Aus dem Buch der Familie

Während bei anderen der November mit seinen dunklen trüben Tagen schlechte Stimmung verbreitet, ist unser November bunt und fröhlich. Beide Kinder haben in diesem Monat Geburtstag. So heißt es, ein Wochenende Jungs-Kindergeburtstag, ein Wochenende Family-Day und am darauffolgenden Wochenende Mädchen – Kin. . . uuups, das darf ich nicht mehr sagen Teenie-Geburtstag. Und schwups ist der erste Advent da, und der böse November ist vorbei.
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Diesen Sonntag war nun der Family-Day an der Reihe. Weiterlesen

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Textilgarn – eine andere Dimension

In letzter Zeit habe ich ein paar Versuche mit Textilgarn gestartet. Meine Güte, das sind  wirklich ganz andere Dimensionen als das Baumwollgarn, dass ich sonst verwende. Die zylindrischen Textilgarndoggen wiegen das 7- bis 9-fache und das mal eben auf den Schoß legen, ist schon kaum möglich. Unterwegs häkeln fällt da komplett aus, gerade wenn man 2-3 Farben braucht. Die Häkelnadel ist finger- bis daumendick. Meine ersten Häkelarbeiten waren noch mit Nr. 8. Jetzt bin ich schon bei Nr. 12 und die Nr. 15 liegt schon parat. Normales Baumwollgarn verhäkelt frau mit Stärke 3-4.

Eins muss man diesem Mammutgarn ja lassen, wenn man erst einmal angefangen hat, ist man ruckzuck fertig. Gerade kleinere Projekte machen sich da in ein bis zwei Stunden. Trotzdem finde ich nicht, dass Textilgarn für ganz blutige Anfänger geeignet ist. Hier braucht man zum einen viel Kraft in den Armen. Die sollte man sich erst einmal bei dünnerem Garn zu legen. Zum anderen verzeiht das dicke Garn keinen Fehler. Da kann man nicht mal schnell eine Masche dazu- oder wegschummeln. Das sieht man sofort. Daher hier ein kleines Projekt, dass durchaus machbar ist und wieder etwas für die Umwelt tut. Ich habe hier wieder einmal die allseits beliebten Schraubgläser genommen und umhäkelt. Ihr könnt sie als Stiftebehälter oder auch als Windlichter benutzen. Es scheint erstaunlich viel Licht durch die groben Maschen. Ausprobiert auf dem Campingplatz in Meschendorf und für gut befunden.
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Winterweißes

Draußen macht das Wetter eher einen auf Frühling mit milden Temperaturen und Sturm, wir feiern trotzdem den Winter mit wollweißem Interieur. Heute gibt es mal was Gestricktes. Mit einem Nadelspiel habe ich 28-34 Maschen je nach Glasumfang aufgenommen und glatt rechts hoch gestrickt. Abketten in gewünschter Höhe, Fäden vernähen und schon ist das winterliche Windlicht fast fertig. Jetzt braucht frau nur noch einen Stern, ein Herz oder einen Tannenbaum aus trockener Birkenrinde ausschneiden, lochen und mit einer Schleife aus dem selben Wollgarn befestigen. Die Birkenrinde habe ich übriges im Straßengraben gefunden. Trotz  Regen habe ich das nasse Etwas aufgesammelt und zu Hause getrocknet. Was freue ich mich jetzt um so mehr über den Fund. Jetzt können die Windlichter jedenfalls wo(h)lligem Kerzenschein verbreiten,  als Mitbringsel zum Käffchen dienen oder auf einem gemütlichen Adventsmarkt auf dem Dorf verkauft werden. Letzteres Schicksal traf meine Windlichter.

PS: Die Streichhölzer im passenden Design gab es beim Söhnchen im Adventskalender. Er liebt es, Kerzen damit anzuzünden. Für’s Fotoshooting durfte ich sie mir gern ausleihen. Habt noch viele gemütliche Stunden bei Kerzenschein.

 

Spinnenbein, Spitzendeckchen und schwarze Lichter

Ich mag Halloween, auch wenn ich mich nicht gern grusele und schon beim Tatort manchmal unter der Decke verschwinde. Daher ist meine Deko auch mehr als harmlos, wenn vielleicht doch der eine oder andere Spinnenphobiker aufpassen sollte. Dieses Jahr hatte ich mir eine Amigurumi-Spinne vorgenommen. Da ich nichts Richtiges im Netz gefunden habe, versuchte ich es freestyle. Gut, dass bei uns so viele Biologiebücher rumliegen. Ich häkelte einen Kopf gleich mit Körper dran und umhäkelte Draht für die Beine. So hatte die Spinne guten Halt. Der Biologe im Haus nörgelte zwar, dass der Kopf viel zu groß sei im Vergleich zu den Beinen. Das Schneckchen meinte darauf hin: „Das ist Amigurumi, da ist der Kopf immer groß.“ Da fiel dem Biologen im Haus nichts mehr zu ein. Wahrscheinlich hält er Amigurumi für eine asiatische Kampfsportart 🙂 .

Hier die Anleitung für die Spinne:1.Rd: In einen magischen Ring 6 fM häkeln, 2. Rd: in jede fM 2 fm häkeln, 3.Rd: 1 fM, 2 fM in jede Masche häkeln, 4.Rd: fM und jede 3. Masche verdoppeln, 5.-9 Rd: fM häkeln, 10.Rd: jede 3. und 4. Masche zusammenhäkeln, in alle anderen Maschen fM häkeln, 11. Rd: jede 2. und 3. Masche zusammenhäkeln, 12. Rd: je 2 fM zusammenhäkeln, 13. RD: jede fM verdoppeln, 14. Rd: jede 2. fM verdoppeln, 15. Rd: jede 3. fM verdoppeln, 16.-21. Rd: fM häkeln, 22.Rd: jede 3. und 4. fM zusammenhäkeln, 23. Rd: fM häkeln, 24.Rd: jede 2. und 3. fM zusammenhäkeln, 25.Rd: fM häkeln, 26.Rd: immer 2 fM zusammenhäkeln, 27. Rd: fM häkeln, 28. Rd: immer 2 fM zusammenhäkeln, dann Faden zusammenziehen und vernähen. Für die Beine habe ich die doppelte Beinlänge an Blumendraht mit festen Maschen umhäkelt, an den Enden den Draht umgebogen, damit die Maschen nicht runterpurzeln. Nach der Hälfte der Umhäkelung habe ich den Draht durch den Körper gesteckt und dann den Rest weiterumhäkelt. Das spart das Annähen der Beine.

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Für das Spinnennetz aus einem Spitzendeckchen habe ich es auf einem Karton gespannt und mit Bastelkleber bestrichen, dann ist es stabiler. Leider hatte ich erst die Frischhaltefolie vergessen, also noch einmal das Ganze.

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Für die Lichter habe ich das Netzmuster aus diesem Beitrag  genommen. Die Kirschengläser vom Schneewittchenkuchen waren perfekt dafür. Oben habe ich eine Reihe verjüngt, in dem ich statt  5 LM nur noch  3 gehäkelt habe. Dann eine Reihe Stäbchen und LM im Wechsel, dabei immer eine Masche auslassen. Da habe ich dann das Samtbändchen durchziehen können. Der Rand besteht aus 1 fM, 1 St, 1 DSt, 1 St, 1 fM in jeder Masche der Vorrunde. Fertig!

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Der Rest war simpel: Das Spitzendeckchen auf dem Brett einer alten Truhe festgepinnt, Spinne mit Reißzwecken  ebenfalls, „Boo“ mit Acryl aufs Brett gepinselt, den Kürbis anmalen lassen vom Bastelnachwuchs, alles arrangiert und „HAPPY HALLOWEEN!“ euch allen.

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PS: Das Gruselschloss vom letzten Jahr ist auch wieder dabei!

Das finde ich Spitze!

Wenn man mich fragt, von wem ich meine kreative Ader habe, kann ich eindeutig auf meine Mama zeigen. Von ihr habe ich alle Handarbeitstechniken wie Stricken, Häkeln und Nähen gelernt und ich erinnere mich gern an gemütliches Werkeln in unserem Fernsehzimmer. Auch heute können wir uns unendlich lange darüber unterhalten, was man als nächstes Bastel-Kreativ-Projekt angehen kann. Wenn meine Mama eine Idee zu einem bestimmten Thema sucht, fragt sich mich gern, ob nicht das Internet dazu eine Antwort parat hat. Altbacken geht nämlich für meine Mama gar nicht, es soll schon etwas Modernes sein! Nun hatte sie von einer Freundin alte Spitzendeckchen geerbt, die sie auf gar keinen Fall so trutschig auf den Tisch legen wollte. Wenn, dann sollte es schon Vintage sein und nicht Omastyle! Ein paar Pinterestbilder unter dem Stichwort „Spitzendeckchen“ ausgedruckt und meine Mama legte los und überraschte uns zu ihrem Geburtstag mit dieser Spitzen-Tischdeko. Ich muss sie euch einfach zeigen, weil ich so begeistert davon war. Gerade in Kombination mit pinken Hortensien und passenden Kerzen fand ich das so up-to-date, dass ich das ganze Ensemble am liebsten gleich eingepackt hätte :-). Also holt Omas Deckchen raus, beklebt alte Marmeladengläser damit, umwickelt Steine vorm Strand und ladet Euch Familie oder Freunde zu Kaffee und Kuchen ein.

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Neben der Begeisterung für Handarbeit ist meine Mama auch eine tolle Tortenbäckerin. Diesen Quark-Sahnetraum gekrönt mit Brombeer-Gelee servierte sie uns Gästen. Einfach lecker!

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Frostige Windlichter

Hier eine Idee für frostige Wintertage, die ich schon im letzten Winter realisiert hatte. Dieses Jahr wird das wohl nichts mit Dauerfrost, aber vielleicht klappt es ja bei euch. In einen kleinen Plastikeimer habe ich erst ca. 10 cm Wasser gefüllt und dann draußen gefrieren lassen. Auf die Fläche dann einen im Durchmesser kleineren Eimer stellen und diesen mit Sand oder Wasser füllen, damit er stehen bleibt und nicht weg schwimmt, wenn man den Rest mit Wasser auffüllt. In diesen Rand habe ich dann Filzblüten, Dekokugeln oder Thymian  als Deko gesteckt und wieder gefrieren lassen. Abends vor dem Haus mit einem Teelicht angezündet, verbreiten sie ihren warmen Schein und wirken gar nicht mehr eisig.

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