Ein Köfferchen voll Glück

In der Winterausgabe der Handmade Kultur war das „Koffertäschchen Anni“ als Schnittmuster mit Anleitung zu finden. Ach, wie bezaubernd ich das fand, besonders die Variante aus grauem Wollfilz hatte es mir angetan. Eine Buttinette-Bestellung war eh am Start und so war das Grundmaterial, der Wollfilz und der Tornisterverschluss bald da. Dann hat es noch ein Weilchen gedauert, bis ich wusste, für wen ich das Täschchen nähen wollte. Dieses Wochenende war es dann so weit.

Ich habe die Schnittteile (es sind nur 3!) mit der Schere und dem Cutter ausgeschnitten. Gerade die langen Strecken machten sich mit dem Cutter besser als mit der Schere. Um die Kurve ging es dann besser mit der Schere.

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Die Nähte sollten zu sehen seien und sind daher in einem Naturton gehalten. Ein bisschen Respekt hatte ich vor dem Nähen des 4 mm starken Filzes. Es ging aber doch ganz gut.

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Geschichten, die ein Utensilo schreibt

Eine Kollegin fragte mich, ob ich neben den runden auch rechteckige Utensios nähen könnte. Klar, warum nicht. Her mit den Maßen und ran an Feind.

Mit ein bisschen Logik bin ich dann auch durchgestiegen wie ich auf die Wunschmaße des Utensilos komme. Länge, Breite, Höhe und Nahtzugabe brauchten beim Zuschnitt gleichermaßen Beachtung. Zur Verdeutlichung habe ich ein Schema entwickelt, nach dem man die verschiedensten Maße nähen könnte. Sei es, man braucht ein bestimmtes Maß oder man hat ein Stück Stoff und fragt sich, wie groß das Utensilo werden könnte. Zum Schema bitte hier entlang -> Utensilo_viereckig_Schema. Meine Utensilos sind zum Beispiel 25 x 14 x 10 cm groß, zugeschnitten habe ich Wachstuch und Stoff je einmal in der Größe 39 x 28 cm. Nahtzugabe ist mit 1 cm berechnet. Dann näht man beim Wachstuch und beim Stoff jeweils die Ecken zusammen und hat praktisch schon die Endform. Beide Teile so ineinander stellen, dass Wachstuch und Stoff rechts auf rechts liegen. Dann die obere Kante zusammennähen. Dabei eine Wendeöffnung lassen und dann wenden, die Ecken gut ausarbeiten. Jetzt den fast fertigen Utensilo oben einmal absteppen, damit verschließt man auch die Wendeöffnung.

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Pflaumenblaues Häkelkörbchen

Jetzt beginnt wieder die Zeit, wo man Wolle und Häkelnadel rausholt und das eine oder andere Projekt beginnt. Da ich ein großer Fan von 2-Stunden-DIYs bin und schon immer so ein Häkelkörbchen aus dicker Filzwolle haben wollte, häkelte ich Freitag Abend munter los. Die Wolle war mir eine Woche vorher beim Discounter in den Korb gesprungen :-). Hier die Anleitung, die sich für viele dieser Körbchen in allen Größen eignet: Magischer Ring, 1R. 6 feste Maschen (fM), 2.R in jede Masche 2 feste Maschen häkeln (12 Maschen), 3.R 1 fM häkeln, in die nächste Masche 2 fM häkeln, 3.R 2fM häkeln, in die nächste Masche 2 fM häkeln. 4.R 3 fM häkeln, und in die nächste Masche 2 fM häkeln, also praktisch in jeder Runde weniger zunehmen. Ich habe den Boden des Körbchens soweit vergrößert, bis ich 10 fM gehäkelt und eine Masche verdoppelt habe. Die Runden habe ich immer mit einer Kettmasche beendet. Natürlich kann man auch Spiralrunden häkeln, aber ich mag die „ordentlichen“ Runden mit Anfang und Ende schon ganz gern beim Zunehmen und bei melierter Filzwolle ist der Unterschied wohl kaum zu sehen. So weiter gehts: 3 Runden ohne Zunahmen häkeln, hier in Spiralrunden und in der letzten Runde habe ich für die Wölbung nach innen immer eine Masche gehäkelt und die nächsten beiden Maschen zusammengehäkelt.

Tja, zum Fadenabschneiden und Vernähen hat es Freitag Abend nicht mehr gereicht. Aber da Samstag früh Fotoshooting war, ging es so auf’s Bild. So ist das, wenn die Models sich nicht ordentlich vorbereiten :-).

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Die Pflaumen wollten auch unbedingt noch einmal ins Körbchen, bevor sie auf dem Kuchen landeten. Und farblich ist das ja wohl ein Augenschmaus.

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So jetzt ist das Körbchen fertig und hat seinen Bestimmungsort gefunden.IMG_4512

Utensilos kann man immer gebrauchen

Utensilos kann man doch nie genug haben, oder? Egal, ob als Brötchenkorb, Aufbewahrung im Bad für all die Pröbchen / Haarspangen oder für Wolle / Nähkram usw. dienen sie der Ordnung, ohne dass man da viel Aufwand betreiben muss. Rein ins entsprechende Utensilo und fertig. Fast genauso schnell sind sie auch genäht. Ich nehme gern einen Frühstücksteller als Schablone und den Rand in verschiedenen Höhen, je nach Bedarf oder vorhandenem Stoff. Für eine Stoffseite nehme ich gern Wachstuch, dass gibt Stabilität und das Körbchen bleibt innen oder außen, je nach Verwendung schön sauber. Für unsere Sildemower Sonntagsstöberei habe ich gleich einen ganzen Schwung genäht. Jedes Körbchen ist anderes und die sommerlichen Farben sind einfach meins:

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