Liebling, ich geh shoppen!

Na, welcher Mann verdreht da nicht die Augen, wenn die Kreditkarte wieder zum Glühen gebracht wird? Ich bin ja der Meinung, ein sehr harmloses Modell der Gattung „Shoppingqueen“ zu sein. Nur ab und zu wage ich mich in die „große Stadt“ Rostock, um mir Schuhe oder das eine oder andere Kleidungsstück über zu reißen. Fahrten nach Hamburg oder Berlin zu einem Shoppingbummel sind mir viel zu anstrengend und selbst im Urlaub muschere ich lieber bei den Armbändern als in den Kleiderboutiquen. Trotzdem lasse ich mich hin und wieder dazu hinreißen – besonders mit meiner shoppingbegeisterten Tochter die Zeit in der Stadt zu verbringen. Wir beide haben da viel Spaß miteinander und am besten ist es, wenn wir die Jungs der Familie zu Hause lassen.

Nun ist ja der Trend unverkennbar, den Plastiktüten beim Einkaufen den Kampf anzusagen. Richtig so! Viel zu lange haben wir uns einen Einkauf nach dem anderen in bunten Werbeträgern über den Tresen reichen lassen. Jetzt muss man zumindest einen Obulus dafür bezahlen oder kann die erworbenen Schätze in einem stylischen Shopper unterbringen. Auch hier war ich für die Sonntagsstöberei kreativ und hatte einen Heidenspaß an dieser Näharbeit. Wenig Nähte, schnelles Ergebnis – perfekt für die Umsetzung meiner Ideen.

Die Außenseite habe ich aus Wachstuch genäht. Hier gefällt mir der Anbieter Jubelis sehr gut. Das Wachstuch wird auf einer Rolle geliefert, hat dadurch keine Knicke, läßt sich gut verarbeiten und ist von guter Qualität. Wenn ihr es besonders gut meint, nehmt die bessere Qualität. Die ist zwar teurer, ist aber wirklich richtig gut. Der Unterschied ist beim Fühlen deutlich zu merken.

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Ein Jubelis-Täschchen

Auf der Suche nach einem schönen Kosmetiktäschchen ist mir dieses Open Wide Zippered Pouch untergekommen. Die Idee, die Tasche weit öffnen zu können um den Inhalt zu inspizieren, gefiel mir gut. Dann noch ein bisschen Blog-Hoping und ich stieß auf die Seite von Jubelis, wo es sehr schönes Wachstuch zu annehmbaren Preisen gibt. Also nicht lang gefackelt und ein kleines Päckchen bestellt. Dieses etwas dickere Wachstuch mit großen Blumen hatte es mir angetan und wurde gleich verarbeitet.

Im Großen und Ganzen folgte ich der Anleitung von Anna von Noodlehead. Nur schnitt ich das Wachstuch und den Futterstoff in einem Stück zu (Größe 63 x 22 cm) und nähte statt einem „normalen“ Reißverschluss ein Stück Endlosreißverschluss über die gesamte Länge der Tasche ein. Das spart zum einen eine Naht und zum anderen sieht der Abschluss (da wo der Reißverschluss zugemacht wird) sehr ordentlich aus, da dieser hier ordentlich um die Kurve verläuft und keine Enden zwischen Futterstoff und Wachstuch reingefummelt werden müssen.

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Sogenannte Papierklammern leisten tolle Dienste beim Nähen von Wachstuch, da Stecknadeln unschöne Löcher hinterlassen würden. Der Reißverschluss ist jetzt zwischen den Lagen festgenäht.

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Ein bisschen nachdenken musste ich beim Nähen der beiden Enden (von Futterstoff und Wachstuch), da der Reißverschluss ja nicht miteingenäht werden durfte. Dann machte es klick im Kopf und ich wusste, dass ich beide Stoffe getrennt voneinander zusammennähen musste. Wendeöffnung im Futterstoff nicht vergessen! Dann habe ich mir das Geodreieck vom Kind geborgt und die Ecken angezeichnet und abgesteppt. Diese geben der Tasche eine 3-D-Form und Halt.

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Die abgeschnittenen Enden habe ich für den Futterstoff als Schablone genutzt. Auch hier werden die Ecken abgenäht und abgeschnitten. Dann kommt die Wende! Jetzt, wo die Tasche schon in ihrer richtigen Form ist, sieht man das Ende des Reißverschlusses und wie Wachstuch und Futterstoff zueinander finden.

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Jetzt braucht man nur noch eine Runde um den Reißverschluss zu steppen, dann schließt sich die kleine Öffnung. Wenn man jetzt noch die Wendeöffnung im Futterstoff zunäht und das Ende des Reißverschlusses mit einem Stückchen Wachstuch versieht, ist das Täschchen auch schon fertig. Gleich noch ein kleines nach dem gleichen Muster (Größe 42 x 14 cm) zugeschnitten, mit Vlieseline wattiert, aber die Ecken weggelassen und fertig war der Doppelpack. Gefüllt mit ein paar netten Kosmetikartikeln, die frau immer gut gebrauchen kann, ist das Geschenk fertig.

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Wind? Na und!

Wie ihr sicherlich wiesst, weht bei uns im Norden immer eine mehr oder weniger steife Brise. Gerade auf einer Terrasse, die nach Süden ausgerichtet ist, was ja auch Sinn macht, weht der Wind entweder von Osten oder von Westen quer rüber. Natürlich lassen wir uns davon in unseren Frischluftaktivitäten in keinster Weise abhalten und gerade an heißen Sommertagen ist ja so ein Lüftchen ganz angenehm. Nur kann es also vorkommen, wenn man auf der Terrasse sitzt und gemütlich Kaffee trinkt, dass einem die Zipfel der Tischdecke in die Tassen klatschen und das eine oder andere leere / halb volle Glas bei einer Windböe umkippt, weil die Tischdecke hoch schlägt. Das kann dann die Gemütlichkeit schon empfindlich stören, wenn der Gastgeber nach dem Lappen rennt oder er die Schlagsahne von den Tischdeckenzipfeln kratzen muss.

Wenn nun jemand sagt, da gibt es doch diese praktischen Beschwerer zum Ranklicken, kann ich nur müde erwidern: „Hatte ich schon!“ Nur leider rechneten die Hersteller nicht mit der Ungestümtheit von hungrigen Kindern, die an den Tisch stürzen und schon beim ersten Ranrutschen an den Tisch klackerten diese Beschwerer unter den Tisch und waren kaum noch zu finden oder das Suchen verursacht weitere Unruhe.

Meine Variante einer windsicheren Tischdecke ist eine Husse, die passgenau für den Tisch genäht wird und aus dreijähriger Erfahrung kann ich euch sagen: „Die ist absolut windsicher!“ Gerade habe ich eine fliederfarbene Pünktchenvariante mit Bommelborte vollendet. Ich lege immer den Tisch verkehrt herum auf das Wachstuch, schneide das dann zu und nähe einen Streifen von ca. 40 cm in der Länge des Umfangs um das oval zugeschnittene Tuch. Bei viereckigen Tischen ist es sicherlich noch einfacher. Da braucht man nur Länge und Breite des Tisches abmessen und kann dementsprechend zuschneiden. Wenn man eine Tischdecke aus Stoff näht, empfehle ich auf den langen Seiten kleine Taschen ran zu nähen. Dort kann man dann Steine als Beschwerer einfüllen und dann sind sie noch windsicherer.

Hier das Ergebnis aus Wachstuch:

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