarken Sauerteig abfüllt. Es geht wie folgt: 1kg Roggenkorn frisch mahlen oder schroten (wie man mag) und mit einem Glas Sauerteig und 1,5 l Wasser vermengen. Am besten geht das mit einem Holzlöffel, danach den Teig ca. 12 h abgedeckt in der Küche stehen lassen, ich mahle immer abends und lasse es über Nacht stehen. Dann wieder ein Glas von dem Sauerteig abfüllen und in den Kühlschrank stellen. Der hält sich mindestens eins/zwei Wochen. Jetzt kommen noch 500 g Weizen- oder Dinkelvollkornmehl und ca. 5 Teelöffel Salz dazu. Keine Angst, das ist nicht zu salzig! Den Teig braucht man nicht zu kneten, er ist recht breiig. Dann das Ganze in 2 geölte oder mit Backpapier ausgelegten Kastenformen füllen und eine Stunde stehen lassen. Die Teigmenge hat sich dann schon wieder merklich vergrößert. Dann für ca. 1 1/4 h bei 210°C im Backofen oder im Steinofen backen. Mit Backstein geht es sicherlich auch gut. Wenn sich das Brot beim Klopfen von unten hohl anhört, ist es fertig.

Und hier unsere Bilder vom gemeinsamen Brotbacken. Das Rezept von Sirkos Kürbisbrot muss ich das nächste Mal auch mal versuchen. Das sieht echt lecker aus.

P1020316 P1020321 P1020320P1020322  P1020183 P1020185 P1020191 P1020195