Raglanpullover mit Zopfmuster

Eine meiner never-ending Strickstories hat es dann doch zur Vollendung gebracht. Ansich war es gar nicht so ein schwieriges Projekt, aber Strickarbeiten ohne Anleitung sind doch immer etwas spannend, weil man nie so genau weiß, wo es einen hinstrickt. Da ist der Rand ohne Bündchen dann doch zu sperrig, die Raglanabnahmen kneifen unter dem Arm, die Ärmel müssten doch ein bisschen länger sein und so weiter. Da ich dann solange weiter mache bis es passt, dauert so ein Pullover doch ein paar Monate bei mir. Ich stresse mich aber nicht und lass es sich entwickeln. Um so mehr freue ich mich am Ende über das Ergebnis und präsentiere euch heute stolz meinen Raglanpullover mit Zopfmuster.
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Blusenshirt Sew Along

Im März hat Elle Puls auf Facebook ein Blusenshirt-Sew Along gestartet. Ich habe nicht lange gezögert und habe mitgemacht. Eine Bluse nähen schien mir eine neue Herausforderung, der ich mich unbedingt stellen sollte. Auch wenn ich einen nicht allzu schweren Schnitt herausgesucht habe, war doch wieder die eine oder andere Hürde zu nehmen. Ich entschied mich ziemlich schnell für das Blusenschnitt Kim_b  b_patterns.

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Kleid No. 1 mit Paspeltaschen

Ich bin mal wieder in die Nähstube und habe ein Kleid genäht. Die Idee und den Stoff dazu hatte ich schon länger. Es sollte wieder ein Kleid No.1 von Rosa P. sein. Immerhin wusste ich, dass ich die Größe 36 nähen muss. Das hatte ich in einem ersten leidvollen Nähversuch genau verifiziert.  Dieses Mal sollte das Kleid aber Paspeltaschen bekommen. Erstens gefallen dir mir gut an Kleidern und zweitens brauche ich immer eine neue Herausforderung. Jedes Kleid soll eine neue Idee verwirklichen. So kann man sich doch gut weiter entwickeln, oder?
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Ich Clutch Beifall – Abi 2019

Es ist soweit, das Teenagermädchen hat ihr Abizeugnis in der Tasche. 12 Jahre Schule sind für sie vorbei. War nicht gerade Einschulung in der stickigen, völlig überfüllten Aula, wo ich schon beim ersten Lied der Zweitklässler einen Kloß im Hals hatte? Wo ich den schreienden Bruder, der bei seiner großen Schwester sitzen wollte, im Zaum halten musste. Wo ich wie alle anderen Eltern in den blauen Himmel geschaut habe, weil die frisch Eingeschulten Luftballons steigen lassen haben. War es nicht erst gestern, wo ich völlig überwältigt war von der Flut an Glückwünschen und Geschenken zur Einschulung. Wo wir bis Mitternacht auf der Terrasse getanzt haben, weil das Schulkind genauso eine Party haben wollte. Ist doch wirklich noch nicht lange her, wo ich sie das erste Mal in den Schulbus gesetzt habe und mit dem Auto hinterher gefahren bin, ob sie auch gut angekommen ist. Wo ich mir extra den Tag frei genommen habe, um sie wieder vom Hort abzuholen und sie mir entgegen rief: „Mama, ich will aber mit dem Schulbus zurückfahren!“ Wo ich halb beleidigt, aber auch stolz auf mein selbständiges Mädchen das Schulgelände ohne Kind wieder verließ. Ist es wirklich schon so lange her, dass ich sie fragte: „Na, wie war dein Diktat, denkst du, dass du alles richtig hast?“ und sie mit kindlichem Selbstbewusstsein sagte: „Das denke ich nicht nur, das weiß ich.“
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Strickkleid Daisy und die liebe Zeit

Ach, zur Zeit komme ich gar nicht hinterher mit dem Bloggen. Zig Projekte liegen auf Halde und warten auf der Festplatte auf ihren Auftritt oder sind noch nicht einmal fotografisch verarztet. Wäre bei manchen Werken wirklich schade, wenn die es nicht ins öffentliche Leben schaffen. Daher gibt es diese Woche auch mal 3 Beiträge. Nach meinem WWW-Detox bin ich frisch und ausgeruht und spame euch die Tage ein wenig zu. Dafür gibt es dann hier auch wieder ruhigere Wochen, wo nichts passiert. Versprochen! So ist eben das Leben! Mal rauf, mal runter, mal viel real life, mal viel digitale Welt, mal viele vollendete Ideen, mal viele UFOs.

Mein aktuell fertig gestelltes Strickobjekt war kein UFO, nein, nicht mal ansatzweise. Allerdings werde ich beim Stricken oft jahreszeitenversetzt fertig. Das liegt daran, dass ich oft nur zwischendurch stricke und es liegt noch mehr daran, dass ich die Ribbelkönigin schlechthin bin. Ich stricke, ich ribble, ich stricke, ich ribble und zwar solange bis mir gefällt, was ich da gestrickt habe. So auch bei diesem Projekt. Am Ende habe ich aber ein Frühlingskleid bekommen, dass mir passt und dass ich sehr sehr gern trage. Auch wenn es jetzt temperaturtechnisch schon hochsommerlich zugeht, stelle ich euch mein Frühlingskleid vor. Denn wer jetzt anfängt zu stricken, hat es garantiert zum nächsten Frühjahr fertig. So ist das mit der Zeit. Auf meiner Uhr steht: „Whatever! I’m late anyway“ und unter diesem Motto: Et voila! Strickkleid Daisy:
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Ein Kleid – 2 Versuche

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Ich habe wieder ein Kleid genäht. Ja, ich gebe es zu, ich bin kleidersüchtig. Nichts ist bequemer als in ein Jerseykleid zu schlüpfen und sich wohl zu fühlen. Da drückt ja jede Jogginghose mehr am Bauch. (Sorry, ich neige zu Übertreibungen). Wie auch immer, ich fand bei Stoff und Stil einen fantastischen Retrojersey und wollte mir ein schlichtes Kleid davon nähen. Bei so einem Muster braucht man nicht viel Schnickschnack. Das wirkt von allein. Mir kam das Kleid No. 1 von Rosa P. in den Sinn. Genau das ist es: leichte A-Linie, mit Nahttaschen und mit 3/4 Ärmeln. Ich weiß, 3/4 Ärmelkleider habe ich schon so viele, aber die sind so praktisch. Kann man im Winter mit Stulpen und an kühlen Sommertagen so anziehen, im Herbst und Frühjahr sowieso.

Der Plan stand, wurde für gut befunden und ausgeführt. Ich schnitt Größe 38 ohne Nahtzugabe zu, weil ich nach meiner Vermessung so eine Zwischengröße 36/38 hatte. Bin immer leicht panisch, dass ein Kleid zu eng sein könnte. Das mag ich gar nicht und sieht bei Jerseykleidern auch nicht gut aus. Die müssen locker und leger sitzen. Die Anleitung war gut verständlich und nach ein paar Stunden war mein Kleid fertig. Komplett! Ich zog es an und fand es gut. Gut, aber nicht sehr gut oder grandios oder fancy. Ich schlief eine Nacht drüber, zog es noch einmal an und wußte: es ist zu groß.

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Ich rocke meine Couch! – ein Upcycling

Es gibt so Beiträge, da freue ich mich noch mehr als sonst, dass ich blogge. Dieser Beitrag gehört auf jeden Fall dazu. Schon vor Fertigstellung des Projektes musste ich darüber kichern, was ich da wieder fabriziere. Ich freue mich um so mehr, dass ich euch die Idee heute präsentieren kann, weil es geklappt hat. Dieses Projekt gehört zu dem Hashtag #fuckeinfachmachen und das Glück war mir hold.

Aber von Anfang an: Ich hatte eine Couch. Eine schöne Ledercouch mit feinstem Nubukleder. Sie hat so manchen Umzug erlebt, ich habe mir sogar mal einen Finger beim Transport selbiger gebrochen und sie ging mit mir durch dick und dünn. Sie zog von einer gemeinsamen Wohnung in eine Singlewohnung und wieder in eine gemeinsame Wohnung und von da aus ins eigene Haus. Sie diente mir / uns als Schlafstätte und die Kids liebten es als Baby in der Couchecke zu schlafen, während wir Eltern um sie herumwuselten. Später wurde auf ihr getobt, gelacht, Fernsehen geguckt, Chips gegessen und so manche Kinderkrankheit auskuriert. Sie wurde alt und ranzig, Holme brachen durch, aber ich wollte mich nicht von ihr trennen. Es war so unbekümmert mit ihr zu leben. Egal, ob 12 Kinder darauf Indianer spielten, wir Eltern verbotenerweise darauf Pizza aßen oder Rotwein verkleckerten, abwischen und weitermachen war die Devise. Dann wurden die Kinder größer und so langsam wurde der Platz knapp. Es wurde um die besten Plätze gestritten und als nur noch 3 Familienmitglieder drauf passten, wurde es Zeit für eine neue Couch. Gut, nach über 20 Jahren hatte sie ihre Pflicht und Schuldigkeit wirklich getan und ich hatte ein Einsehen. Unsere Couch war wirklich nur noch für den Sperrmüll geeignet. Jedes Sozialkaufhaus hätte bei unserer Couch nur müde mit den Schultern gezuckt. Sie war wirklich niemanden mehr zuzumuten. Einzig das Leder von der Ausziehfläche war noch super in Schuß und praktisch wie neu. Das die natürlich nicht in den Sperrmüll wanderte, könnt ihr euch sicherlich denken. Wer jetzt noch die Überschrift im Kopf hat, kombiniert messerscharf: Aus dem Couchleder wurde ein Rock! Genau!

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The Sewing Oscars 2018

Der Beitrag enthält Werbung.

Eigentlich war gar kein Rückblick geplant, aber nachdem ich auf Facebook meine genähten Kleider gezeigt habe, wies mich die liebe Anntetanni darauf hin, dass Nina vom Blog Vervliest und Zugenäht eine Linkparty zu den Sewing Oscars 2018 macht. Darauf hatte ich dann doch Lust und werde kurz vor dem Peng „Linksammlung geschlossen“ noch einmal meine Kleidersammlung hier für euch präsentieren. Ich habe nämlich – außer einem Rock, den ich euch noch gar nicht vorgestellt habe (huch) – im vergangenen Jahr nur Kleider genäht. Passt doch zur Oscar-Verleihung, oder? Und jetzt heißt es: „The Oscar goes to …“

 

Beste Hauptdarstellerin

Hier soll das liebste und am häufigsten getragene Kleidungsstück gezeigt werden. Auch wenn die Dira noch nicht so alt ist, liebe ich dieses Kleid heiß und innig und ziehe es häufiger an als alle anderen. (Link)

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Ein Stoff – 2 Kleider

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Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich kann mir meine Anziehsachen nicht schon abends rauslegen. Ich muss das immer spontan nach Lust und Laune entscheiden. Selbst, wenn ich es aus Zeitgründen versuche, entscheide ich mich morgens garantiert noch um und ziehe doch etwas anderes an. Oft ist das dann ganz besonders chaotisch, weil ich ja schon etwas im Kopf hatte und mich dann umentscheiden will. Das ist schwieriger als frei im Kopf morgens in den Schrank zu greifen und das Richtige zu finden. Das kann ich an ca. 362 Tagen im Jahr ganz gut. An ca. 3 Tagen komme ich gar nicht klar und habe den halben Kleiderschrank auf dem Bett, weil irgendwie nix zusammen passt und ich mir wahrscheinlich selber im Weg stehe. Gut, wenn man dann als Fan von „ins Kleid schlüpfen und fertig!“ auf eine gut sortierte Kleiderstange zurückgreifen kann.
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