Gebrannte Mandeln – frisch aus der Pfanne

Ach, dieses Jahr kam die Weihnachtszeit gefühlt noch schneller als sonst. Es schien nicht nur mir so zu gehen, dass das warme, sonnige Wetter der letzten Monate kein Adventsfeeling aufkommen ließ. Ich habe erst dieses Wochenende mit Lebkuchenessen angefangen und überall erzählt, dieses Jahr reicht mir ein Kiefernzweig im Regal als Weihnachtsdeko. Ein wenig mehr ist es dann doch geworden. Wenn ihr mal schauen möchtet?

 

In der Küche bleibt es dann doch beim Weihnachtsrot statt der lebensbejahenden Grautöne im Wohnzimmer. Die finde ich einfach edel und modern in diesem Jahr. Ich mag eben immer gern verschiedene Dekovarianten. Im Wohnzimmer eher stylisch und in der Küche klassischer. Außerdem muss doch der rote Zierapfel wieder in Szene gesetzt werden. Der Baum ist immer noch übersät Früchten, die so dekorativ sind.

 

So ein paar alte Bekannte werden jedes Jahr wieder herausgeholt. Insgesamt habe ich aber dieses Jahr vielleicht 5% meiner Weihnachtsdeko vom Boden geholt und ich habe nicht ein Stück dazugekauft, ja nicht einmal gebastelt. Ich glaube, dass gab es noch nie und soll ich euch etwas sagen? Ich fühl mich ganz wohl damit und dass ist doch die Hauptsache, oder?

 

So richtig Weihnachtsfeeling kam heute Nachmittag bei uns auf. Das Teenagermädchen wollte für ein Abiballprojekt gebrannte Mandeln machen und ich habe ihr dabei geholfen. 3 kg Mandeln verarbeiten sich ja nicht so nebenbei. Wir schalteten in unserem Internetradio den Santa-Sender an und mit fröhlichem Weihnachtsgedudel verwandelten wir unsere Küche in eine duftende gebrannte-Mandeln-Bude. Das hat Spaß gemacht und weil wir nach einer Proberunde eine gute Mischung gefunden haben, gibt es hier unser Rezept, dass sich heute bewährt hat.
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Apfel-Baiser-Kuchen – ein herbstliches Vergnügen

Ein herrliches Oktoberwochenende liegt hinter uns. Das Wetter bescherte uns immer noch milde Sonnenstrahlen und das goldene Herbstlaub sieht einfach grandios aus. Hab beim Radeln heute diesen Schnappschuß gemacht. Einfach zum Genießen!

Zu einem tollen Wochenende gehört natürlich auch etwas Selbstgebackenes aus dem Ofen. Apfelkuchen geht doch immer, oder nicht? Ich habe schon so einige Varianten gebacken und auch auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole, es sind immer noch Äpfel aus eigener Ernte im Schuppen, die auf eine Verarbeitung warten. Ich hatte Lust auf einen Apfel-Baiser-Kuchen und nachdem ich letztes Wochenende schon einen gebacken habe und noch ein bisschen am Rezept rumgeschraubt habe, gibt es heute für euch meine Variante.
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Zutaten:
2 Eier
3 Eigelb
100 g Rohrohrzucker
1 Päckchen Vanillezucker
150 g Butter
150 g Dinkelmehl 630
1 1/2 TL Backpulver
100 g Kartoffelstärke
1 Biozitrone
6-7 Äpfel (ca. 600 g Apfelstückchen)
3 Eiweiß
120 g Rohrohrzucker
Salz

Zubereitung:
Die 2 ganzen Eier, die 3 Eigelb zusammen mit dem Zucker/Vanillezucker und einer Prise Salz schaumig schlagen. Die Butter im Topf bei niedriger Temperatur schmelzen und im feinen Strahl zu der Eier-Zucker-Masse geben und gut rühren. Abrieb und den Saft der halben Zitrone kommen jetzt in den Teig. Anschließend Mehl, Kartoffelstärke und Backpulver mischen und unterheben. Die Teigmasse kommt jetzt in eine mit Backpapier ausgelegte 26er Springform. Die Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in kleine Stück schneiden. Mit Saft der 2. Zitronenhälfte beträufeln, dabei einen Teelöffel Saft aufbewahren. Die Äpfel auf den Kuchen geben und in den vorgeheizten Backofen (Umluft 150 Grad) für 40 Minuten backen.
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In der Zwischenzeit die Küche aufräumen und das Baiser vorbereiten. Dafür die 3 Eiweiß mit einer Prise Salz, dem Teelöffel Zitronensaft und der 2. Ladung Rohrrohrzucker ordentlich mixen. Es muss lange Spitzen ziehen, wenn man die Quirle entfernt. Dann ist es genau richtig. Nach 40 Minuten Backzeit das Baiser auf den Kuchen geben und noch weitere 20 Minuten backen. Umluft scheint dem Baiser gut zu bekommen. Es ist richtig schön aufgegangen und auch nach dem Backen nicht zusammengefallen. Ich mag das ja, wenn so eine dicke, fette Baiserschicht auf dem Kuchen ist. Jetzt braucht man nur noch das Käffchen dazu und der Sonntagnachmittag könnte nicht schöner sein.

Die Sonne schien durch die Fenster und die Jungs, die vom Fußball kamen, hatten ordentlich Hunger. Es war mal wieder schwer, sie vom Tisch wegzubekommen. Bevor ich HALT schreien konnte, hatte einer von ihnen schon ein Stückchen Baiser vom Kuchen genascht. Nein, ich verrate nicht, wer es war. Vielleicht entdeckt ihr das fehlende Stückchen.

Aber ist ja auch schön, wenn es allen schmeckt. Der fast noch lauwarme Apfel-Baiser-Kuchen tat es jedenfalls. Die saftigen Äpfel mit ein wenig Zitronenaroma und die fluffige Baiserschicht waren ein herbstliches Vergnügen und ich werde diesen Kuchen wohl noch des Öfteren kredenzen. Super lecker und besonders mit sauren Apfelsorten wie Boskop eine köstliche Angelegenheit, die auch im Winter schmecken wird. Aber noch genießen wir den goldenen Herbst und erfreuen uns an jedem Lichtstrahl, bevor uns die Dunkelheit wieder fest im Griff hat.
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Da wir dieses Jahr noch keine Nachfröste hatten, habe ich noch so schöne Blümchen im Garten. Mit dem wunderschönen Zierapfel doch eine tolle Farbenpracht, oder? Ein echtes #Sonntagsglück!

Schraubgläser – zart umhäkelt

Ich weiß nicht, wie es euch geht. Ich habe schon gefühlt tausend Windlichter gehäkelt und wenn ich dann zum Start der Draussen-Saison eins oder zwei brauche, sind die alle verschwunden. ALLE! Entweder verschenkt, auf dem Boden verschollen, bei der Sonntagsstöberei verkauft, verrottet, weg. Ich glaube, ein Teil davon bekommt Beine und erobert die Welt. Na, es gibt Schlimmeres und gerade wenn der Liebste mal wieder den Zeigefinger hebt, dass der Schuppen leichten Schraubglas-Overload hat, juckt es mir gleich in den Fingern und ich greife zu Häkelnadel und Garn. Gern nehme ich dafür ganz gerade Gläser. Da kommen die Muster gut zur Geltung und man muss sich nicht so mit Zu- oder Abnahmen abquälen. Also Gurkengläser rausgeholt und losgelegt.Teelichter-gehäkelt-Schraubglas-Upcycling06
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Eiermützen und ein Körbchen dazu

Zauberfrieda vom Blog kleine Zauberwerke hatte zu einer kleinen Osterparty aufgerufen. Wer Lust hat, konnte ein österliches DIY vorbereiten, ihr ein Bild davon schicken und dann wurden die Geschenke heute untereinander verlost. Ich verrate natürlich nicht, wo meins hingeht und bin schon ganz gespannt, was ich bekomme. Da war ich mal wieder ganz spontan dabei, überlegte, was ich da so machen könnte und kam bei Pinterest auf ein paar zauberhafte Eiermützen. Wie süß, kreischte ich gleich! Sie erinnerten mich an die Babymützen meiner Kinder und waren für kleine Jerseyreste super geeignet. Davon sammelte sich in letzter Zeit dank meiner Nählust doch so einiges an. Da ich ein Fan von Sets auf dem Frühstückstisch bin, (guckst du hier) gab es gleich noch ein passendes Brotkörchen dazu.
Ostern_Eierwärmer-Körbchen-Jersey14 Weiterlesen

5-Minuten-Collage Winter

Huhu, es gibt mich noch. Hatte es mich doch gesundheitlich etwas dahingerafft. Nun bin ich wieder auf dem aufsteigenden Ast und fange mit einem kleinen Projekt an. Frau Rösi hat auch in diesem Jahr wieder zu einer 5-Minuten-Collage aufgerufen. Das Besondere ist, dass es keine Farbcollage ist, sondern eine Jahreszeiten-Collage werden soll. Also entweder Farben, Gegenstände oder was dir sonst so zu dem Thema einfällt. Das finde ich eine interessante Idee und bin gern wieder mit dabei. Hier mein Winterbild:

Collage2018-WinterKuschelige, warme Materialien, helles Holz und eine Christrose sind für mich die perfekten Dekobegleiter im Winter. Die Stulpen halten mich schön warm und auf dem Untersetzer, der übrigens von Karin in unserem Adventskalender war, gehört eine Kanne Tee. Dann kann man in der kuscheligen Höhle zu Hause den Winter überstehen, häkeln, nähen und stricken. Die Schale aus Zirbelholz ist übrigens ein ganz aktuelles Geschenk, da wir Nachbars Kater und die Hasen während des Urlaubs gepflegt haben. Die Späne duften ganz wunderbar nach Holz. Das kleine Winterhäschen habe ich nach dieser Anleitung gehäkelt und es fühlt sich ganz wohl bei uns auf der Couch.

Damit gehe ich zu Rösis 5-Minuten-Collage, die Winteredition.

Aus dem Rahmen fallen – Tischdeko zum Geburtstag

Gestern war es wieder so weit, unser fröhliches Familien-Novembertreffen für unsere beiden Geburtstagskinder fand statt. Ich berichtete schon letztes Jahr hier über unsere Familie. Jetzt bin ich stolze Mama von 2 Teenies und genieße es in vollen Zügen. Auch wenn Kinder als Babies so süß sind und frau sie den ganzen Tag abknutschen könnte, bin ich doch begeistert von der Entwicklung, die die eigenen Kinder so nehmen und wie sie immer mehr zu Persönlichkeiten heranwachsen. Herrlich, wie schön wir uns in der Woche bei unserer einzigen gemeinsamen Mahlzeit, dem Abendbrot unterhalten können und wie viel man von seinen eigenen Kindern lernen kann. Was wäre ich ohne meine Teenager-Tochter, die mir regelmäßig das Handy aufräumt, damit der Speicher wieder für Updates ausreicht. Was wäre ich ohne die Gelassenheit vom Teenager-Sohn, von dem ich nur lernen kann, wie man mit geringstem Aufwand doch viel erreichen kann. Bin echt stolz auf meine beiden!

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Der Hering ist da!

Wer an der Küste wohnt, kann ihm nicht entgehen, dem freudigen Ruf im Frühjahr: „Der Hering ist da!“ Per Mundprogaganda und in Internetforen, die „Blinker“, „Die Strandangler“ oder „Dicht am Fisch“ heißen, verbreitet sich die Nachricht wie ein Lauffeuer. Jetzt ist die beste Zeit, diesen leckeren Fisch zu angeln. Dann sortieren die Angler ihre Haken und setzen sich bei noch frischen Temperaturen an die Küste und werfen ihre Ruten aus. Da kommen an manchen Tagen schon mal 180 Heringe im Eimer zusammen. Wirklich, und das ist kein Anglerlatein! Die Heringe kommen um diese Zeit zum Laichen an die Küste und zwar in riesigen Schwärmen. Das ist dann für die Angler ein richtiges Schlaraffenland. Professionell wird es, wenn du Heringe vom Boot aus angelst und vorher mit einem Echolot die Heringsschwärme aufspürst. Aber auch an der Küste drängeln sich die Angler an der Schlei, an den Boddengewässern vor Rügens Küste, am Rostocker Stadthafen und an der Warnemünder Ostmole. Vielleicht kennt ihr das Bild von Anglern auf der Rügenbrücke. Da ist keine einzige Lücke frei. Hier treten die Angler um diese Zeit auch in Schwärmen auf. Ich war selber schon Heringe angeln und möchte es eigentlich viel öfter tun, allein schon wegen der frischen Luft an der Küste und des leckeren Fisches, der frisch gebraten eine Köstlichkeit ist. So ganz der Fan von „Ich bade stundenlang einen Wurm“ bin ich zwar nicht, aber Heringe angeln ist schon cool. Nach so viel (Fisch-)schwärmerei geht es jetzt ab zum eigentlichen Thema dieses Posts.
Heringe-genäht-Tischdeko-Tafel-beschriftet Weiterlesen

Und schwupps ist Ostern!

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber Ostern ist für mich immer plötzlich da. Während man Weihnachten langsam Deko und Leckereien antrainiert, hat das größte christliche Fest im Frühling doch eine gewisse Spontanität und Leichtigkeit. Da dekoriert man am Samstag vorher noch ein bisschen rum. Habe erst heute meine kleinen Porzellanhasen vom Boden geholt und als ich beim Blumenladen meines Vertrauens noch einen Weißdornzweig ergatterte, wurde der mit meinen Buchstabenketten behängt. Das gefällt mir fast besser so als vorher.
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Buchstaben und Blüten – ein österliches DIY

Als Sara zum Gastbloggen aufrief, hatte ich schon eine österliche Idee im Kopf und habe mich sehr gefreut, dass ich den dazu passenden Termin bekommen habe. Bei Sara findet ihr DIY’s, Zeichnungen, Gemälde, Tipps und Kniffe zum kreativen Werkeln. Ihre Kampagne MEHR SCHWARZ SEHEN gefällt mir ausgesprochen gut, obwohl ich doch mehr für die farbigen Dinge im Leben zu haben bin. Ein Beispiel dafür sind diese entzückenden Stiefmütterchen. Ich bewundere ihre Zeichenkünste sehr. Schaut euch auch unbedingt ihr Bullet Journal an. Ihren Beitrag zum Thema Heimatliebe dürft ihr auch nicht verpassen. Der ist sogar für untalentierte Zeichner wie mich möglich. Heute nun wurde mein Gast-Beitrag bei ihr veröffentlicht und zwar genau hier:  SG Kunst Blog. Da ich gerade Deko in Schwarz-Weiß mag, passt das ganz gut zu Saras Blog, allerdings muss bei mir ein wenig frühlingshaftes Rosa dabei sein.

Beitragsbild
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